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Graffiti-Jam in Gedenken an Levin Statzer

Am 10. September gedenkt man bei Wiens bekanntem Levin Jam erneut des viel zu früh verstorbenen Künstlers Levin Statzer.

In Gedenken an Levin Statzer, einem der bekanntesten Graffiti-Künstler Wiens, findet heuer bereits zum 6. Mal der Levin Jam statt. Am 10. September geht Wiens bekannter Graffiti Jam wieder an der Nordbrücke über die Bühne.

Zu Gast sind auch heuer einige große Namen aus der Szene. Die hochkarätigen Gäste sind CAT 22 aus Amsterdam, DIZER aus Paris, MASON aus Dortmund, MORON aus Amsterdam, NUG aus Stockholm, QUIK aus New York, RDKU aus Berlin, ROCKY aus Barcelona, SCHWARZ aus Berlin, SHER aus Amsterdam und VINO aus Barcelona.

Skero-Track für Levin

Außerdem gibt es eine sogenannte Rookie Wall auf der sich Anfänger ausprobieren dürfen. Wer sich noch schnell unter foundation@levin-statzer.at anmeldet, kann sich von einem Profi – heuer von QUIK aus New York – Tipps holen. Bitte unbedingt den vollen Namen und Alter angeben. Mindestalter: 10 Jahre.

Die ersten fünfzehn Anmeldungen malen bei dem Jam am 10. September mit, für die anderen gibt es in den darauffolgenden Tagen einen Mal-Workshop.

Der österreichische Hip-Hopper Skero ist selbst auch Street-Art-Künstler und hat seinem verstorbenen Freund Levin eine eigene Nummer gewidmet.

Levin Statzer Foundation

2005 kam der damals 30-Jährige bei einem Autounfall ums Leben. Freunde und Familie gründeten in Gedenken an ihn die Levin Statzer Foundation mit dem Ziel, junge KünstlerInnen und Projekte aus dem Street und Urban-Art-Bereich zu fördern.

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Graffiti-Sprayer ausgeforscht

Mehrere Sprayer haben im Raum Pinkafeld einen Schaden von rund 37.000 Euro verursacht.

Schluss mit Lustig. Nach intensiven Ermittlungen konnte die Polizei mehrere Personen ausforschen, die verdächtigt werden, für die zahlreichen Graffitis verantwortlich zu sein, die seit etwas mehr als einem Monat im Raum Pinkafeld aufgetaucht sind. Dabei haben die Sprayer bisher einen Schaden von rund 37.000 Euro verursacht.

Laut Mitteilung der Sicherheitsdirektion Burgenland wurden am Donnerstag mehrere Personen einvernommen, die teilweise auch schon geständig sind. Nähere Details wollte die Polizei am Donnerstag nicht bekannt geben, da die Ermittlungen derzeit noch laufen.

Nachahmungstäter

Die Pinkafelder Gruppe dürfte jedoch nichts mit jenen „Kollegen“ zu tun haben, die in der Nacht auf Mittwoch am Bahnhof in Neckenmarkt zwei ÖBB-Waggons auf einer Länge von acht Metern mit Graffitis besprüht haben. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um Nachahmungstäter handelt, die von den Pinkafelder Sprayern zur Tat ermutigt worden sind.
Die Sprayerbande im Bezirk Oberwart hatte in den vergangenen Wochen besonders unter der Bevölkerung für Aufregung gesorgt. Zahlreiche Personen orteten hinter den Aktionen einen extremistischen Hintergrund. Die Polizei beruhigte jedoch und teilte mit, dass es sich um keine rechtsradikale Bande handle. Zufrieden ist Pinkafelds Bürgermeister Kurt Maczek, der sogar eine Prämie für Hinweise auf die Täter ausgesetzt hat: „Ich muss unserer Polizei gratulieren, sie hat ausgezeichnete Arbeit geleistet.“ Die Sprayer hatten Hausfassaden, Plakatwände, Verteilerkästen, Waggons und Firmengebäude beschmiert.

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Graffiti-Touristen zieht es nach Wien

Die Graffiti-Szene hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen – Sprayer aus Europa kennen Wien-Heiligenstadt.

Richard G. ist mit den Szeneausdrücken bestens vertraut: Graffiti, Scratchen, Tags. Besonders viel Arbeit verursacht ihm dabei das Scratchen: „Dabei werden die Fenster mit Schmirgelpapier zerkratzt oder mit Säure verätzt. Da kann man nur noch das Fenster austauschen“, sagt der stämmige Mann, zuständig für die Abteilung Graffiti und Videoauswertung der Wiener Linien.

Seit mehr als zehn Jahren dokumentiert der „Graffiti-Jäger“ Richard G. die Schäden durch illegale Graffitis an den Stationen und Zügen der Wiener Linien – über 50.000 Fotos beinhaltet seine Mappe. Besonders viele Bilder stammen dabei vom Bahnhof Wien-Heiligenstadt, der als Topspot der Sprayer gilt – und nicht nur für die Einheimischen.
„65 bis 70 Prozent der Sprayer, die nach Heiligenstadt kommen, sind Ausländer. Vor allem Deutsche und Osteuropäer, aber auch Leute aus Spanien und New York haben wir schon erwischt“, sagt der Graffiti-Jäger.

Das Szene-Buch „International Topsprayers“ des deutschen „Publikat“-Verlags bestätigt diesen Trend: „Wien-Heiligenstadt war in den vergangenen Jahren neben Bukarest, Mailand und Neapel einer der meistbesuchten Spots in Europa“, heißt es dort. Das Hauptziel der Sprayer sind dabei die Züge, da sie die höchste Sichtbarkeit für die Graffitis garantieren. „Aber natürlich hinterlassen sie auch Kollateralschäden an den Gleisen und den Wänden“, sagt Richard G.

Reinigungskosten

Der Schaden durch die illegalen Werke ist in jedem Fall enorm: Einen Waggon zu reinigen, kostet zwischen 500 und 4500 Euro. 220.000 Euro Schaden zählten die Wiener Linien 2010 – alleine für die Graffitis auf der Außenhaut der Züge. Bis Juli waren es bereits rund 60.000 Euro. Bei den ÖBB beziffert man den Schaden in diesem Jahr auf 160.000 Euro.

International verläuft auch die Fahndung nach den Sprayern. Um ihnen habhaft zu werden, vergleichen die Wiener Linien die Fotos in der Mappe von Richard G. regelmäßig mit jenen der deutschen Polizei. „Die Täter hinterlassen immer ein sogenanntes Tag, also ihren Künstlernamen. Daran und am Stil kann man den Sprayern weitere Taten nachweisen“, sagt Dominik Gries von den Wiener Linien.

Lebensgefahr

Das Beschmieren der Züge an den Bahnhöfen birgt aber auch weitere Gefahren: „Die Stromschienen führen 750 Volt und die Züge fahren ja auch in der Nacht“, warnt Richard G. die Sprayer. Dass es noch zu keinen Unfällen gekommen ist, erklärt er sich mit der Erfahrung der „Künstler“: „Die Sprayer-Touristen sind meistens älter und erfahren. Gefährlich wird es bei jüngeren Nachahmern.“

Ganz unschuldig sind die Wiener Linien an dieser Entwicklung freilich nicht. Denn obschon beschmierte Züge nicht aus den Stationen ausfahren, um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen, sollen manche Aussagen der Wiener Linien doch Öl ins Feuer gegossen haben.

So heißt es etwa in dem Graffiti-Buch „International Topsprayers“: „Ein U-Bahn-Betreiber, der im Fernsehen zugibt, dass Buffen (Löschen der Graffitis) günstiger ist als das Bewachen der Abstellanlagen, darf sich über steigende Besucherzahlen nicht ärgern.“ Bei den Wiener Linien bezweifelt man die Authentizität des Zitats und verweist auf die verstärkte Videoüberwachung. Richard G. bleibt unterdessen der einzige Graffiti-Jäger der Wiener Linien.“

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Keine Reklame auf den Gehsteigen

Für Werbegraffiti auf den Trottoirs hat die Behörde kein Verständnis – auch wenn es sich nur um Kreide handelt.

Manche dachten gar an das Erkennungszeichen eines geheimen Zirkels: Ein auf die Gehsteige gesprühtes „XVI“ sorgte zuletzt bei Fußgehern für Rätselraten. Erst als der römische 16er später durch eine Bierflasche ergänzt wurde, dämmerte manchen, worum es geht: Um Werbung für das neue Bier „XVI“ der Ottakringer Brauerei. In chicen dunklen Flaschen ist es seit Kurzem in diversen Szenelokalen erhältlich. In deren Nähe finden sich auch die Reklame-Graffiti.

„In unseren Nachbarländern gibt es diese Form der Werbung schon länger“, sagt Klaus Hens von Ottakringer. „Dass sich dabei die Passanten zunächst nicht auskennen, ist Teil der Strategie.“ Die Graffiti wurden mit Kreide-Sprays angebracht. „Mit dem nächsten Regen verschwinden sie wieder.“ Deshalb handle es sich auch um keine Sachbeschädigung. „Falls die Bemalung nicht gewünscht wird, entfernen wir sie aber umgehend.“

Eine ähnliche Aktion starteten zuletzt die Neubauer Grünen: Sie malten mit Kreide Willkommensgrüße in 40 Sprachen auf die Gehsteige des Bezirks. „Die
Resonanz war sehr groß. Nur ganz wenige haben sich darüber beschwert“, sagt der Grüne Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger. Die Gehsteig-Begrünung sei mit der MA 28 (Straßenverwaltung und -bau) abgesprochen gewesen.

Dort hat man für etwas Farbe auf den grauen Trottoirs allerdings keinerlei Verständnis – selbst wenn es sich nur um leicht abwaschbare Kreide handelt: „Die Straßenbenutzer können dadurch abgelenkt werden“, betont Sprecher Matthias Holzmüller. Für die XVIer-Flaschen gebe es keine Genehmigung. Die MA 48 werde die Werbe-Graffiti (etwa am Rathausplatz) umgehend entfernen, die anfallenden Kosten müsse der Urheber tragen. Die Grünen hätten ihre Aktion zwar angekündigt, Erlaubnis habe die MA 28 aber keine erteilt. „Sie haben sich darüber hinweggesetzt“, so Holzmüller. Die grünen Willkommensgrüße hat allerdings der Regen ohnehin schon längst weggespült.“

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Legale Graffiti-Wand in der Donaustadt

Im 22. Bezirk kann ganz offiziell gesprayt werden. Im Zeichen von mehr Ausdrucksmöglichkeiten.

Am 3. September wird in der Colerusgasse die erste legale Graffiti-Wand im 22. Bezirk eingeweiht. Ab dann kann man dort seiner Kreativität bedenkenlos freien Lauf lassen. Zu verdanken ist die Wand den zwei jungen Graffiti-Künstlern Manuel und Julian, deren Initiative vom Jugendprojekt Eßling-Aspern aufgegriffen wurde: „Für die vielen aktiven Sprayer ist es extrem wichtig, dass legale Flächen zur Verfügung gestellt werden und so dieser kreativen Straßenkunst ein Platz geboten wird“. Seit 2007 können Jugendliche dort Anträge einreichen, das Jugendprojekt hilft dann, die Ideen umzusetzen.

Die offizielle Eröffnung der neuen Wand findet um 16 Uhr im Eßlinger Kulturstadl (Eßlinger Hauptstraße 96) mit Speis und Trank statt. Am Programm steht dort auch die Vernissage einer Street Art Graffiti-Kunst-Ausstellung. Um 17 Uhr wird dann die Graffiti-Wand in der Colerusgasse feierlich eingeweiht.“

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Die Pannen-Hitliste der U-Bahnen

„2. Sprayer
In der Früh wird oft das nächtliche Werk von Graffiti-„Künstlern“ bemerkt. Beschmierte Garnituren müssen in der Remise bleiben und Ersatzzüge beschafft werden. Die Verkehrsbetriebe wollen die Zahl beschmierter Züge, die im Streckennetz unterwegs sind, möglichst gering halten: Fahren verschandelte Züge durch die Gegend, lockt dies weitere Sprayer an, so die Überlegung der Wiener Linien.“

„Verspätung Hinter der Durchsage, dass sich „aufgrund einer Betriebsstörung“ Züge verspäten, kann sich allerlei verbergen. Laut Wiener Linien wird diese Durchsage auch dann benützt, wenn die U-Bahn gar nicht – wie es die Formulierung vermuten ließe – wegen eines technischen Defekts still steht: Als „Betriebsstörung“ gelten auch Vandalenakte (etwa durch Sprayer), Wagemutige, die in den Tunnel laufen oder Einsätze der Polizei im Gleisbereich.“

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ÖBB kaufen Regionalzugflotte bei Siemens

„Die ÖBB kaufen bis zu 200 Triebzüge für die Wiener S-Bahn und Verkehrsdienste in Bayern. Volumen: eine Milliarde Euro.

Noch ist allerdings nicht sicher, ob die Bahn so viele neue Züge braucht. Der größere Teil davon soll die in die Jahre gekommenen 120 Wiener S-Bahn-Garnituren des Typs 4020 ersetzen. „

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VIDEO Grossauftrag der ÖBB für Siemens – ORF ZIB , 20.04.2010

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