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Street Art in Wien: Sie müssen nicht mehr draußen bleiben (derstandard.at)

Bevor der Umbau beginnt, nutzt das leergeräumte Wien Museum die Baustellenatmosphäre, um heimische Street Art zu zeigen. Wir haben mit Künstlern aus der Szene gesprochen

So eine große Ausstellung mit Fokus auf die Wiener Street-Art-Szene gab es noch nicht. Im Wien Museum hat gerade Takeover eröffnet, 50 heimische Street Artists haben die zwecks anstehenden Umbaus leeren Räume am Karlsplatz bepinselt und besprayt. Die Künstler hereinzuholen (bis 1.9.) war für Kuratorin Christine Koblitz naheliegend, „weil diese Leute es gewohnt sind, aktiv ins Stadtbild einzugreifen und Räume zu verändern. Sie können mit leeren Wänden umgehen“.

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Wien Museum wird vor Umbau Streetart und Skatern überlassen (derstandard.at)

Das historische Museum der Stadt wird sich im Sommer Urban-Art widmen, umgebaut wird ab 2020

Wien – Die geplante Sanierung und Aufstockung des historischen Wien-Museums am Karlsplatz bleibt die größte kulturpolitische Herausforderung der Stadt. Nach jahrelangem Tauziehen um das Finanzierungsmodell rechnet man aktuell mit 108 Millionen Euro Gesamtkosten für die Umgestaltung des teils denkmalgeschützten Baus von Oswald Haerdtl aus den 1950er-Jahren. Derzeit wird das Haus geräumt, tausende Objekte müssen in Depots übersiedelt werden. Im Sommer, wenn das Museum leer ist, aber noch keine Baukräne auffahren können, wird das Haus von 5. Juli bis 1. September der Street-Art- und Skater-Szene zugeschlagen.

Rund 40 eingeladene Künstler sind vertreten, einige werden die bereits desolate, nicht denkmalgeschützte Außenfassade des Museums mit Wandbildern, sogenannten Murals, gestalten. Im ersten Stock des Hauses wird es eine Ausstellung geben, im Erdgeschoß lässt man eine Wiener Skatergruppe in Do-it-yourself-Manier einen Skatepark bauen.

Temporäre Fassadenkunst

Bei den Künstlern fokussiert man auf bekannte Namen der Wiener Szene: Nychos etwa, der weltweit aktiv ist und in Kalifornien ein Studio betreibt, oder Speaker23, im Stadtbild mit seinen humorvoll-politischen Graffiti von Musikboxen auffällig. Das spanische Kollektiv Reskate wird einen Teil der Fassade mit einer Arbeit gestalten, die sich nachts leuchtend abhebt. Alle Kunstwerke werden dokumentiert, im Zuge des Umbaus aber wieder zerstört.

Ergänzt wird das Sommerprogramm um 60 Veranstaltungen zum Thema, von Workshops bis zu Diskussionen. Zudem sollen die Zentralen des jährlichen Popfests und des neuen Sommerkino-Festivals Kaleidoskop im Museum Quartier beziehen. Mit dem Denkmalamt ist das Vorhaben akkordiert, schützenswerte Teile des Hauses werden ausgespart. Mit 150.000 Euro kostet das Urban-Art-Programm das Wien-Museum auch wesentlich weniger als übliche Ausstellungen, die bis zu 500.000 Euro Budget brauchen.

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Politische Straßenkünstler (derstandard.at)

Die Bilder und Graffiti auf den Kaimauern des Wiener Donaukanals werden politischer

Die Kaimauern am Wiener Donaukanal sind seit eh und je Ausstellungsflächen für Straßenkünstler. Diese malen ihre Werke überlebensgroß auf die grauen Wände, übermalen, was die Vorgänger geschaffen haben, und bieten den Passanten auf diese Weise eine stetig wechselnde Dauerausstellung besonderer Art an. Was seit einiger Zeit auffällt: Die Bilder und Graffiti werden politischer, und unter den Künstlern sind offensichtlich immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund.

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Street-Art-Künstler Shepard Fairey: Er ist nicht Jesus (derstandard.at)

In den USA kennt ihn jeder: Fairey ist neben Banksy einer der berühmtesten Street-Art-Künstler. In Wien hat er jetzt ein Mural und eine Ausstellung gestaltet. Ganz legal

Kaum in Wien angekommen, hatte Shepard Fairey der Stadt schon seine Handschrift aufgedrückt. Über Nacht prangte auf einem Bauzaun in Margareten plötzlich sein berühmter „Giant“. Die maskenhafte Visage des Profi-Wrestlers André the Giant hatte der Street-Art-Künstler Fairey 1989 noch als Designstudent für sich entdeckt. Zusammen mit dem Slogan „Obey“ – gehorche! – klebte er seine Sticker-Propaganda, die auf die Machtlosigkeit normaler Menschen anspielte an Hauswände und Straßenlaternen von Los Angeles bis Berlin.

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Millionenschäden durch Graffiti in Wien (pressreader.com)

Der Strafprozess wegen Sachbeschädigung gegen einen 32-jährigen Sprayer zeigt, dass die künstlerische Selbstverwirklichung teuer kommt. Allein die Wiener Linien kosten Graffiti 2,5 Millionen Euro.

Wien – „Sie sind jetzt schon in einem Alter, das ist kein Lausbubenstreich mehr“, ermahnt Richterin Katharina Adegbite-Lewy den Angeklagten Michael K., der sich wegen schwerer Sachbeschädigung vor ihr verantworten muss. „Und was Sie schön finden, finden andere nicht schön“, sagt sie dem 32-Jährigen. Der Gegenstand der Überlegung zu Geschmack: die Graffiti, mit denen K. sich in Wien verewigt hat.

„SPK23“nannte sich der Unbescholtene, der in der Vergangenheit bei Gericht dreimal mit einer Diversion davongekommen war. Die Abkürzung steht laut K. nicht für das Stadtpolizeikommando Liesing, sondern für „Speaker“. Stilisierte Lautsprecherboxen, die auf Englisch Speaker heißen, waren auch ein bevorzugtes Motiv, manchmal versehen mit Botschaften. „Catch me if You can“(Fangt mich, wenn Ihr könnt, Anm.) beispielsweise oder „All Cops are Babys“(Alle Exekutivbeamten sind Babys, Anm.), eine freundlichere Abwandlung von „All Cops are Bastards“.

Eigentlich habe er mit der illegalen Selbstverwirklichung schon abgeschlossen gehabt, verrät der Arbeitslose. Vor eineinhalb Jahren war er bei einer Galerie für Street-Art tätig. „Das ist nicht so gut gelaufen“, sagt er, um später zu präzisieren, dass er die Arbeit dort unfreiwillig aufgegeben habe. Danach sei er von November 2016 bis Oktober 2017 wieder mit Sprühdose und Lackstift aktiv geworden. „Eigentlich immer, wenn mir etwas Blödes passiert, mach’ ich es.“

Alleine ist er damit nicht, genaue Zahlen sind aber rar, zeigt ein Rundruf des Standard. Bei der Wiener Polizei verfügt man über keine eigenen Zahlen bezüglich Graffiti-Anzeigen, bedauert Sprecher Patrick Maierhofer. Im System würden diese Delikte einfach unter Sachbeschädigung abgespeichert.

Leichter ist zu eruieren, welche finanziellen Auswirkungen das künstlerische Hobby bei den Wiener Linien hat. Im Vorjahr waren es 2,5 Millionen Euro, sagt Sprecher Daniel Amann. Die Reinigungskosten des fahrenden Materials und der Stationen machen aber nur rund zehn Prozent der Summe aus. Der Rest sei der Aufwand, der nach den Aktionen entsteht – denn: „Wir fahren mit beschmierten Zügen nicht aus.“

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Diebstahlsprozess: Sprayer Puber und das alte Fahrrad (derstandard.at)

Zwei Männer sollen Fahrraddiebe sein. Einer von ihnen sorgt für Zuschauerinteresse: ein Schweizer, der als Sprayer Puber bekannt wurde

Wien – „Mit dem Interesse habe ich nicht gerechnet“, stellt Richterin Elisabeth Reich verwundert fest, als sie ihren Blick durch den Saal 102 des Wiener Landesgerichts schweifen lässt. Nicht nur Journalisten und Gerichtskiebitze sind hier – jeder einzelne Sitzplatz ist besetzt, an den Wänden lehnen dichtgedrängt die Zuhörerinnen und Zuhörer.

Der Grund des Interesses an dem Prozess um Fahrraddiebstahl, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung an einem Polizisten ist der Zweitangeklagte. Renato S. ist nämlich besser unter seinem Künstlernamen Puber bekannt und wurde im Sommer 2014 zu 14 Monaten teilbedingt verurteilt, da er in ganz Wien seinen Schriftzug auf Wände gesprüht hat.

Diesmal sind der 29-jährige Schweizer und Erstangeklagter Manuel W. hier, da sie in der Nacht des 12. April ein Rad gestohlen haben sollen und S. sich bei seiner Festnahme gewehrt hat.

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Sprayer Puber wegen versuchten Diebstahls festgenommen (derstandard.at)

Er sei laut Polizei ertappt worden, als er ein Fahrrad stehlen wollte, und trug Spraydosen bei sich

Wien – Der Schweizer Sprayer mit dem Spitznamen Puber ist am Dienstagmorgen einem Bericht des Kurier zufolge in Wien festgenommen worden. Die Polizei bestätigte dem STANDARD diese Information. Puber wurde allerdings nicht, wie der Kurier schreibt, auf frischer Tat dabei ertappt, dass er sein Tag auf eine Lärmschutzwand der ÖBB sprayte. Bei besagter Lärmschutzwand wurden laut Polizeisprecher Roman Hahslinger am Dienstagmorgen drei Personen beim Sprayen erwischt. Einer von ihnen wurde festgenommen – nicht Puber –, die anderen zwei flüchteten.

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Graffiti-Alarmsystem reagiert auf Klacker-Geräusch von Spraydosen

Joanneum-Forscher präsentieren Alternative zur Gebäudeüberwachung mittels Kameras

Graz – Sie sind Teil unserer Gegenwartskultur, aber keineswegs überall willkommen: Graffiti. Für solche Örtlichkeiten hat eine Forschergruppe am Grazer Joanneum Research ein neues, äußerst fokussiertes Monitoringsystem entwickelt: Es löst Alarm aus, wenn es das typische Klacken einer Spraydose registriert.

Eine Überwachung von Bauwerken mit Kameras kann bei Dunkelheit, Nebel oder an unübersichtlichen Plätzen nicht viel ausrichten oder ist zumindest aufwendig. Hier kommt daher das neue Überwachungssystem ins Spiel: Es beruht auf Sensoren, die typische Graffiti-Applikationsgeräusche detektieren. „Unser System erkennt das Klacken der Mischkugel in der Spraydose“, sagt Franz Graf von der Forschungsgruppe „Intelligente Akustische Lösungen“. Möglich wird das durch eine am Joanneum Research entwickelte Analyse-Software und entsprechend sensible Sensoren.

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Sachbeschädigung: Prozess um Spiritus und Schmierereien (derstandard.at)

Ein 35-Jähriger soll in seiner Gasse alles mögliche mit einem Lackstift verunstaltet haben. Verurteilt wird er dafür nicht

Wien – Ob Graffiti Kunst oder Vandalismus sind, ist eine nicht unumstrittene Frage. Den Anspruch, kreativ tätig gewesen zu sein, erhebt Pavlin M. allerdings gar nicht. Er gesteht Richterin Stephanie Öner unumwunden, dass ihn ein schwarzer Lackstift mit einer Anklage wegen schwerer Sachbeschädigung vor sie gebracht hat.

„Ich hatte mehr Bier getrunken, als ich vertrage, dann habe ich den gefunden“, sagt er. Was er mit diesem gemacht hat? „Ich kann es mir nicht erklären.“ Er hat nämlich in der Gasse, in der er in Wien-Leopoldstadt wohnt, alles mögliche beschmiert. Mit „BO4“. „Hat das einen Zweck gehabt?“, fragt Öner. „Nein, es war ein äußerst dummer Einfall.“

Er verunstaltete ziemlich alles, was so in der Gegend herumstand. Fenster, Eingangstüren, eine Hauswand, einen Briefkasten, mehrere Autos, ein Verkehrszeichen, einen Kaugummiautomaten. „Haben Sie das dann eigentlich selbst geputzt oder den Geschädigten Geld gezahlt?“, interessiert die Richterin. „Ich habe versucht, die Leute zu erreichen, einige hatten es aber schon reinigen lassen.“

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13 Sachbeschädigungen am Tag durch Graffiti (derstandard.at)

Sprayer verursachen in Österreich Schäden im Millionenhöhe – Aufklärungsquote österreichweit bei rund 20 Prozent

Wien – 13 Sachbeschädigungen pro Tag werden durch Graffiti verursacht. Österreichweit entstehen dabei jährliche Schäden in Millionenhöhe. „Vor allem für Städte sind Sprayer ein großes Problem und die Vergehen längst keine Kavaliersdelikte“, hieß es Dienstag in einer Aussendung das Bundeskriminalamt (BK) und des österreichische Versicherungsverband (VVO).

In Österreich wurde im Jahr 2013 „Sachbeschädigung durch Graffiti“ 4.585 Mal zur Anzeige gebracht. Mehr als die Hälfte aller Delikte wurden in Wien gemeldet, die Bundesländer folgen in großem Abstand. „Sachbeschädigung durch Graffiti ist national und international ein urbanes Problem. Die Aufklärungsquote liegt im langjährigen Durchschnitt österreichweit bei 20 Prozent. „Die Täter sind sich in sehr vielen Fällen sehr wohl bewusst, welches Delikt sie setzen und welche hohen Schäden sie anrichten. Sie planen ihre Aktionen, vermummen sich und einer steht Schmiere“, so Herwig Lenz von der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes.

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