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Monthly Archives: September 2011

FP-Matiasek: Schmierereien in Wien den Kampf ansagen (ots.at)

Wien (OTS/fpd) – Weder Kunst noch Kultur sondern hauptsächlich kostenintensiver Vandalismus seien die mutwilligen Schmierereien an zahlreichen Flächen im öffentlichen Raum. Auch die Bevölkerung sei über angeschmierte Fassaden alles andere als erfreut. Jetzt endlich zeigen sich sogar die ÖBB und die Wiener Linien verärgert über den hohen Schaden an den Waggons, verursacht durch so genannte Graffiti-Sprayer. Trotzdem bleibe die Stadt Wien weiter untätig, kritisiert heute die Stadträtin der FPÖ-Wien, Veronika Matiasek.
In den allerseltensten Fällen gehe es beim Beschmieren von öffentlichen und privaten Objekten um künstlerische Gestaltung. In der Regel verunstalten anarchistische Parolen viele Wände in der Bundeshauptstadt und – wie nun bekannt wurde – auch mehr und mehr Züge und Waggons. Hier stieg die Zahl der Fälle im Vergleich zum Vorjahr um ordentliche 20 Prozent.
Statt diesen mutwilligen Vandalismusakten aber endlich wirksam den Kampf anzusagen, wurden seitens der Stadt im vergangen Jahr auch noch auf Kosten der Steuerzahler Graffiti-Workshops im Zuge der Aktionstage der Gebietsbetreuung angeboten und so die Schmierereien in Wien gefördert. Dabei sei klar, dass es von der Verschandelung des öffentlichen Raums zur Verwahrlosung und weiter zur Kriminalität oft nur ein kleiner Schritt ist, warnt Matiasek und fordert daher abschließend die Verantwortlichen auf, diese Sache nicht länger schleifen zu lassen sondern endlich wirksam und nachhaltig einzugreifen. Schluss) hn
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BLK RIVER 2011

Festival Opening / Film Premiere / After Party
19:30 „Women are Heroes“ – Gartenbau Cinema
French artist JR presents his movie „Women are Heroes“, a documentary giving insight into the lives of women in Brazil, Kenya and Cambodia, who are heroically fighting their daily battle against sexual repression, poverty and injustice. Heroes in a very real sense, who are not only filmed by the artist JR, but also photographed for the purpose of posting these glowing, larger-than-life portraits on buildings and walls in their close vicinity to call attention to their lives.
Previous screenings: Cannes Film Festival, Rio de Janeiro Film Festival, Hamburg Film Festival
22:00 BLK RIVER Party – Gartenbau Cinema.
Kartenreservierung:             01 512 23 54       bzw. kino@gartenbaukino.at
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Roa über die „Grüß Gott“-Gesellschaft (orf.at)

Während die altehrwürdigen Feuilletons diesseits und jenseits des Atlantiks Street-Art jüngerer Schule gerade in ihren kunsthistorisch approbierten Kanon berichtenswerter Themen einreihen, sind die Künstler selbst weiter der Verfolgung durch die Behörden ausgesetzt.
Es ist nicht Koketterie alleine, wenn Street-Artists wie Banksy und Roa nur durch ihre Werke erkannt werden wollen. Auch die Prominenz der Szene ist nicht vor Festnahmen gefeit. In der Öffentlichkeit wird nicht groß darüber gesprochen, in den einschlägigen Foren im Internet kann man sich jedoch rasch ein Bild machen. Roa sagt im Interview mit ORF.at: „Bei Street-Art weißt Du nie, was Dich erwartet. Das ist anders als im Atelier. Ich habe versucht, nicht zu viele Probleme zu haben. Trotzdem habe ich viele Polizeiautos gesehen, und ich war auf Polizeistationen.“
Unkontrollierbar wie ein Pilz
Die Strafen für Graffiti seien absurd. Es sage viel über unsere Gesellschaft aus, dass Graffiti-Writer oft härter bestraft würden als jemand, der Kinder missbraucht, so Roa. Street-Art sei sichtbar – das sei das Problem. Was hinter vier Wänden im Verborgenen geschehe, interessiere niemanden, solange die äußere Hülle in Ordnung sei. Roa erinnert an den „Fall Fritzl“ und sagt, es reiche, jeden Tag freundlich „Grüß Gott“ zu sagen, um die Nachbarn nicht weiter zu interessieren. So viel Österreichisch hat Roa bei seinem kurzen Aufenthalt schon gelernt.
Er hat sich im Lauf der Jahre eine Theorie zugelegt, warum das Bemalen von Wänden immer noch verfolgt wird. Das Problem sei, dass sich Street-Art dem Verständnis vieler Menschen entziehe, weil sie den Grundprinzipien der Gesellschaft zuwiderlaufe. Die Künstler bekämen dafür kein Geld – im Gegenteil, die Farbe koste sogar noch etwas. Man wisse nicht, wer sie seien. Graffiti würden Angst machen, weil sie sich nicht kontrollieren lassen wie ein Pilz.

(…)

Simon Hadler, ORF.at

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Versuchter Handyraub durch Graffitisprayer (bmi.gv.at)

Presseaussendung der Bundespolizeidirektion Wien
Bereits am 24. Juli 2011 beobachtete ein 25-jähriger Bursche in der U-Bahn drei bislang unbekannte Täter beim Besprühen des U-Bahnwaggons. Als der junge Mann mit seinem Handy ein Foto von dem Trio machen wollte, stürzten sich die drei auf ihn und versuchten ihm das Mobiltelefon zu entreissen. Da sich das Opfer nach Kräften wehrte, flüchteten die Täter ohne Beute. Dieser „Sprayergruppe“ werden zahlreiche weitere Sachbeschädigungen im U-Bahnbereich beginnend mit Anfang Oktober 2010 aufgrund der charakteristischen Handschrift der Graffitizeichnungen zur Last gelegt.
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