Category Archives: Die Presse

Ein Chor zwischen Barockmusik und Graffiti (diepresse.com)

Mit einer konzertanten Aufführung von Henry Purcells „Dido und Aeneas“ samt Graffitifilmen gastiert der Chor Wien Neubau am Montagabend im Volkstheater.

Manchmal betritt man auch nach fast 155 Jahren noch Neuland. So wie der Chor Wien Neubau, der zum ersten Mal Musik – konkret die Barockoper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell – mit Graffitikunst verbindet.

(…)

weiterlesen auf diepresse.com

Auf „Puber“ und „King“ folgt „Mutti“, endlich (diepresse.com)

So tröstlich hat die Wiener Graffiti-Szene noch nie auf uns gewirkt: „Mutti“ ist das Signaturstück der Stunde.

Die ganze Pandemie schon begleitet uns dieses „Tag“, wie man die Signaturstücke von Graffiti-Sprayern nennt. Immer wieder hinterlassen diese „Writer“ ihre Pseudonyme an Hauswänden, illegal natürlich, in diesem Fall aber tröstlicher als je zuvor: „Mutti“ steht da ganz schlicht in Blockschrift. Kein fettes „Puber“, kein versales „King“, wie die Jahre zuvor. Wir scheinen im Street-Art-Matriarchat angekommen, endlich.

(…)

weiterlesen auf diepresse.com

Graffiti – ist das Kunst? (diepresse.com)

Graffiti und Tags sind in den Galerien angekommen. Das Genre Street-Art scheint etabliert zu sein. Und doch bleibt eine Irritation: Ist das Kunst?

Plötzlich ist „das Auge“ da, im Frühjahr hab ich es erstmals bemerkt: auf Betonbegrenzungen auf der Straße, bei der U6, Station Alser Straße . . . effektiv stilisiert, schnell gesprayt: ein Kreis von der Größe einer Schallplatte, geschnitten von einem Bogen, der zum Lid wird, weil darunter eine Pupille zu erkennen ist. Dass immer etwas Farbe nach unten verläuft, dürfte vom schnellen Sprayen kommen, es erinnert an Tränen oder verwischte Schminke. Das Auge ist ausdrucksstark genug, dass man diskutieren könnte, ob es nun munter oder nachdenklich blickt. Die Kinder entdecken es überall, auch in kleiner Form, vorn auf den Stufen der U-Bahn-Station.

Vor ein paar Jahren gab es einen Lautsprecher, am Zimmermannplatz an einer Hausecke, und einen Kiwi-artigen Vogel mit altmodischer Unterhose, wo war der nochmal? Wer die Motive gesehen hat, weiß, wovon ich spreche: von elaborierten Grafiken, Graffiti oder korrekter, Street-Art. Frei gesprayt, im Gegensatz zu anderen Techniken wie Schablonen, Aufklebern oder kleineren Arbeiten mit Plakatschreibern – das können Namenslogos sein, oder alles, was man wiedererkennt.

(…)

weiterlesen auf diepresse.com

Drei Frauen und 300 m2 (Diepresse.com)

Eine rein weibliche Truppe, die das auch selbstbewusst zeigt: Das ist die Rip Off Crew. Beim Calle Libre bemalen sie eine Wand in Wien-Margareten.

Wer von der Franzensbrücke den Donaukanal hinaufspaziert, dem könnten an den bunten Mauern vielleicht einige starke Bilder auffallen: ein grün verschlungenes „Rage“, eine füllige Frau, die sich gegen Bewertungen wehrt („My only cage is your opinion“) oder ein Frauengesicht mit einem prominenten Schriftzug: „Smash the Patriarchy!“

(…)

Weiterlesen auf diepresse.com