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Die Städte knausern mit Freiflächen (kleinezeitung.at)

Wo darf man sprühen, und wo nicht? Die Unsicherheit unter den Sprayern ist groß, vorherrschend ist Halbwissen. In Villach ist die Situation klar: „Wir haben eine legale Wand im Bereich hinter der Berufsschule beim Wirtschaftshof. Die darf jederzeit besprüht werden“, sagt SPÖ-Vizebürgermeister Günther Albel. In der Stadt, in der vor Jahren noch ein 5000-Euro-Kopfgeld auf illegale Sprayer ausgesetzt wurde, schätzt man die Graffiti-Künstler inzwischen. „Wir haben guten Kontakt zur Szene.“ Sachbeschädigungen seien kein großes Thema zurzeit, mehr freie Flächen sind nicht angedacht. „Illegale lassen sich davon eh nicht abhalten.“
Das ist auch der Grund, warum die ÖBB ein generelles Verbot für Graffitis auf ihren Objekten ausgesprochen haben. „Wir haben schlechte Erfahrungen mit freigegebenen Flächen gemacht, die haben im Gegenteil mehr Sachschäden mit sich gezogen“, sagt ÖBB-Sprecher Christoph Posch.
Sprayen auf Folien
Komplizierter stellt sich die Situation in Klagenfurt dar. Neben der offiziell freigegebenen Wand auf dem Messegelände in der Rosentaler Straße sind auch die Pfeiler der Autobahnbrücke am Lendkanal in der Tarviser Straße für Sprayer geöffnet. „Da gibt es ein stillschweigendes Einverständnis der Stadt“, sagt FPK-Stadtrat Gerhard Reinisch. Reinisch will daher Baustellenzäune in der Stadt mit Folie bespannen lassen und für Sprayer freigeben. So sollen temporär mehr Flächen für Graffiti-Kunst entstehen.
Kleine Zeitung, 06.02.2013