Der Zürcher Sprayer will in Wien nur «etwa 20, 30 mal» Puber gesprayt haben. Die Verteidigung kritisiert derweil den «fehlerhaften Strafantrag» scharf.
«Gut, dann beginnen wir einmal, Holz zu hacken», sagt Richter Wilhelm Mende. Dann nimmt er den dicken Akt zur Hand und geht jeden einzelnen der 230 Graffities mit dem Schriftzug «Puber» durch. Kurz zuvor hat sich der Angeklagte Renato S. vor dem Wiener Kreisgericht für «teilweise schuldig» bekannt.
Er habe den Schriftzug etwa 20 oder 30 Mal gesprayt, sagt der 30-jährige gebürtige Schweizer, der seit Sommer 2013 in Wien lebt. Mehr aber nicht. Er habe keinen eigenen sogenannten «Tag», sagt S., der Schriftzug «Puber» werde von ziemlich vielen Personen verwendet. Ausserdem seien viele Schriftzüge «aus der Zeit, bevor ich in Wien war». S. hat für die Verhandlung eine grauer Hose und ein schwarzes Sakko angezogen, er sitzt die meiste Zeit regungslos in der brütenden Hitze des Verhandlungssaals.
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