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Botschaften an der Wand
Es zieht uns weiter, denn der Donaukanal hat noch viel mehr zu bieten. Beispielsweise bietet er auch Platz für urbane Straßenkunst Mit dem Projekt WienerWand wurde Platz für all jene geschaffen, die sich gerne mit der Spraydose künstlerisch austoben. 3 Kilometer lang ist die Wand und während wir daran entlang spazieren entdecken wir zahlreiche Meisterwerke. An dieser Stelle müssen wir zugeben, Graffiti gefällt uns, wenn auch nicht auf unseren Fahrzeugen oder in unseren Stationen oder sonstiger Infrastruktur. Legale Graffiti-Wände, und davon gibt es in Wien mehrere, bieten aber die ideale Alternative sich künstlerisch zu betätigen und das Ganze auch noch legal. Gar nicht mal schlecht, finden wir.
Immerhin blickt Graffiti auf eine jahrhunderalte Geschichte zurück. Höhlenmalereien, ägyptische Grabstätten, biblische Bildzyklen in Kirchen, Inschriften, Markierungen und »Kritzeleien« an antiken Bauwerken, die bei Ausgrabungen zum Vorschein kamen – wie zum Beispiel Pompeji, dessen Flächen reich an witzigen Texten, Parolen und anzüglichen Zeichnungen sind – machen eines klar: Wände wurden schon immer als Kommunikationsform benutzt. Eines der bekanntesten »Zeichen an der Wand« ist wohl der Fisch, der zu Zeiten der Christenverfolgung als Identifikation diente. Auch die heutigen Graffiti sind Ausdrucksmittel und geben vieles über Gesellschaft, Umgangssprache und politische Ausrichtungen preis. Wir spazieren weiter und kommen aus dem Schauen nicht heraus, aber das nächste Ziel wartet schon auf uns.
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