Calle Libre: Von Grätzelaufhübschern und Vandalen (Derstandard.at)

 

 

Urbane Ästhetik: Zum siebenten Mal startet das Festival am Samstag und bringt Farbe in Wiener Grätzel. Ein Blick in die heimische Street-Art-Szene

Jeder kennt Banksy und Obey, aber das war’s dann auch.“ So lapidar fasst Jakob Kattner das gesellschaftliche Allgemeinwissen über Street-Art zusammen. Der hauptberufliche Kreativdirektor von Warda Network dissertierte über urbane Kunst in Lateinamerika. Das war der Startschuss zu seinem Calle-Libre-Festival, Wiens einzigem Street-Art-Festival, das genau diese urbane Kunst hier auch heimisch machen sollte. 2014 gründete er es im Ehrenamt – nicht zuletzt, damit die Leute nicht nur Banksy kennen.

Wobei Street-Art-Festival gar nicht der ideale Begriff ist, um Calle Libre zu beschreiben. Die großen, oft sehr bunten und fröhlichen Hauswände, die im Rahmen des Festivals legal entstehen und das Stadtbild nachhaltig bereichern, sind sogenannte Murals, „große, figürliche Darstellungen, die für Betrachter leichter zugänglich sind, da sie oft einfacher zu entschlüsseln sind als die klassischen Graffitischriftzüge“, wie Stefan Wogrin, Graffitikünstler und Kunsthistoriker, der mit seiner Plattform spraycity.at die Szene in Österreich beobachtet und dokumentiert, erklärt.

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