Was wirklich hinter dem angeblich „drastischen Anstieg” illegaler Graffitis steckt
Guten Morgen,
erinnern Sie sich noch an Puber? Das war der Sprayer, der seinen Namen vor ein paar Jahren an alle möglichen Ecken Wiens schmierte. Mit Straßenkunst hatte das wenig zu tun, der Schriftzug sah eher aus, als hätten ihn Pubertierende in ein Schulheft gekritzelt. 2014 wurde Puber verhaftet. Den illegalen Sprayern konnte die Polizei bislang aber nicht das Handwerk legen. Mehrere Medien sprechen jetzt sogar davon, dass es einen „drastischen Anstieg” gäbe.
Eines vorweg: Fremdes Eigentum zu beschmieren ist natürlich nicht okay, unabhängig davon, ob man die Tags – so nennt man die gesprayten Schriftzüge – schön findet oder nicht. Mein Kollege Paul Sonnberger und ich haben uns aber gefragt, was hinter dem „drastischen” Anstieg steckt. Spoiler: Dieser Spin, der vor allem von der Wiener ÖVP vorangetrieben wird, ist nicht ganz richtig. Was wir herausgefunden haben, erzähle ich Ihnen gleich.