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Update 03.01.2012
Wien Trains S-Bahn (7 Pics)
Wien Trains (1 Pic)
Wien Trains U-Bahn (1 Pic)
Wien Hall Heiligenstadt (6 Pics)
Wien Hall Donaukanal (13 Pics)
Wien Hall Flex (7 Pics)
Wien Street (20 Pics)
Wien Line (16 Pics)
Wien Allover (3 Pics)
Das europaweit einmalige Konzept namens „Wiener Wand“ erlaubt legales Sprayen, eine kleine illegale Szene gibt es dennoch.
Er wolle nicht, dass Hauswände in seinem Viertel besprüht werden, erzählt ein illegaler Wiener Graffitisprüher dem STANDARD. Er selbst verspricht sich Freiheit und Adrenalin von seiner nächtlichen Aktivität.
Wien – „Du musst halt berühmt werden im Leben, dann hast du’s geschafft“, meinte neulich eine Arbeitskollegin zu Thomas K. „Eigentlich bin ich das schon“, dachte er sich. Nur gesagt hat er es nicht – denn Thomas K. ist illegaler Graffitisprüher. Nachts, wenn die meisten Leute tief und fest schlafen, zieht er durch Wien und hinterlässt seinen Schriftzug auf Hausfassaden, Brücken und Zügen. Sein bürgerliches Umfeld hat davon keine Ahnung.
Seit mehr als zehn Jahren ist der Sprüher aktiv – und nimmt auch einiges für seine Leidenschaft in Kauf. Stress mit Freundin und Familie sind da noch die geringsten Übel. Den Risiken von polizeilicher Verfolgung über drohende Geldstrafen im fünfstelligen Bereich bis hin zum psychischen Druck, die illegale Identität geheim halten zu müssen, ist er sich dabei durchaus bewusst.
Und dennoch wartet Thomas K. nachts im tiefsten Winter bis zu fünf Stunden an Abstellanlagen und studiert penibel Videoüberwachung und Patrouillenwege der Wachen, läuft an 700 Volt starken Stromleitungen vorbei, nur um schließlich für zehn Minuten seinen Schriftzug an einem U-Bahn-Zug anbringen zu können.
Freiheit und Adrenalin verspricht sich Thomas K. vom Sprühen, doch wirklich rational erklären kann er sich seine Leidenschaft, die abgesehen vom Ruhm innerhalb der Szene nur gesellschaftliche Ächtung bringt, nicht wirklich.
Versteck in den Büschen
Für Richard S. bleiben die Motive der Sprüher ebenso im Unklaren. Seit 18 Jahren informiert sich der Graffitibeauftragte der Wiener Linien über die Szene. Ein normaler Bürojob von neun bis sechs ist das nicht: In Büschen versteckt lauert er nachts auf Sprayer, fotografiert jedes neue Graffiti an der U-Bahn-Strecke und ist meist schon am Arbeiten, bevor selbst bei hartgesottenen Frühaufstehern der Wecker klingelt.
Seiner Meinung nach ist der einzige Weg zur Bekämpfung der illegalen Szene eine rigide Nulltoleranzstrategie. „Wenn einer mit Strumpfmaske ankommt, Türen aufbricht und Werkstattbedienstete mit der Faust niederschlägt, dann ist das ein reiner Vandalenakt!“, meint Richard S. Erwischten Sprühern verrechnen die Wiener Linien pro besprühten U-Bahn-Zug bis zu 3000 Euro an Reinigungskosten. Wiederholungstäter sind dadurch oft jahrelang hochverschuldet.
Im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten wie Berlin und Paris sind Graffiti in Wien ein marginales Problem. Der jährliche Schaden der Wiener Linien von 200.000 Euro aufgrund besprühter Züge wird nur zu 20 Prozent von ortsansässigen Sprühern verursacht. Der erhebliche Großteil stammt von Graffititouristen aus EU-Ländern. Der harte Kern der illegalen Wiener Graffitiszene, also die, die täglich mit der Sprühdose losziehen, besteht aus circa einem Dutzend Sprühern.(…)
(Fabian Kretschmer / DER STANDARD, Printausgabe, 30.12.2011)
Weiterlesen auf derstandard.at
Unserem Leserreporter Stevie S. ist etwas aufgefallen: Im 7. Bezirk gibt es jede Menge richtige Hingucker-Türen.
Ob das jetzt Vandalismus oder doch urban art ist, darüber maßt sich der wackere Graffiti-Freund kein Urteil an. Sicher ist, dass die Verzierungen (Tags) auf dem Haus der der deutschnationalen Burschenschaft Teutonia eine politische Botschaft vermitteln wollen. Denn so oft die wackeren Teutonen auch ihre ewiggestrigen Pinsel schwingen, nur wenige Tage danach waren die Sprayer sicher wieder da.
Türen in Neubau scheinen ziemlich anziehend
Doch nicht nur die rechtsaußen gelegene Kante der Gesellschaft bekommt ihre Zierde ab, auch ganz normale Türen im bekannt kreativen 7. werden gerne bemalt, besprüht oder anderweitig verschönert. Gut? Schlecht? Einfach durchklicken, die buntesten Türen der Stadt in Neubau bewundern und einen Kommentar hinterlassen!
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