Der französische Fotorealismuskünstler Youri Cansell und sein deutscher Kollege Andreas Pistner im Gespräch.
Wie haben sich Ihre Leidenschaft für die Graffitikunst und Ihr Können entwickelt?
Andreas Pistner: Noch bevor ich diese Kunstrichtung überhaupt kennenlernte, habe ich Namen für imaginäre Metalbands erfunden und dann auch Schriftzüge für diese entworfen. Deswegen haben auch meine ersten „Styles“ diesen spitzen Charakter, den man aus dieser Musikszene kennt. Später war ich auf der Fachoberschule für Gestaltung in Würzburg, danach habe ich mein Diplom in Illustration abgeschlossen.
Youri Cansell: Ich bin darin so gut geworden, weil ich versucht habe, jeden Tag dieselbe Motivation und Energie beizubehalten, die mich erst überhaupt einmal an die Wand gebracht hat. Ich wollte mich einfach weiterentwickeln. Sicherlich hat das auch mit Übung zu tun, aber die mentale Einstellung spielt eine große Rolle.
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Category Archives: Street Art
Die Agentur common walls und die Galerie Inoperable vermitteln Künstler, die das Stadtbild mit bunter Farbe neu beleben.
Graffiti kann vieles sein: Aneignung von Raum, ein Ausdruck persönlicher Freiheit, Kunst, mutwillige Zerstörung, politisches Statement oder ein Schrei nach Aufmerksamkeit. Kaum eine andere Kunstrichtung polarisiert wie diese. Ihre Ursprünge hat sie in den frühen 70er-Jahren. Im Stadtteil Brooklyn (New York) rebellierten Jugendliche gegen die schlechte Wirtschaftssituation und reagierten sich an abgestellten Zügen ab. Frei sein, dem Ego Raum geben und „laut“ den eigenen Namen oder ein Pseudonym in „bombings“ (3-D-Schriftzüge) auf Flächen bannen, die von vielen gesehen werden, waren ihre Absichten. Das Ziel war und ist bis heute: die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erregen.
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Das Festival Calle Libre läuft noch bis Sonntag. Eine jahrtausendealte Kommunikationsform wird kommerzialisiert, kritisiert ein Forscher.
Selten ist die Grenze zwischen Kunst und Vandalismus so schwammig wie bei Graffiti. Während der Sprayer Puber für seine „Kunstwerke“ derzeit im Gefängnis sitzt, feiert das Graffitifestival Calle Libre seit Mittwoch bis Sonntag Wien als Hauptstadt der Street-Art.
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Ursprungsform geht verloren
So ist der Wiener Street-Artist Nychos mittlerweile international bekannt, seine Werke gefragt. Er wurde 2010 in London entdeckt. Seine Kunst wird als so wertvoll empfunden, dass das Bundesdenkmalamt seine Werke als schützenswert einstuft und einige seiner Stücke im Veranstaltungszentrum Arena im dritten Bezirk unter Denkmalschutz stellen möchte. Neben Galerien interessieren sich in den letzten Jahren auch größere Museen für die junge Kunstrichtung. Die Kunsthalle im Museumsquartier etwa war eine der ersten größeren Institutionen, die sich der Street-Art annäherte und eine Ausstellung dazu kuratierte.
Der Wiener Graffitiforscher Norbert Siegl steht dieser Kommerzialisierung kritisch gegenüber. „Graffiti ist und war immer eine ganz eigene – wenn nicht die einzige – Form der Kommunikation, die nicht regulierbar war“, sagt der Psychologe, der mittlerweile seit Jahrzehnten die Wiener Sprayerszene wissenschaftlich untersucht. So machte er etwa für seine Dissertation eine Studie zu geschlechtertypischen Kommunikationsstilen bei Toilettengraffiti. In manchen Fällen könnten die bunten Bilder belebend sein, allerdings würde der ursprüngliche Sinn verfälscht. Sozialkritische oder politische Botschaften würde diese neue Kunstform kaum mehr vermitteln – auch die für die Subkultur so typische Provokation sei großteils abhandengekommen.
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Für mehrere Tausend Euro werten Immobilienentwickler unschöne Feuermauern auf – durch sogenannte Auftragsgraffiti. Die Nachfrage steigt in Österreich deutlich.
Wien. Auf der Feuermauer eines Wohnhauses in der Wiener Hornbostelgasse prangt ein vier Stockwerke großer Mann im Streifen-Sweater. Er zückt eine Polaroid-Kamera. Seine Fotos, jedes zwei Stockwerke hoch, flattern entlang der Hausfassade davon: ein blondes Mädchen, eine dunkelhaarige Frau mit Kamera, ein Selbstporträt. Das österreichisch-französische Künstlerpaar Jana & JS hat das autobiografische Kunstwerk vor zwei Jahren mithilfe von Hebebühnen angebracht. Auftraggeber war der Immobilienentwickler Jürgen Schnabl, Geschäftsführer der Baudolino Vermögensbeteiligung.
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Internationale Street-Art-Künstler geben Graz unweit des Murradweges einen neuen Anstrich: Den Anfang macht der Argentinier Felipe Pantone. Andrea Rieger
Was im Londoner Trendviertel Shoreditch internationale Stadtflaneure anlockt, lässt auch das Grazer Taggerwerk in der Puchstraße in neuen Farben leuchten: Graffiti und Street-Art. Mit dem Argentinier Felipe Pantone nimmt sich zwischen 24. und 31. Juli eine internationale Szenegröße eine 800 Quadratmeter große Außenwand des Gebäudes vor – beim dritten Livin’- Streets-Festival in Graz.
Fassade des Taggerwerks
Und die Grazer werden Augen machen: Vom Fortschritt der Arbeiten an den Wandbildern können sie sich im Vorbeifahren überzeugen. „Die Wand liegt auf der Rückseite des Taggerwerks, dem Murradweg zugewandt“, freut sich Festival-Organisator Ferdinand Oberbauer darüber, dass Pantones Arbeit vielen ins Auge stechen wird.
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