Deutscher besprühte mehrere Züge in Wiens Untergrund. Millionenschaden für Betreiber.
Ein lästiger „Gast“ der Wiener Linien sorgt derzeit im Internet für Furore in der Graffitiszene. Der vermutliche Deutsche hat ein Video veröffentlicht, dass ihm bei Spray-Attacken auf mehrere U-Bahnzüge zeigt. „Aktor“, wie er sich nennt, dürfte schon seit Längerem aktiv sein: Im Internet finden sich Bilder von ihm vom November 2013.
Die Aktionen des Deutschen sind wenig kunstvoll. Man sieht eigentlich nur so genannte Tags – Namensschriftzüge. Dabei dürfte der Mann Unterstützung haben: Zumindest ein weiterer Sprayer ist auf dem Video zu sehen, und natürlich gibt es auch einen eigenen Kameramann. Wie aktuell das Video ist, ist unklar. Der Sprayer ist teilweise in kurzer Hose und mit nacktem Oberkörper zu sehen, was eher auf einen Tatzeitpunkt im Sommer schließen lässt.
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Der französische Fotorealismuskünstler Youri Cansell und sein deutscher Kollege Andreas Pistner im Gespräch.
Wie haben sich Ihre Leidenschaft für die Graffitikunst und Ihr Können entwickelt?
Andreas Pistner: Noch bevor ich diese Kunstrichtung überhaupt kennenlernte, habe ich Namen für imaginäre Metalbands erfunden und dann auch Schriftzüge für diese entworfen. Deswegen haben auch meine ersten „Styles“ diesen spitzen Charakter, den man aus dieser Musikszene kennt. Später war ich auf der Fachoberschule für Gestaltung in Würzburg, danach habe ich mein Diplom in Illustration abgeschlossen.
Youri Cansell: Ich bin darin so gut geworden, weil ich versucht habe, jeden Tag dieselbe Motivation und Energie beizubehalten, die mich erst überhaupt einmal an die Wand gebracht hat. Ich wollte mich einfach weiterentwickeln. Sicherlich hat das auch mit Übung zu tun, aber die mentale Einstellung spielt eine große Rolle.
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Die Agentur common walls und die Galerie Inoperable vermitteln Künstler, die das Stadtbild mit bunter Farbe neu beleben.
Graffiti kann vieles sein: Aneignung von Raum, ein Ausdruck persönlicher Freiheit, Kunst, mutwillige Zerstörung, politisches Statement oder ein Schrei nach Aufmerksamkeit. Kaum eine andere Kunstrichtung polarisiert wie diese. Ihre Ursprünge hat sie in den frühen 70er-Jahren. Im Stadtteil Brooklyn (New York) rebellierten Jugendliche gegen die schlechte Wirtschaftssituation und reagierten sich an abgestellten Zügen ab. Frei sein, dem Ego Raum geben und „laut“ den eigenen Namen oder ein Pseudonym in „bombings“ (3-D-Schriftzüge) auf Flächen bannen, die von vielen gesehen werden, waren ihre Absichten. Das Ziel war und ist bis heute: die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erregen.
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Beschmierte Züge müssen mühsam händisch gereinigt werden. Der Aufwand für die Wiener Linien geht aber weit über die Reinigung hinaus. – Foto: /Wiener LinienDie Kosten für beschmierte Züge sind laut TU-Experten zehn Mal höher als bisher berechnet.
Für die einen ist es Kunst, für die anderen Vandalismus. Für die Wiener Linien sind Graffiti vor allem eines: ein teures Ärgernis.
Jährlich gibt es bei den Wiener Linien zwischen 200 und 300 Vorfälle mit Graffiti, sagt Sprecher Dominik Gries: „Es vergeht kaum eine Woche, bei der wir nicht gemeinsam mit der Polizei einen Graffiti-Täter auf frischer Tat ertappen. Oft können diesenm auch andere Taten nachgewiesen werden.“
Die besprühten Züge müssen aus dem Betrieb genommen und aufwendig gereinigt werden. Den geschnappten Sprayern wurden bisher nur die Reinigungskosten verrechnet. Doch diese Züge müssen auch in die Remise überstellt und Ersatzgarnituren bereitgestellt werden. Laut einer TU-Studie im Auftrag der Wiener Linien kamen die Verkehrsbetriebe im Jahr 2013 so auf Kosten von 3,2 Millionen Euro. Die Reinigungskosten selbst machten mit 307.000 Euro weniger als ein Zehntel aus, den Löwenanteil machten die Kosten für die Ersatzzüge aus.
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Skero macht nicht nur Musik, sondern auch Graffitis. Am 11. Juli arbeitet er mit dem Roten Kreuz.
Du hast gerade dein zweites Soloalbum veröffentlicht. Länger als mit der Musik beschäftigst du dich aber mit Graffiti. Was fasziniert dich daran?
Bei Hip Hop (und Graffiti ist ja eines der vier Elemente des Hip Hop) geht es darum, mit geringsten Mitteln seine Kreativität umzusetzen. Jeder kann sofort loslegen. Man braucht nur im Baumarkt ein paar Dosen kaufen, stellt sich zur sich zur nächsten Wand und kann schon üben.
Was sagst du zu dem Vorwurf mancher Kritiker, Graffiti sei „Urbanes Revierpinkeln“?
Graffiti ist keine reine Gratis-Behübschung. Es ist Werbung für seine eigene Person. Ich werde auch täglich von 100.000 Werbeplakaten belästigt, die ich nicht sehen will und für die ich auch noch zahlen muss.
Und was ist mit viel kritisierten Taggen? (Bloßes Anbringen des Signaturkürzels, Anm.)
Meiner Meinung nach haben manche Leute von der Mutti zu wenig Aufmerksamkeit bekommen und versuchen, sie sich so wieder hereinzuholen. Das trifft dann auf die Horrorvorstellung konservativer Menschen, die fürchten, jetzt könnte auch ihr Auto betaggt werden. Aber so etwas passiert dann ja doch nicht.
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Keine Chance für Tauben, Ameisen und Graffiti-Sprayer: So bleibt das Haus schön.
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Graffiti-Schutz für die Fassade
Für die einen ist es Kunst, für die anderen Sachbeschädigung: In größeren Städten wird auch Graffiti immer mehr zum Problem. „Die selbstgemischten Farben werden immer besser und sind daher immer schwieriger zu entfernen. Wenn abwaschen nicht möglich ist, muss man mit einer Schleifmaschine oder einem Sandstrahlgerät arbeiten“, sagt Karl Schmidt, Experte für Oberflächenschutz. Daher ist es wichtig, bis zu einer Höhe von drei Metern einen Schutzanstrich aufzubringen. Diese Imprägnierung verhindert, dass die Farbe der Sprayer in den Beton, den Stein oder den Putz eindringt. „Zwei bis drei Mal kann man drüberstreichen. Dann wird alles bis auf den Putz abgewaschen und ein neuer Schutzanstrich aufgebracht“, erklärt Schmidt.
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„Die rosa Knackwürste des Sprayers HNRX stießen in Wien ungut auf. Und wurden übersprayt: „Wien liked dich nicht, du Würstel!“ Mein Hinweis, dass dem jungen Fremden mit dem Hintern ins G’sicht gefahren wurde, missfiel einer szenekundigen Blog-Leserin: „HNRX hat praktisch nichts mit Graffiti zu tun, sondern fährt ein ziemlich straightes Street-Art Konzept.“ Er selbst hat zwanzig Jahre alte Bilder von Graffiti-Legenden übermalt und Taggs von anderen Sprühern mit seinen Stickern überklebt. Du Oasch!“
Quelle: kurier.at
Ein 30-Jähriger soll ganz Wien mit seinem Schriftzug „Puber“ vollgesprüht haben. Die Anklage ist aber teils lückenhaft, kritisiert der Richter
Wien – Renato S. hat es geschafft – er ist eine Berühmtheit. Unter seinem Künstlernamen. Denn selbst Richter Wilhelm Mende ruft zu Prozessbeginn zur „Strafsache Puber“ auf und verwendet nicht, wie üblich, den vollen Namen des Angeklagten.
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Geparkter City-Shuttle wurde in St.Valentin zu Graffiti-„Opfer“. Polizei hofft auf Hinweise aus Bevölkerung.
Graffiti-Sprayer haben wieder einmal den Bahnhof von St.Valentin im Bezirk Amstetten heimgesucht. Zwei Waggons eines Personenzuges wurden großflächig besprüht. Erst Mitte März haben unbekannte Vandalen an einem abgestellten Zug im St. Valentiner Bahnhofsbereich einen Schaden von 20.000 Euro angerichtet.
Wann die verkappten Künstler ihre farbigen Schriftzüge , unter anderem mit den Worte „Citrus“, „Curtis“ oder „Bones“ auf die zwei Waggone des City Shuttles gesprüht haben, ist unklar. Der Zug befand sich zwischen vergangenen Samstagmittag und Dientagfrüh auf einem Hinterstellungsgleis im Bahnhofsgelände. Auch zwei auffällige als Persiflage gedachte Köpfe von einem Wolf und einem Schaf (siehe Bilder) sind auf den Graffitis zu erkennen.
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Die Wiener Linien sollen für die schweren Verletzungen von David A. zahlen.
Ob der Mitarbeiter der Wiener Linien einen Stein nach dem flüchtenden Graffiti-Sprayer David A. geworfen hat, ist weiterhin unklar – es steht Aussage gegen Aussage. Fakt ist aber, dass der 28-jährige Familienvater seit dem Vorfall am 24. April im künstlichen Tiefschlaf in einem Wiener Spital liegt. Er hatte gemeinsam mit einem weiteren Sprayer in der besagten Nacht eine U-Bahngarnitur besprüht und wurde dabei von zwei Mitarbeitern der Wiener Linien gesehen.
Die Sprayer ergriffen die Flucht über die Gleise in Wien-Hütteldorf. Während sein Freund entkommen konnte, stürzte David A. auf die Gleise und wurde von den Öffi-Mitarbeitern eingeholt. Weil er zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr richtig sprechen konnte, kam er sofort ins Krankenhaus. Diagnose: Doppelter Schädelbruch, Jochbeinbruch und Gehirnblutungen. Bevor er das Bewusstsein verlor gab er gegenüber der Ärztin noch an, dass das Öffi-Personal bei der Flucht Steine nachgeworfen hat, die ihn am Kopf so schwer verletzten. Im Polizeibericht steht aber, dass die Verletzung von einer der Befestigungsschrauben auf den Trassen stammen könnte – die Wunden würden zur Größe der Schrauben passen. Doch selbst wenn das stimmt, werden die Wiener Linien mit einer Schadenersatzklage rechnen müssen, sagt der Anwalt von David A., Michael Vallender.
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