Gleich mehrere Leserinnen und Leser meldeten sich in der Vorwoche mit dem Hinweis bei der NÖN, dass ein unbekannter Künstler die Natur im Raum Waidhofen derzeit als Freiluftatelier für seine Kunstwerke nutzt.
Dank akribischer polizeilicher Kleinarbeit konnte ein Tätertrio ausgeforscht werden, das in Berndorf sein Unwesen getrieben hatte.
Einen großen Erfolg kann die Berndorfer Polizei verbuchen, denn sie konnte die Vandalen ausforschen, die seit einiger Zeit in der Kruppstadt ihr Unwesen trieben und erhebliche Schäden anrichteten.
Erleichtert reagieren die Bürger auf die Tatsache, dass man die Sprayer ausgeforscht hatte, die etwa Plakatwände, Buswartehäuschen, Bahnhöfe und Zeitungsständer mit ihren Schriftzeichen besprühten und sogar vor etlichen Fassaden nicht Halt gemacht hatten. So wie beispielsweise an der Hausmauer der Pizzeria Valentino.
Verkehrszeichen, Hauswände, Hochwasserschutzmauer besprayt: Ein 14-Jähriger aus Lilienfeld richtete 6.500 Euro Schaden an. Die Allgemeinheit muss mitzahlen.
Es war sichtlich der Reiz des Verbotenen, endete jedoch in einer Straftat.
Die Polizeiinspektion Lilienfeld forschte jenen unbekannten Täter aus, der in den vergangenen Monaten immer wieder mit Lackspray und Acrylstiften diverse Verkehrszeichen, den Hochwasserschutz, die Mauer beim Freibad, ein Garagentor und diverse Hauswände beschmierte. Eine Beobachtung einer Zeugin brachte einen wichtigen Hinweis auf den Täter. Der Verdächtige wurde von der Polizei befragt und zeigte sich geständig.
Sarah „SIUZ“ Kupfner präsentierte sich als vielseitige Künstlerin.
„Schon als Zwölfjährige war ich bei der Einfahrt nach Wien im Bereich des Gürtels begeistert von den Graffitis“, erzählt Sarah Kupfner, Künstlername SIUZ, wie sie zur Sprühdosenkunst gekommen ist und in der sie sich weiterbildete.Bei bzw. nach dem Architekturstudium war vorerst Schluss, aber dann ließ sie dieses Genre nicht mehr los und sie konzentrierte sich ganz auf diese Kunst, die sie seit einigen Jahren im wahrsten Sinn des Wortes professionell ausübt – in ihrem Studio in der Schillerstraße ebenso wie in der Halle und im Freien (hinter dem Smart-Hotel, jederzeit zugänglich).
Der Künstlername „Siuz“ steht für Graffiti, die Sarah-Maria Kupfner gerne auch als Auftragsarbeit ausführt.
Graffiti-Künstler (wenn sie mit Sprühdosen arbeiten, auch „Sprayer“ genannt) werden unterschiedlich wahrgenommen – vor allem wenn sie im öffentlichen Raum illegal Flächen verzieren, werden sie gerne als Vandalen diffamiert.
Spätnachts schlenderte Markus V. (Name von der Redaktion geändert) mit seinem Rucksack am Rücken durch Pressbaum, als ein Streifenwagen an ihm vorbeifuhr. Da die Polizei in der Stadtgemeinde in der Vergangenheit vermehrte Kontrollen durchgeführt hatte, weil sie Graffitisprayern auf die Schliche kommen wollten, hielten die Beamten der Polizei Pressbaum an und kontrollierten den jungen Mann.
Damit trafen sie ins Schwarze, und ihre Arbeit war von Erfolg gekrönt: Der junge Mann öffnete seinen Rucksack, darin befanden sich mehrere Spraydosen und Lackstifte. Da war klar: Das muss ein Sprayer sein.
FP-Landtagsabgeordneter Dieter Dorner vor dem bereits gereinigten Triebwagen.
Ein unfassbarer Vandalenakt erschüttert zahlreiche Eisenbahnfreunde aus nah und fern: Am vergangenen Dienstag wurde ein Dieseltriebwagen der Reihe 5145 (Blauer Blitz) im Eisenbahnmuseum Heizhaus von derzeit unbekannten Sprayern verunstaltet.
Krakelige Handschrift, Schmierereien und das Logo des „Wu-Tang-Clans“, einer Hip-Hop-Gruppe aus den USA – bislang unbekannte Täter trieben vergangenen Dienstag am Pöchlarner Bahnhof mit Spraydosen ihr Unwesen und versuchten sich als Graffiti-Künstler.
Dabei kletterten sie vermutlich über die Umzäunung eines Abstellgleisbereiches, um auf den hinteren Bereich des Bahnhofsgeländes zu kommen. Ein abgestellter Tunnelrettungszug sowie eine Auffahrtsrampe und zwei Bahnschwellen besprühten die Vandalen. Die Schadenssumme ist derzeit noch nicht bekannt.
Graffiti schmückt die Wand bei der Unterführung der Südumfahrung.
Seit einiger Zeit schmückt ein Gemälde die Wand der Unterführung der Steinakirchner Umfahrung Richtung Edla. Ein Waidhofner Künstler sprayte das Werk im Rahmen des Musiccamps in Steinakirchen.