Ruht Wien auf einem Schatz? Ein Mauerstück mit der Signatur des stadtbekannten Sprayers „Puber“ wurde gestern im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s überraschend um 3,4 Millionen US-Dollar versteigert. Den Zuschlag erhielt ein renommierter Kunstsammler aus London.
Zur Versteigerung eingereicht wurde das Mauerstück vom Wiener Hausmeister Franz T. aus Ottakring. Dieser zeigte sich gegenüber der Tagespresse verblüfft: „Als ich das Graffiti letzte Woche entdeckt habe, dachte ich mir nur: ‚Schon wieder so eine Schmiererei.’ Ich hab gar nicht gewusst, was ich für ein Glückspilz bin.“
T. wollte das kostbare Werk bereits übermalen: „Meine Frau hat mich aber Gott sei Dank davon abgehalten und vorgeschlagen, es an ein Auktionshaus zu schicken.“
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*Anmerkung: Die Tagespresse ist ein österreichisches Satiremagazin.
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„Das ist sich zumindest die Exekutive sicher, die den Sprayer bereits kennt und nur noch darauf wartet, ihn auf frischer Tat festnehmen zu können.
Wie der Kurier meldet, hat der Schmierfink, der in der Josefstadt begonnen hat, praktisch alle Häuser mit seinem Zeichen zu beschmieren, auch in der Szene keine Freunde. Er übersprayed andere Werke, macht die Szene angreifbar. Mit ‚Puh-Bär, reiss dich zamm‘ kontern diese seinen ‚Graffitis‘.
Der Schaden, den der 29-jährige Schweizer in Wien bereits angerichtet hat, liegt über 50.000 Euro. Sieht jemand den Sprayer bei der Arbeit, soll man die Polizei rufen. Der Puber-Schmierer gilt als gefährlich und hat schon Gefängnisaufenthalte hinter sich.“
Quelle: 1080-wien.at
Am 20.02.2014 um 04.25 Uhr sahen Polizeibeamte drei Graffiti Sprayer wie sie gerade eine Hausmauer in der Skodagasse besprühten. Als die jungen Männer die Beamten erblickten, flüchteten sie zu Fuß. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Polizisten den 23–jährigen Boris P. anhalten und festnehmen. Im Zuge der Festnahme attackierte Boris P. die Polizeibeamten und verletzte einen Polizisten leicht. Der Beschuldigte wurde mehrfach angezeigt. Nach den anderen beiden Personen wird gefahndet.
Presseaussendung
vom 21.02.2014, 12:16 Uhr
Quelle: polizei.gv.at
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Künstler-Kooperationen haben bei ABSOLUT VODKA eine lange und traditionsreiche Geschichte—von Andy Warhol mit seinen bunten Siebdrucken über Keith Harings comichafte Neuinterpretation der ABSOLUT-Flasche bis hin zur jüngsten Zusammenarbeit mit Musiker Woodkid haben sich bereits diverse Größen der internationalen Künstlerszene mit der Marke rund um die berühmte Wodka-Flasche beschäftigt.
Dabei stand für ABSOLUT—genau wie für die beteiligten Künstler—immer schon die Echtheit und Direktheit des künstlerischen Ausdrucks im Vordergrund. Und weil ABSOLUT diese Tradition der Künstler-Koops jetzt auch nach Österreich holen wollte und es hierzulande kaum jemanden gibt, der authentischer und direkter ist als Street-Artist Nychos, hat ABSOLUT ihn kurzerhand um ein Bild gebeten.
Die Vorgabe: EIne ABSOLUT-Flasche. Das Ergebnis: Ein Gemälde, das—im wahrsten und bildlichsten Sinn des Wortes—jeden Rahmen sprengt. In Kürze wird die gesamte Kunst und ihre komplette Entstehungsgeschichte hier in diesem Channel vorgestellt; mit Fotogalerie, Video und jeder Menge Eindrücken drum herum.
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Den kompletten Artikel gibt es hier bei VICE.
Auch ein Elektrosteuerwagen wurde in Übelbach „verziert“
BEZIRK GRAZ-UMGEBUNG. Unbekannte Täter besprühten in der Nacht zum Dienstag auf dem Bahnhofsgelände in Übelbach eine Zuggarnitur und einen Elektrosteuerwagen mit Graffiti.
Die Vandalen schlugen in der Zeit von Montag, 21 Uhr, und Dienstag, 4.30 Uhr, zu. Sie verunstalteten einen am Bahnhofsgelände in Übelbach abgestellten Elektrotriebwagen auf der gesamten Länge von etwa 42 Metern. Auch ein abgestellter Elektrosteuerwagen wurde auf einer Länge von etwa zehn Metern besprüht. Es waren die Schriftzüge „Ramos“ und „Ramos 69!“ sowie die Worte „FUCK COPS!“ zu erkennen.
Quelle: regionews.at
„Festnahme | Die Polizei hat im Bezirk Wiener Neustadt einen Graffiti-Sprayer ausgeforscht. Der 24-Jährige soll in den Gemeinden Sollenau und Felixdorf insgesamt eine fünfstellige Schadenssumme verursacht haben.
Bei der Einvernahme war der junge Mann zu neun Sachbeschädigungen an öffentlichen Einrichtungen geständig, berichtete die NÖ Landespolizeidirektion am Donnerstag. Die durch die Graffiti entstandene Schadenshöhe wurde mit einem fünfstelligen Eurobetrag beziffert.
Der Verdächtige war am 2. Jänner gegen 8.00 Uhr festgenommen worden. Im Rahmen der Ermittlungen wurden dem 24-Jährigen auch mehrere Suchtmittelmissbräuche nachgewiesen. Der junge Mann wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.“
Quelle: noen.at
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BEZIRK KITZBÜHEL. In der Zeit zwischen 23. und 24. Dezember wurde in Jochberg im Bezirk Kitzbühel durch unbekannte Täter an der Hausmauer eines Vereinsheims ein Graffiti angebracht. Das gab die Polizei am Dienstag bekannt. Die Höhe des dadurch entstandenen Sachschadens ist derzeit unbekannt.
Quelle: regionews.at
„OG-Crew“, „8th Mile“, „Fuck the System“, oder „A.C.A.B“ sprühten die Unbekannten auf die Außenmauern des Mehrzweckgebäudes und der alten Volksschule
BEZIRK INNSBRUCK-LAND. Im Zeitraum von 4. bis 9. Dezember beschmierten bislang unbekannte Graffiti-Sprayer das Mehrzweckgebäude beim Sportplatz in der Gemeinde Aldrans. Dabei wurden u.a. die Schriftzüge OG-Crew, 8th Mile, Fuck the System, MDMA und A.C.A.B auf die Wände gesprüht.
Der Spurenlage zufolge, gingen die Verdächtigen anschließend vermutlich zu Fuß ins Ortszentrum. Dabei brachten sie weitere Graffiti-Motive an Straßenlaternen, Kästen und Betonmauern an. Vermutlich dieselbe Täterschaft verunstaltete in der Nacht auf den 9. Dezember die Außenmauern des „alten“ Volksschulgebäudes. Auch eine hölzerne Sitzbank neben dem Schulgebäude wurde mit schwarzem Spray „verziert“.
Quelle: regionews.at
Hard – In der Nacht auf Sonntag haben unbekannte Graffiti-Sprayer in den Seeanlagen in Hard zugeschlagen. Die Polizei bittet um Hinweise.
In der Nacht zum Sonntag besprühten bisher unbekannte Täter in den Seeanlagen sowie in der Seestraße mehrere Objekte mit einem pinkfarbenen Spray. Neben der Metallfassade des ‘Café am See’ wurden zwei Betonskulpturen, Parkbänke, öffentliche WC-Anlagen, Verkehrsschilder und die Postkästen eines Mehrfamilienhauses verunreinigt.
Die Graffiti beinhalteten die Schriftzüge “FUCK Tailors”, “FUCK KAY”, “KING”, “Bushido” und “Gay one.
Die Polizei-Inspektion Hard ersucht Personen, die Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, sich unter der Telefonnummer +43 (0) 59 133 8125 zu melden.
(VOL.AT/Polizei)
Quelle: vol.at
Zwischen Selbstüberhöhung und verbotenen Orten: Schlaglichter aus Wiens Graffiti-Szene
Die Gesichter sind verhüllt. Niemand würde sie erkennen. Es geht um Minuten und Sekunden. Mehr Zeit haben sie nicht. Ihr lauter Herzschlag ist die motivierende Musik. In jedem Augenblick könnte ein Security auf sie aufmerksam werden und sehen, was sie mit dem Wagon anstellen. Nervös schütteln sie die Farbdosen. Blau, Grün, Gelb, Pink, Violett, Rot – ihre bunten Farbwaffen sind bereit zum Abschuss. Jemand presst seinen zitternden Zeigefinger auf den Druckknopf der Farbdose, das Ventil öffnet sich und die Farbe beginnt ihr Spiel mit den Luftpartikeln. Mit kreisenden, hektischen Bewegungen malt er seinen Namen auf den glänzenden Wagon. Die Farben vermischen sich und werden eins.
Szenen wie diese spielen sich in Wiens Straßen und U-Bahn-Stationen beinahe täglich ab. Graffiti sind vom Stadtbild genauso wenig wegzudenken wie Fiaker, Würstelstände oder der Stephansdom. Besprühte Fassaden, Parkbänke und Mülltonnen begegnen den Bewohnern auf ihren alltäglichen Wegen und hinterlassen die verschiedensten Eindrücke – Empörung, Begeisterung, Gleichgültigkeit. Nicht erst seit der umstrittene Sprayer Puber seinen Schriftzug in der ganzen Stadt verbreitet, gehen die Meinungen zur Grafffiti-Szene auseinander. Nur selten bleibt jedoch jemand stehen und denkt darüber nach, wie ein bestimmtes Bild entstanden ist oder was es bedeutet.
Graffiti als Unterschrift
Für Patrick S. (der lieber anonym bleiben möchte) sind Graffiti mehr als Farbschichten auf der Wand. „Wer sich in der Szene auskennt, liest ein Graffiti wie eine Unterschrift. Mit etwas Übung kann man erkennen, wer es gemacht hat, welcher Crew er angehört und wie erfahren er ist.“ Der 26-Jährige ist selbst seit einigen Jahren als Sprayer aktiv – eine Tatsache, die man dem Wiener Studenten mit dem aufmerksamen Gesicht und der unauffälligen Kleidung nicht sofort ansieht. Mit seiner leisen Stimme und seiner bedachten Art entspricht er nicht dem Klischee eines narzistischen Randalierers. Sein Sprayername besteht nur aus vier Buchstaben: kurz und knapp, gemalt in wenigen Sekunden. Diesen hat er mittlerweile an vielen Stellen verbreitet. Er ist fasziniert von der Idee, eine fremde Stadt zu besuchen und dort auf Schriftzüge von Freunden zu stoßen.Dieses Markieren von Orten mit dem eigenen Namen wird in der Szene taggen genannt. Es hat seinen Ursprung im New York der 1980er-Jahre. Das Phänomen begann mit einem Fahrradboten, der sein Kürzel während der täglichen Route auf zahlreichen Wänden hinterließ. Dieses Vorgehen wurde oft kopiert, wobei die Tags immer kreativer und aufwändiger wurden. Hauptgedanke dabei ist, den eigenen Namenszug überall in der Stadt und an so riskanten Orten wie möglich anzubringen.Schweizer Sprayer Puber macht sich Feinde
Wer zurzeit in Wien mit offenen Augen durch die Straßen geht, kommt am Pseudonym Puber kaum vorbei. Der Schweizer Sprayer wird längst per Haftbefehl gesucht und gilt als besonders respektlos, da er auch Werke anderer Tagger übersprüht. Damit bricht er ungeschriebene Regeln der Graffiti-Szene und ist auch bei Patrick S. unbeliebt: „Puber übertreibt maßlos, schmiert an Schaufenster und kennt keine Abgrenzung. Ich kann nachvollziehen, dass er seinen Namen überall sehen möchte, aber das kann man auch anders machen, dezenter.”
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Den kompletten Artikel gibt es hier.

