
„Wien braucht neue Heilige“ Um diese, Ihre Meinung an Mann und Frau zu bringen, sprayt eine Künstlerin deren Gesichter auf Kartons und hängt die Werke in der ganzen Stadt auf.
Zum Abschluss des Calle Libre Street Art Festivals gibt es am Freitag und Samstag Führungen an Schauplätze der Wiener Straßenkunst. Dabei sollen auch Straßenkünstlerinnen und -künstler vor den Vorhang geholt werden.
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Besprühte Hausfassaden in allen Farben: Ganze Straßenzüge sind derzeit mit illegalen Graffiti besprüht. Im vierten Bezirk hat eine Anrainerin laut „Kronen Zeitung“ 60 davon in nur zwei Wochen dokumentiert. Laut Polizei gibt es in ganz Wien einen Anstieg.
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Wie vergänglich Street-Art ist, zeigt sich am Bauzaun des Wien Museums. Dort endet der erste Teil der „Urban Nature“-Ausstellung. Heute findet noch eine Finissage statt, nach dem Wochenende wird das riesige Werk von El Jerrino und Video & Scrke mit neuer Kunst übermalt.
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Banksys Street-Art-Werke sind weltberühmt. Ein Wiener Sprayer möchte in seine Fußstapfen treten: Tabby verdient mit seinen systemkritischen Bildern bereits tausende Euro. Er ist nicht nur in Wien, sondern auf der ganzen Welt unterwegs – nicht immer legal.
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Der „Eisbär“ in Favoriten war eines der bekanntesten Wandbilder Wiens. Nun hat der Street-Art-Künstler Nychos sein eigenes Werk übermalt und ein neues gesprayt. Es hätte schon früher fertig werden sollen, doch es kam zu einem Feuerwehreinsatz.
„Alter, ich bin mit dem Eisbären aufgewachsen“, beschwerte sich ein Anrainer, als Nychos sein Bild an der Fassade des Hauses in der Knöllgasse/Quellenstraße übermalte. „Dann kannst du erst sechs Jahre alt sein“, lachte der Wiener Künstler.
Die Farbe war durch die Sonne bereits ausgeblichen. Für den international erfolgreichen Sprayer war es höchste Zeit, etwas Neues in Wien zu malen. Das neue Werk „Love, Life and Death“ zeigt einen Engel, darunter ein „transluzentes“ Paar, erklärt Nychos, und unten „chillt der Tod und ist megagelangweilt“. Es soll eine Hommage an den Jugendstil sein und an die Plakate des tschechischen Künstlers Alfons Mucha erinnern.
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