Das Wiener Kunstprojekt #ArtWall in der base19 zeigt, dass auch in Zeiten immer größerer Regulierungen Freiraum für Kunst geschaffen werden kann. Im Wiener Studierendenheim base19 dürfen Künstlerinnen und Künstler seit einigen Wochen vorab definierte und freigegebene Wände in den öffentlichen Bereichen gestalten. Wandmalereien von expressionistischer Art bis hin zu anspruchsvollem Graffity erfreuen die rund 500 studentischen Bewohnerinnen und Bewohner. Gleichzeitig wird den Kunstschaffenden Raum gegeben, um sich mit der Verbindung von Bildung und Kunst auseinanderzusetzen und so auch für sich selbst an Referenzobjekten zu arbeiten. (…) Weiterlesen auf base19artwall.wordpress.com
Die Linzer Streetart- und Graffiti-Szene möchte nicht länger nur im Untergrund agieren. LINZ (jog). Der Linzer Hafen ist eigentlich kein klassisches Ausflugsziel, wenn man als Tourist in der Landeshauptstadt verweilt. Die hauptsächlich von Industrie- und Bürogebäuden geprägte Gegend hat allerdings in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Das Boxxoffice hat unter anderem mit den Bubble Days eine Plattform für Streetart im öffentlichen Raum geschaffen. Internationale Künstler verwandelten in den vergangenen Jahren die Fassaden der grauen Industrie- und Bürogebäude im Hafen in eine sehenswerte Touristenattraktion, zu der mittlerweile eigene Bootstouren angeboten werden. Davon inspiriert, wollen immer mehr junge Menschen in die Szene eintauchen. Doch in Linz fehlt ihnen vor allem eines: freie, legale Flächen. „Mir sind sieben freie Wände in Linz bekannt. Viele dieser Flächen sind am Stadtrand oder nicht sichtbar. Wenn wir mit Atemschutzmasken in einer dunklen Unterführung stehen, machen Passanten einen ziemlich weiten Bogen um uns herum. Das stellt uns in ein Eck des Vandalismus und der Sachbeschädigung“, sagt Hannes Puchner vom Linzer Graffitikünstler-Kollektiv OneTwoCrew. Im Rahmen des diesjährigen Nextcomic-Festival diskutierte er im Rahmen einer Podiumsdiskussion über Kunst im öffentlichen Raum. „Die Stadt würde von Streetart an prominenteren Plätzen profitieren. So würde vielleicht auch ein stärkerer Dialog mit den Künstlern entstehen“, sagt Harald Renner, Mitorganisator des Festivals. (…) weiterlesen auf meinbezirk.at
Bezirk Linz Land Bislang unbekannte Täter beschmierten im Zeitraum vom 19. bis 20.0 April 2015 im Gemeindegebiet von Hörsching insgesamt fünf Verkehrszeichen, einen Altkleidercontainer, mehrere Hausfassaden von Gebäuden und einer Bushaltestelle sowie einen Post- und Telegraphenmasten, eine Ersatzhaltestelle und die Fassade eines Abbruchhauses. Die unbekannten Täter besprühten die Gebäude usw. mit einer grünen und schwarzen Lackfarbe und verursachten dadurch erheblichen Sachschaden. Zeugen mögen sich bitte an die Polizeiinspektion Hörsching unter der Telefonnummer 059 133/ 41 34 melden. Presseaussendung vom 24.04.2015, 06:12 Uhr
Quelle: www.polizei.gv.at
(…) Botschaften an der Wand Es zieht uns weiter, denn der Donaukanal hat noch viel mehr zu bieten. Beispielsweise bietet er auch Platz für urbane Straßenkunst Mit dem Projekt WienerWand wurde Platz für all jene geschaffen, die sich gerne mit der Spraydose künstlerisch austoben. 3 Kilometer lang ist die Wand und während wir daran entlang spazieren entdecken wir zahlreiche Meisterwerke. An dieser Stelle müssen wir zugeben, Graffiti gefällt uns, wenn auch nicht auf unseren Fahrzeugen oder in unseren Stationen oder sonstiger Infrastruktur. Legale Graffiti-Wände, und davon gibt es in Wien mehrere, bieten aber die ideale Alternative sich künstlerisch zu betätigen und das Ganze auch noch legal. Gar nicht mal schlecht, finden wir. Immerhin blickt Graffiti auf eine jahrhunderalte Geschichte zurück. Höhlenmalereien, ägyptische Grabstätten, biblische Bildzyklen in Kirchen, Inschriften, Markierungen und »Kritzeleien« an antiken Bauwerken, die bei Ausgrabungen zum Vorschein kamen – wie zum Beispiel Pompeji, dessen Flächen reich an witzigen Texten, Parolen und anzüglichen Zeichnungen sind – machen eines klar: Wände wurden schon immer als Kommunikationsform benutzt. Eines der bekanntesten »Zeichen an der Wand« ist wohl der Fisch, der zu Zeiten der Christenverfolgung als Identifikation diente. Auch die heutigen Graffiti sind Ausdrucksmittel und geben vieles über Gesellschaft, Umgangssprache und politische Ausrichtungen preis. Wir spazieren weiter und kommen aus dem Schauen nicht heraus, aber das nächste Ziel wartet schon auf uns. (…) weiterlesen auf blog.wienerlinien.at
Vier junge Verdächtige sollen in der Nacht auf den 2. April in neun niederösterreichischen Gemeinden 45 Graffitis hinterlassen und so einen Schaden von über 25.000 Euro angerichtet haben. Sie wurden eine Woche nach der Tat ausgeforscht.
Die vier Bekannten streiften durch Leobersdorf, Günselsdorf, Schönau an der Triesting, Hirtenberg, Kottingbrunn, Enzesfeld, Sollenau, Felixdorf und Matzendorf und besprühten unter anderem Schulen, Gemeindeämter, einen Bahnhof, Banken und Wohnhäuser. Insgesamt 45 Sachbeschädigungen wurden entdeckt, die Zahl 23 und das Wort „West“ waren mehrmals zu lesen. (…) weiterlesen auf heute.at
Sachbeschädigungen durch Graffiti in Wiener Neustadt und Bezirk Neunkirchen geklärt Bedienstete des Stadtpolizeikommandos Wiener Neustadt konnten am 4. März 2015, gegen 03.10 Uhr, einen 19-Jährigen und einen 20-Jährigen, beide aus dem Bezirk Neunkirchen, anhalten, nachdem sie eine Hausmauer im Stadtgebiet von Wiener Neustadt mit Graffiti besprüht haben sollen. Ein weiterer vorerst Unbekannter konnte flüchten. (…) weiterlesen auf wn24.at
Graffitikünstler werden in der öffentlichen Wahrnehmung eher negativ gesehen. Dass das nicht so sein muss, hat die Direktion des Linzer Hafens gezeigt. Dort entsteht gerade die Kunst und Kulturmeile von Linz.
Das Video dazu gibt es hier.
Zwei Graffiti-Sprayer sind in der Nacht auf Samstag in Wien-Döbling auf frischer Tat von Sicherheitsmitarbeitern ertappt worden. Die beiden 26-Jährigen besprühten 50 Quadratmeter Fläche eines Zuges in der U4-Endstation Heiligenstadt. Sicherheitsmitarbeiter entdeckten die beiden Männer um 2.42 Uhr in der Muthgasse bei der U4-Endstation Heiligenstadt. Einer der beiden ließ sich anhalten und wartete auf das Eintreffen der Polizei, sein Kompagnon flüchtete. Vier Securities verfolgten den Mann und erwischten ihn. Sie hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest, dabei wurden der Verdächtige und zwei der Sicherheitsleute verletzt. Ein Rucksack mit Spraydosen wurde konfisziert. (…) weiterlesen auf orf.at
Mehr dazu hier:
– austria.com
– heute.at
– regionews.at
– oe24.at
Diese Graffiti-Schmierereien sollen bald der Vergangenheit angehören
Eine groß angelegte Aktion soll die Kunst im öffentlichen Raum fördern und wild angebrachten Graffitis Einhalt gebieten
In den letzten Jahren hat sich viel getan am Donaukanal. Dank der Umsetzung erfolgreicher Konzepte wurde der komplette Bereich verschönert und der Raum für Freizeitnutzung erfolgreich vergrößert. Der Donaukanal ist beliebt wie nie zuvor – auch bei Touristen. Einziger Dorn im Auge: wild angebrachte Graffitis, die das Gesamtbild stören. Damit soll nun Schluss sein. Eine geplante Umgestaltung sieht vor, dass die Graffitis entlang des Donaukanals mit Streetart übermalt werden. “Wir haben international renommierte Streetart Künstler, wie “Don Fernando” aus dem spanischen Alicante eingeladen, um die Wände am Donaukanal neu zu bemalen. Damit können wir den Schmierereien Einhalt gebieten und den öffentlichen Mehrwert steigern. Der ganze Bereich soll in eine graffitifreie Wohlfühloase umgestaltet werden”, so ein Sprecher. Auch der mexikanische Street-Artist Hulio Pollo wird für das Projekt zum ersten Mal Wien besuchen. Die Malaktion am Donaukanal soll Teil einer schrittweisen Umgestaltung des Donaukanals sein, über die sich nicht nur die Anrainer freuen werden. Detaillierte Vorgaben zur Nutzung und Belebung des Donaukanals bestehen bereits seit einigen Jahren. So wurde schon Anfang März über weitere Projekte, wie die Schwimmenden Gärten und ein Gastronomiegroßprojekt berichtet. (…) weiterlesen auf wiennews.wordpress.com
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EDIT:
Für alle die es bis jetzt noch nicht bemerkt haben: Dieser Artikel ist ein Aprilscherz und frei erfunden.
Der Donaukanal wird (glücklicherweise) nicht von „renommierten“ Street-Art Künstlern neu gestaltet. Wir wollten mit diesem Artikel einen Denkanstoß setzen. Schließlich gab es in jüngster Vergangenheit zahlreiche Projekte, die eine ähnliche Intention, wie das im Artikel beschriebene Beispiel verfolgten.
Die vielen Reaktionen zeigen aber auch, dass eine solche Aktion leider nicht so realitätsfremd ist, wie es aus unserer Sicht wünschenswert wäre.
Danke für die zahlreichen Kommentare!
PS: Don Fernando und Hulio Pollo haben ihren Wien-Besuch abgesagt.