„Wien: Donaukanal | Sie sprühen auf alte Hausfassaden, Eisenbahn- und U-Bahn Waggons und an Orte und Stellen, an die es, je nach Schwierigkeitsgrad, schwer ist heranzukommen. Durch Projekte wie „Wiener Wände“ sollen sich Sprüher mit legalen Graffiti-Flächen beschäftigen, um keinen größeren Schaden entstehen zu lassen. Die neuen Bearbeitungsflächen finden sich an Brücken und in Parks. Dabei gilt: je künstlerischer, desto besser. Ein Spaziergang entlang des Wiener Donaukanals zeigt jüngst entstandene Arbeiten.“
Quelle: meinbezirk.at
Category Archives: Presse
Graz, Bezirk Lend. – In einer Waschanlage der ÖBB wurden acht Waggons mit Farbe beschmiert (Graffiti). Es entstand erheblicher Sachschaden.
Die Personenwaggons waren zwischen 25. Oktober und 4. November 2013 in der Waschanlage abgestellt. Durch das Beschmieren entstand ein Schaden von über 5600 Euro.
Presseaussendung
vom 07.11.2013, 08:34 Uhr
Quelle: polizei.gv.at
Wiener Graffiti Szene und Graffiti-Ausstellung am Wiener Westbahnhof (1998)
Impressionen der Graffitis am Wiener Donau-Kanal und Interview mit Passanten in der U6-Station Westbahnhof
Das komplette Video gibt es hier.Quelle: Screenshots / mediathek.at
SCHREMS, GMÜND, BEZIRK NEUSIEDL AM SEE / Polizei chauffierte gestrandeten Burgenländer zum Bahnhof, ahnungslos, dass dieser zuvor die Inspektion Schrems beschmiert hat.
Von Jutta Hahslinger
„Die blauen Hände sind mir sofort aufgefallen“, erinnert sich ein Waldviertler Polizeibeamter (43) im Zeugenstand noch sehr gut an die Begegnung am 3. September vergangenen Jahres mit zwei Autostoppern.
Burgenländer beteuert seine Unschuld
Ein 26-jähriger Burgenländer aus dem Bezirk Neusiedl am See und ein Engländer (nach ihm wird noch gefahndet) saßen offensichtlich auf der Waldviertler Landsstraße fest. Die Polizei, als Freund und Helfer, chauffierte das gestrandete Duo zum nächsten Bahnhof. Als Anzeigen wegen blaufarbener Schmierereien an der Fassade der Polizeiinspektion Schrems und wegen Graffitis an einem Schienenbus in Gmünd einlangten, dämmerte dem Beamten, wem er da geholfen hatte.
Ja, mit dem Engländer sei er schon unterwegs gewesen, auch in Gmünd. Er sei aber betrunken gewesen und habe die meiste Zeit auf einer Bank gelegen. Die „18 meterlange Verschönerung“ am Schienenbus will er verschlafen haben. Auch an der Schmieraktion in Schrems will er nicht beteiligt gewesen sein, beteuert der Burgenländer seine Unschuld.
„Dass just in dieser Nacht zwei Sprayer-Teams im Waldviertel unterwegs gewesen sind, ist sehr unwahrscheinlich. Wie erklären Sie mir die blauen Hände und die bei Ihnen gefundenen Fotos der Schmierereien“, will Richter Florian Stiefsohn wissen.
„Wir haben Sprühdosen gefunden und eine Tafel zum Autostoppen fabriziert“, erklärt der 26-Jährige. Die Fotos habe er von dem Engländer: „Wir tauschten Speicherkarten.“
Zwei Monate unbedingte Haft für Sprayer
Der einschlägig vorbestrafte Burgenländer kommt mit seiner Antwort nicht durch und wird wegen schwerer Sachbeschädigung zu sieben Monaten, davon muss er zwei hinter Gittern absitzen, verurteilt.
Quelle: noen.at
Das Leben ist hart und eintönig genug, Witz und Farbe müssen her schreibt Egyd Gstättner in seiner Kolumne „Quergedacht“.
Der November ist da: Grau wird das Land, grau die Stadt, novembermausgrau wie die Brücken und Pfeiler und Stützwände der ÖBB das ganze Jahr sind – oder wären, würden nicht ein paar vermummte kreative Jugendliche ein bisschen Witz und Farbe in dieses Grauingrau bringen. Früher Sgrafitto, heute Graffiti: Das Leben ist hart und eintönig genug!
Dass die ÖBB die jungen Hobbyspraykünstler anzeigen und vor Gericht zerren, zeigt, dass das Kunstverständnis ihres Managements nicht hoch genug entwickelt ist, um zwischen Sachbeschädigung und Kunst, zwischen Vandalismus und Expressionismus zu unterscheiden. Hält die Bahn ihre novembergrauen Pfeiler, Mauern, Stützwände für schön? Für inspirierend? Für belebend? Für seelenstärkend? Sachbeschädigen könnte man sie höchstens mit einem Pressluftbohrer, gewiss nicht mit einem Sprühfläschchen!
Wenn ich mir vergegenwärtige, wie viele Menschen auf der Welt und auch in diesem Land vor den Zug gegangen sind und ein schreckliches Ende genommen haben, weil sie das Grauingrau des Lebens nicht ertragen haben, dann müsste doch gerade die Bahngesellschaft ein dringendes Interesse daran haben, das Grau aus dem öffentlichen Leben hinaus zu zwingen! Anstatt die „lackverstunkenen Jugendlichen“, die Kapuzenkünstler anzuzeigen, müsste man sie doch im Gegenteil dazu animieren, die grauen Monster in der Tradition des fantastischen Realismus zu bemalen und zu dekorieren. Gestaltungswettbewerbe und Preisausschreiben sollte die ÖBB ausrufen, zum Beispiel mit dem Slogan „Paint another brick in the wall!“ – so lange, bis es keine grauen Brücken mehr gibt, keine grauen Pfeiler, keine grauen Mauern. Und es ist eine der wenigen erfreulichen Geschichten hier, dass die Richterin den Fall – wenigstens in der Quintessenz, im Urteil, im Freispruch – genauso gesehen hat wie ich.
(…)EGYD GSTÄTTNERQuelle: kleinezeitung.at
Krems – An mehreren Plätzen in der Stadt sind derzeit Sprayer unterwegs und gestalten Unterführungen, Durchgänge und Passagen mit bunten Graffiti. Ein Projekt der Mobilen Jugendarbeit „See you“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Krems.
Fußgänger, die die Unterführung in Stein vom Köchelplatz zur Donau benutzen, haben sie schon gesehen. Ebenso können sie die Passanten der Bahnunterführung in der Austraße bewundern: große bunte Schriftzüge – Namen, Zeichen, Pseudonyme –, aufgesprüht und aufgemalt von Jugendlichen.Doch sind diese Aktionen keine Vandalenakte, sondern ein künstlerisches Projekt, initiiert von der Mobilen Jugendarbeit „See You“. Die jungen Künstler werden bei ihren Aktionen von einem Streetworker professionell betreut. Die Stadt unterstützt das Projekt, indem sie geeignete öffentliche Flächen zur Verfügung stellt. Weitere Graffiti-Projekte sind bei der Unterführung beim Steiner Ruderclub und im Stiegenaufgang beim Kremser Yachthafen geplant. Hier ist allerdings zunächst eine andere Gruppe junger Menschen beschäftigt: Schüler der Abteilung Revitalisierung und Restaurierung der HTL Krems sanieren und reinigen die Wände des Turmes und schaffen so die Grundlage für gelungene Graffiti.
Quelle: dbn.at
Seit einigen Monaten treibt ein Sprayer namens „Puber“ sein Unwesen im Bezirk. Kaum eine Wand in der Josefstadt bleibt verschont.
„Leider sind sehr viele Hausfassaden beschmiert worden. Ich verstehe Eigentümer, die sich die sehr kostenaufwendige Reinigung nur schwer leisten können. Bei diesen Graffitis handelt es sich um Sachbeschädigung und nicht um Kunst“, so Dominik Stracke, Umweltausschuss-Vorsitzender der Josefstadt.
Hinter „Puber“ verbirgt sich angeblich ein Schweizer Sprayer, der auch schon in anderen Bezirken Wiens seine Spuren hinterlassen hat.
„Die Josefstädter und die Hauseigentümer ärgern sich über diese Schmierereien. Da die Verschandelungen so stark um sich greifen, fordere ich die Stadt Wien auf, dass sie die Reinigung übernimmt oder leistbare Angebote für die Josefstädter Hausbesitzer schafft“, so Mickel-Göttfert abschließend.
Quelle: mickel.at
Fußabdrücke und Schmierereien prägen bereits die Wände der kürzlich sanierten U-Bahnstationen Josefstädter Straße und Burggasse. Die Wiener Linien verweisen auf das Denkmalamt, das keine schmutzabweisende Farbe genehmigt hat.
Seit September sind die beiden Bahnsteige der U6-Station Burggasse wieder geöffnet. Obwohl die Sanierung dort noch gar nicht abgeschlossen ist, zieren bereits Fußabdrücke, Kritzeleien und Schmierereien die Wände. „In dem Bereich, wo man mit Fuß und Hand hinkommt, schaut es leider schlimm aus. Es ist traurig, aber de facto nicht zu verhindern“, so Wiener-Linien-Sprecher Michael Unger.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der ebenfalls im Sommer sanierten U6-Station Josefstädter Straße. Unger: „Wir haben bei den Otto-Wagner-Stationen die Vorgabe des Denkmalschutzes, eine weiße Farbe zu verwenden, die nicht schmutzabweisend ist. Wir können die Wand auch nicht schwarz anmalen.“ Die Wiener Linien appellieren daher einmal mehr an die Einsicht und Sorgsamkeit der Fahrgäste.
(…)Vorsorge bei neuen Stationen
Laut Wiener Linien ist das Schmutzproblem vor allem in den historischen U-Bahnstationen, die Ende des 19. Jahrhunderts unter Otto Wagner entstanden sind, vorhanden. Bei neuen Stationen wurde bereits darauf geachtet, Fußabdruck-, Graffiti- und Schmutzprobleme durch die Architektur zu verhindern. Statt weißen Wänden gibt es nun Verkleidungen aus Kunststoff, Glas oder Metall.
Quelle / Fotos: orf.at
Die Ausstellung im „Wirr“ sorgte für Diskussionen bei den Gästen.
Künstler, Revoluzzer, Narziss, rücksichtloser Frechdachs, psychisch gestört – die Meinungen zum Graffiti-Sprayer „Puber“ gehen auseinander. Im Lokal „Wirr“ waren bis zum 30. Oktober Fotografien von Puber-Schriftzügen ausgestellt.
„Die erste Frage der Gäste war immer: Hat er das selbst gemacht?“, berichtet Geschäftsführer Manuel. Die ausgestellten Fotos haben für viele Diskussionen gesorgt. „Ein Tischler war da und hat die Sachbeschädigungen kritisiert. Andere Gäste haben über das Wirken des Sprayers diskutiert“, so Manuel.
Einem der Besucher gefiel das Ausstellungskonzept nicht: „Es ist lächerlich, wenn man Kunst abfotografiert und aufhängt. Der Veranstalter hatte nicht einmal persönlichen Kontakt zu Puber.“
Dieser kam aber unbemerkt zur Ausstellung. „Er hat auf einer Verglasung den Schriftzug ‚Fake‘ und seine Signatur hinterlassen“, berichtet Veranstalter Gregor Grubhofer. Auch das wurde sogleich abfotografiert und statt des Originals aufgehängt.
Quelle: meinbezirk.at
Die Täter verunstalteten drei Hausfassaden, einen Parkscheinautomaten und ein Garagentor.
SALZBURG-STADT. In der Zeit von Freitag auf Samstag verursachten bisher unbekannte Täter in der Stadt Salzburg Sachbeschädigungen durch Graffiti an drei Hausfassaden, an einem Parkscheinautomaten und an einem Garagentor. Verwendet wurde dazu vermutlich ein Edding-Stift, mit dem die Vandalen überwiegend Parolen wie „Ihr Hure Söhne“ oder „Fuck of Österreich“ hinterlassen hatten.
Die genaue Schadenssumme konnte noch nicht ermittelt werden. Die Polizei ersucht um zweckdienliche Hinweise.
Quelle: regionews.at

