Das hier ist ein Millionengeschäft. Auch wenn’s nicht danach aussieht. Oder ist das für sie Kunst? Nein, das ist Schmiererei. Und die kostet den ÖBB im Jahr trotzdem mehr als 3 Millionen Euro. Weil man auf einen Ferrari kein Pickerl pickt, will auch die ÖBB auf ihren Zügen keine Kritzelei. Auf der anderen Seite gibt es aber Künstler, die mit ihren Sprühwerken gutes Geld verdienen. Nur wo verläuft da die Grenze zwischen Kunst und Schmiererei?
Ein französisch-österreichisches Künstlerpaar malt Bilder auf Hauswände, Busse, Türen und alles was sonst noch zur Verfügung gestellt wird. Die beiden leben seit fünfzehn Jahren in Salzburg und auch hier prägt ihre Straßenkunst das Stadtbild. Nun wurde die erste Solo-Ausstellung eröffnet.
Im Rahmen des Volkshilfe Community Works lud Community Leader Ali Gedik am 10.10.2023 zur Premiere seines Films „Käfig, Grafitti & Jugendkultur“ ins Restaurant Günay ein. Dort, wo einst das Keplerkino seine Besucher*innen in seinen Bann zog, kamen Wegbereiter*innen der mobilen Jugendarbeit zusammen, um den 22minütigen Kurzfilm zu bewundern und schließlich in illustrer Runde zu diskutieren. Der Ehrengast, Präsident der Volkshilfe Wien Michael Häupl war genauso anwesend wie Geschäftsführerin Tanja Wehsely, ihr Pendant von dem Verein Wiener Jugendzentren Manuala Smertnik oder Pop-Fest-Kurator Christoph Möderndorfer. Nicht zu vergessen zwei Dutzend ehemaliger Jugendlicher, die den Abend in ein Klassentreffen der mobilen Jugendarbeit verwandelten.
Graffiti-Kunst und Graffiti-Workshops im Wiener Gemeindebau! Wiener Wohnen bei der Grünpflege! Und: Bastian Haderer, der Verantworliche für Events im Gemeindebau, im Stiegentratsch!
Wie ein Museum, das sich jede Woche verändert und neue Kunstwerke zeigt, so kann man den Donaukanal erleben, wenn man sich für Street oder Urban Art interessiert. Besonders im Bereich der Inneren Stadt sind auf den Ufern des insgesamt 17 km langen Donaukanals nahezu durchgängig Graffiti zu sehen. So wird der südlichste Arm der Donau zu einer Art Freilichtmuseum am Wasser.
Schon seit 1984 gibt es rund um das „Flex“ am Wiener Donaukanal die erste Wand, an der das Sprayen legal ist. Auch internationale Sprayer*innen wollen sich hier mit ihrer Kunst verewigen.
Im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 7. Oktober findet eine Street Art River Cruise statt: Auf der rund eine Stunde dauernden Fahrt mit der MS Vindobona sind die „Exponate“ besonders gut zu sehen. An Bord erzählt ein Experte mehr über die Wandbilder und deren Künstler*innen. Das Schiff legt am Schwedenplatz ab und fährt Richtung Nußdorfer Schleuse. Kleiner Tipp: Man braucht für diese Spezialfahrten am 7. Oktober natürlich das Lange Nacht der Museen-Ticket, muss sich aber auch ab 17:30 ein Zählticket am Schwedenplatz abholen, um sich einen Platz zu sichern. Angelegt wird wieder am Schwedenplatz, damit man die vielleicht längste Open Air-Galerie Österreichs auch wirklich von allen Seiten betrachten kann.