Sachbeschädigung durch Graffiti (www.polizei.gv.at)

Presseaussendung der Polizei Kärnten
Unbekannter Täter besprühten in der Zeit zwischen dem 15.05.2014 Uhr und dem 20.05.2014 die Wände der Fußgängerunterführung am Bahnhof Warmbad mit den Schriftzügen „UF 97“, „Ultras 97“, „Eintracht Frankfurt Ultras“ und „SGE“ in roter und grüner Farbe.
Der Schaden zum Nachteil der ÖBB – Immobiliengesellschaft beträgt € 1.500,-.
Presseaussendung
vom 21.05.2014, 19:45 Uhr
Quelle: www.polizei.gv.at

Street Art & Graffiti – anno 1825 & heute – 27.05.2014


Als Benutzer des öffentlichen Raums sind wir mit einer Vielzahl von Straßenschildern, Werbesujets und Brandings konfrontiert. Für persönliche Symbolik bleibt hier wenig Platz und Möglichkeit. Die Graffiti- und Street Art Bewegung versucht eine Form von individueller Kunst im öffentlichen Raum zu etablieren – der französische Philosoph Jean Baudrillard sah in seinem „Graffitiaufsatz“ (1975) darin den ersten «Aufstand der Zeichen». So wie Street Art Künstler sich als offene Kunstform verstehen und mit der Atmosphäre des jeweiligen Ortes spielen, so suchen sich Sprayer oft die unmöglichsten Plätze aus, um ihre Botschaften in die Welt zu setzen. Diese Tradition reicht schon über 200 Jahre zurück.
Urheber von „Graffiti Tagging“ war ein 25-jähriger Hofkammerbeamter aus Wien – Joseph Kyselak. Er suchte bei seiner viermonatigen Fußreise durch das Kaisertum Österreich nach Sehenswürdigkeiten und kraxelte auf die höchsten Berge, um seinen Namen wie ein Logo an die schroffen Felswände zu malen.
Zum Einstieg des Abends präsentieren die Betreiber des „Kyselak-Projekts“ (www.kyselak.at) Gabriele Goffriller und Chico Klein den Film „Kyselak war da! Graffiti anno 1825“
Danach diskutieren wir aktuelle Entwicklungen der Street Art- und Graffitiszene im Spannungsfeld zwischen Subversivität und Kommerz.
Mit dabei: Nicholas Platzer (Inoperable Street Art Gallery Vienna, www.inoperable.at), Tom Waibel (Kulturphilosoph, www.kunstschule.at), Alexander Hertel (DJ Phekt, http://fm4.orf.at/phekt) sowie die Wiener Graffiti- und Street Art KünstlerIn Miz Justice (www.mizjustice.com)
Eintritt: Spenden
http://www.aktionsradius.at/, http://www.facebook.com/Aktionsradius
Dienstag, 27.05.2014, 19:30-22:00
Aktionsradius Wien
Gaußplatz 11, 1200 Wien
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St. Pölten: Mehr Graffiti geplant (noen.at)

 

Diskussion geht weiter / Fassade in der Domgasse muss wahrscheinlich wiederhergestellt werden. Aber: NV will Farbe an anderen Zugängen.

ST. PÖLTEN / Das Graffiti in der Domgasse polarisiert weiter. Das zeigen auch die Leser-Kommentare zum Artikel der Vorwoche. Von „endlich ein kleiner Schritt wirklich ,europäisch‘ zu sein“ (Weltenklang-Chef Dietmar Haslinger) bis zur „Degradierung der Künstler zu Kulturbarbaren“ reicht das Meinungsspektrum (beim Online-Voting sind 62 Prozent für die Erhaltung). Die Entscheidung liegt weiter beim Denkmalamt, das zum laufenden Verfahren aber keine Auskunft geben will. Verhandelt werde aber, sagt Auftraggeber Manfred Wohlmetzberger, Chef der NV-Immobilien: „Wir sind in Kontakt und versuchen, eine befristete Bewilligung zu erwirken.“ Die Fassade soll zumindest ein Jahr erhalten bleiben.