Graffiti-Sprayer richten an Zug schweren Schaden an (kurier.at)

Sonntagvormittag waren Sprayer auf ihre Art fleißig. Am Bahnhof St. Valentin wurden vier ÖBB-Fahrzeuge besprüht.Jetzt ist die Polizei am Zug.
St.Valentin.Die Ruhe des Sonntagvormittags auf einem Abstellgleis des Bahnhofes in St. Valentin nützte eine unbekannte Gruppe von Graffiti-Sprayern aus. Die unbekannten Täter hinterließen riesige farbige Schriftzüge auf vier Fahrzeugen der ÖBB. Die Polizei ist den verhinderten Künstlern nun wegen schwerer Sachbeschädigung auf den Fersen.
Eine Lokomotive und drei Waggons benutzten die Sprayer für ihre farbigen Botschaften. Zwischen 8.30 Uhr Früh und 13.30 Uhr machten sie sich am Zug, der am Hinterstellungsgleis des Bahnhofes abgestellt war, ans Werk. Wenig Sinn gebende Worte wie „Olta“ oder „Fensta“ lassen wenig Rückschluss auf die Motivation der Täter zu. Wegen der Verschiedenartigkeit der Schriftzüge geht die Polizei von einer Tätergruppe aus. Der für die ÖBB entstandene Schaden ist mit 20.000 Euro jedenfalls enorm. Pro besprühtem Fahrzeug wird ein Schaden von rund 5000 Euro veranschlagt.
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Puber – von Stars und Sternchen (stadtbekannt.at)

Letzte Woche setzte die Polizei dem Treiben des Sprayers „Puber“ ein vorläufiges Ende. Beamte nahmen den 30 jährigen Züricher nahe seiner WG in Wien fest, als er filmreif über ein Vordach flüchten wollte. Ihm droht eine Haftstrafe wegen massiver Sachbeschädigung.
Graffitis entstehen meist nachts, im Lichte der Sterne. Und mit den Bildern der Stars der Szene verhält es sich ein wenig wie mit jenen am Nachthimmel.
Es gibt hellere und dunklere, rot leuchtende oder eher blaue. Manche Sterne sind gigantische Riesen, andere kleine Zwergsterne. Und Sterne durchlaufen eine Entwicklung – viele werden als Zwerg geboren, wachsen manchmal zum Riesen, verglühen allmählich oder enden in einer spektakulären Explosion.
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Berichtwesen
Die quantitativ hohe Berichterstattung der letzten Tage hat zwei Themen in einen Topf geworfen. Berichte über jemanden, der vielleicht für Sachbeschädigung ins Gefängnis muss und Graffiti. Pubers Aktionen und verärgerte bzw. verunsicherte Hauseigentümer können keine Basis für die dadurch ausgelöste Diskussion rund um die Daseinsberechtigung von Graffiti und Street Art in Wien sein. Das nötige (pop)kulturelle Hintergrundwissen schon. „Style Wars“, Jean-Baudrillard und Co. lassen grüßen!
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„Puber“-Mauerstück um 3,4 Millionen Dollar in New York versteigert (dietagespresse.com)

Ruht Wien auf einem Schatz? Ein Mauerstück mit der Signatur des stadtbekannten Sprayers „Puber“ wurde gestern im New Yorker Auktionshaus Sotheby’s überraschend um 3,4 Millionen US-Dollar versteigert. Den Zuschlag erhielt ein renommierter Kunstsammler aus London.
Zur Versteigerung eingereicht wurde das Mauerstück vom Wiener Hausmeister Franz T. aus Ottakring. Dieser zeigte sich gegenüber der Tagespresse verblüfft: „Als ich das Graffiti letzte Woche entdeckt habe, dachte ich mir nur: ‚Schon wieder so eine Schmiererei.’ Ich hab gar nicht gewusst, was ich für ein Glückspilz bin.“
T. wollte das kostbare Werk bereits übermalen: „Meine Frau hat mich aber Gott sei Dank davon abgehalten und vorgeschlagen, es an ein Auktionshaus zu schicken.“
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*Anmerkung: Die Tagespresse ist ein österreichisches Satiremagazin.