Wieder Sprayer in Wien verhaftet (oe24.at)

Die Donaumetropole dürfte für die internationale Sprayer-Szene eine magische Anziehungskraft haben -lange Zeit kamen diverse „Künstler“ zu uns und mit ihren illegalen Aktionen offenbar unbehelligt davon. Doch jetzt gelang der Polizei gleich zweimal hintereinander ein spektakulärer Schlag gegen die umstrittenen Straßenkünstler, deren liebste Objekte Hausmauern, U-Bahn- und Zug-Garnituren sind.
In U-Bahn-Remise auf frischer Tat ertappt
Während der Schweizer Renato S. alias „Puber“, der die halbe Stadt mit seinem Namen zugepflastert hatte, in einer Wohngemeinschaft aufgestöbert wurde, konnte die Einsatzgruppe gegen Straßenkriminalität den zweiten „Most Wanted“ der Szene auf frischer Tat ertappen: Jack M. (24) aus Leeds (UK) war Freitag mit seinen Kumpels Davy und Joseph sowie dem Wiener Milan P. gerade dabei, in einer Remise im 3. Bezirk einen Silberpfeil mit „GN“- und „T-BAG“-Tag (Schriftzug) zu verzieren, als die Handschellen klickten. Nach 300 Taten mit einem Schaden weit über 50.000 Euro in Wien bestand bereits Haftbefehl gegen den Engländer -es gilt die Unschuldsvermutung.
Mit Flugzeug eigens zu Spontan-Acts angereist
Bei der Verhaftung hatten die Briten, die auch in Prag und in Bratislava umgehen und die für Spontan-Acts schon mal mit dem Flugzeug anreisen, jede Menge Spraydosen und andere verdächtige Utensilien (Stabruten, Pfeffersprays und natürlich Digitalkameras und Smartphones für die üblichen Selfies für einschlägige Internetseiten) dabei. Außerdem hatten sie einen Generalschlüssel für die Werkstätten der Wiener Linien – wie sie bloß an den gekommen sind?
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Quelle: oe24.at

Nach „Puber“: Weitere drei Sprayer in Wien festgenommen (heute.at)

Nachdem vergangene Woche der wohl berühmteste Graffiti-Sprayer des Landes, „Puber„, festgenommen worden war, sind der Polizei nun drei weitere Sprayer in die Hände geraten. Es handelt sich um eine dreiköpfige „Tagger-Crew“, bestehend aus einem Wiener und zwei Briten.
Die drei Sprayer – und ein mittlerweile auf freiem Fuß angezeigter Mittäter – waren am Freitagabend beim Besprühen einer U-Bahngarnitur geschnappt worden. Hier gilt als Haupttäter ein 23-jähriger Brite, den die Polizei laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger sogar mit derzeit schon an die 350 Sachbeschädigungen durch Graffiti oder Flusssäureverätzungen von öffentlichem Eigentum in Verbindung bringt. Er soll seit mehr als zwei Jahren als Sprayer unterwegs gewesen sein, ein weiterer Engländer seit mindestens 2012.
Mit den beiden vorerst festgesetzt wurde auch ein Wiener Krankenpfleger (17), ein dritter Engländer erhielt eine Anzeige. „Drei Beschuldigte wurden Samstagnacht in die Justizanstalt überstellt. Der Journalstaatsanwalt hat U-Haft verfügt“, berichtete der Polizeisprecher. Das Quartett soll in wechselnder Besetzung unzählige „Tags“ angebracht haben, u.a. die Schriftzüge „RIOTS“, „EXTRA“, „T-BAG“, „DONUT“ und „GNS“.
Quelle: heute.at

Puber-Wien, ein New York der 70er (wienerzeitung.at)

Der Wiener Street-Artist Paul Busk verteidigt einfache Schriftzüge des Tags und den Mut zur Hässlichkeit
„I was there“ – Street-Art Ikone Taki 183 erfand das Graffiti-Writing

Wien. Phantasielos, sagen die einen. Na, und?, sagen die anderen. Überall und immer gleich, ist ein anderer Vorwurf. Das ist die Werbung von A1 auch, sagen die Verteidiger. Wiens bekanntester Sprayer ist am Donnerstag angeblich festgenommen worden, sein Nom de Plume findet sich an unzähligen Fassaden, inklusive der Übermalung eines Kindergarten-Freskos sowie des Gap-Gebäudes nach einem kritischen Artikel über ihn. 119 Anzeigen wegen Sachbeschädigung sind seit Mai 2013 bei der Polizei eingegangen. Puber war überall.

„Dass Puber so aufgefallen ist, liegt nur daran, dass es keine Mitkonkurrenten gegeben hat“, analysiert der Wiener Street-Artist und Multimedia-Künstler Paul Busk im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“ das Phänomen Puber. Busk, der unter anderem mit seinen Affenköpfen sowie Variationen seines Namens bekannt geworden ist, verteidigt den monotonen Schriftzug, und sieht ihn im Kontext der 80er-Jahre-Ästhetik, die noch immer ein Revival bei Musik und Mode feiert – ein Ja zur Hässlichkeit.
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Quelle: wienerzeitung.at

Wieder Graffitisprayer festgenommen (orf.at)

Die Polizei hat Freitagabend in Wien-Landstraße vier Graffitisprayer festgenommen. Drei von ihnen kamen aus England. Neben Spraydosen stellten die Beamten auch eine Stahlrute und Pfefferspray sicher. Erst am Donnerstag war der Sprayer „Puber“ festgenommen worden.
Im jüngsten Fall hatten Ermittler des Landeskriminalamts und Angehörige der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) vier Männer im Alter von 17 bis 24 Jahren, einen Einheimischen und drei Briten aus der Umgebung von Leeds, auf frischer Tat ertappt.
Die Männer besprühten in der Wartungshalle der Wiener Linien in der Schnirchgasse einen U-Bahnzug mit dem „Tag“ (Schriftzug) „NRG“. Die Wartungshalle wird immer wieder von Graffitikünstlern illegal „besucht“, weshalb die Polizei vorsorglich ein Auge darauf habe, erläuterte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.
Verdächtigen werden 300 „ähnliche Fälle“ zugerechnet
Die Sprayer wollten noch flüchten, wurden aber festgenommen. Neben gut einem Dutzend Farbsprühdosen, einer Stahlrute und Pfefferspray stellten die Polizisten eine Digitalkamera sicher, auf der die Beschuldigten die Tat, wie in der Szene häufig üblich, aufgenommen hatten.
Einer der jungen Männer, ein 23-jähriger Engländer, wurde wegen einschlägiger Anzeigen bereits per Haftbefehl gesucht. Ihm wird schwere Sachbeschädigung vorgeworfen. Übersteigt der angerichtete Schaden 50.000 Euro, droht unter diesem Paragrafen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
Der jüngste Festgenommene, ein 17 Jahre alter Wiener Krankenpfleger, war bisher einmal wegen Sachbeschädigung angezeigt worden. Hierzulande unbescholten sei nur einer aus dem Quartett, ein Brite, der allerdings erst vor einigen Tagen nach Wien eingereist sei, berichtete Keiblinger. „Alle vier Beschuldigten werden zur Zeit von Kriminalisten einvernommen“, sagte der Polizeisprecher. Es würden „knapp 300 ähnlich gelagerte Fälle“ überprüft, die ebenfalls die Handschrift der Sprayer tragen. Zudem könnten sie auch in Prag und Bratislava aktiv gewesen sein.
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Quelle: orf.at
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