Schlag gegen die Graffiti Szene (Kronen Zeitung)

Kronen Zeitung (Abendausgabe) , Sonntag 9. März 2014 / S. 18

Nun geht es Schlag auf Schlag in der Wiener Sprayerszene: Nachdem am Donnerstag für den mutmaßlichen Graffitisprayer „Puber“ in einer WG die Handschellen geklickt hatten, wurden am Freitagabend vier weitere Sprayer von der Polizei in flagranti ertappt und festgenommen. Unter ihnen befindet sich auch ein 23- Jähriger, nach dem bereits per Haftbefehl gesucht worden war. Rund 300 Fälle von Sachbeschädigungen sollen insgesamt auf das Konto des Quartetts gehen.

Die vier Burschen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren – ein Wiener und drei Briten – hatten sich in den frühen Abendstunden bei einer Wartungshalle der Wiener Verkehrsbetriebe in der Schnirchgasse im 3. Bezirk eingefunden und mit ihren Spraydosen ans Werk gemacht.
Als das Quartett gerade eine abgestellte U- Bahngarnitur mit den Schriftzügen „GN“ und „TBAG“ besprühte, wurde es auf frischer Tat von Ermittlern des Landeskriminalamts und Polizeibeamten der EGS, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität, ertappt. Die Wartungshalle wird immer wieder von Sprayern aufgesucht – deshalb hat die Polizei stets vorsorglich ein Auge darauf, erklärte Polizeisprecher Thomas Keiblinger am Samstag.
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Wien – Landstraße: Graffitisprayer festgenommen (polizei.gv.at)

Presseaussendung der Polizei Wien
Wien – Landstraße: Graffitisprayer festgenommen
In den frühen Abendstunden des 07.03.2014 wurden im 3. Wiener Gemeindebezirk 4 Graffitisprayer festgenommen. Die Beschuldigten im Alter zwischen 17 und 24 Jahren besprühten eine abgestellte U Bahngarnitur in einer Wartungshalle der Wiener Verkehrsbetriebe in der Schnirchgasse. Dabei wurden sie von Ermittlern des Landeskriminalamtes Wien und Polizeibeamten der EGS ( Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität) auf frischer Tat ertappt und nach kurzer Verfolgung, alle vier Beschuldigten versuchten vor den Polizisten zu flüchten, festgenommen. Weiters konnten die Beamten mehr als ein Dutzend Spraydosen, eine Digitalkamera, mit der die Beschuldigten ihre Tat aufzeichneten, aber auch eine Stahlrute und Pfefferspray, die die Beschuldigten bei sich hatten, sicherstellen. Gegen einen der Beschuldigten den 23-jährigen Jack M. bestand bereits ein aufrechter Haftbefehl wegen schwerer Sachbeschädigung. Alle vier Beschuldigten werden zur Zeit von den Kriminalisten einvernommen. Insgesamt überprüfen die Kriminalbeamten knapp 300 ähnlich gelagerte Fälle die die Handschrift, sogenannte „Tags“, der Sprayer tragen.
Presseaussendung
vom 08.03.2014, 10:34 Uhr
Quelle: polizei.gv.at

Puber was here (fm4.orf.at)

Am Donnerstag wurde der gesuchte Schweizer Sprayer PUBER angeblich in Wien verhaftet. Ist das Katz und Maus-Spiel mit der Exekutive nun vorbei? Was wollte uns Puber mit seinen Aktionen sagen? Wie sind die Reaktionen darauf?
Nun ist es also passiert: der Schweizer Graffiti-Writer PUBER wurde laut Medienberichten in einer Wohngemeinschaft in Wien verhaftet und abgeführt. Publik wurde die Geschichte durch eine merkwürdig reißerische Fotostrecke des Polizei-Einsatzes auf der Webseite vom Vice-Magazin. Ob die gezeigte Person tatsächlich für alle Puber-Tags in Wien verantwortlich ist, muss erst bewiesen werden. Auch für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Eine derartig peinliche Story hat nichts mit investigativem Journalismus zu tun, sondern erinnert eher an die düsteren Zeiten des Prangers und löst bei mir großes Unbehagen aus. Aber alles der Reihe nach. Was ist passiert?
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Quelle: fm4.orf.at / PHEKT

Fall „Puber“: Jagd auf Phantom wird Wien- Mythos (krone.at)

Der Graffitisprayer „Puber“ sorgt weiter für Spekulationen: Ein 29- Jähriger wurde in Wien festgenommen, laut Polizei soll er für die Sprayaktionen verantwortlich sein. Phantom gefasst, Fall geklärt, oder? Doch der Verdächtige schweigt bislang zu den Vorwürfen, und im Internet halten sich hartnäckig Gerüchte, dass der selbst ernannte „Staatsfeind Nummer 1“ weiter in Freiheit sei. Für weiteren Wirbel sorgt zudem ein Bild von der Festnahme. Darauf ist der mutmaßliche „Puber“ unverpixelt zu sehen. Ein schwerer Verstoß gegen das Mediengesetz, wird kritisiert. Fest steht: Die Geschichte des Sprayers wird endgültig zum Wiener Mythos.
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Streit um Bild von „Puber“- Festnahme
Ins Visier der Kritik gerät in diesem Zusammenhang auch das Magazin „Vice“. Dieses hatte am Donnerstag über die Verhaftung des 29- Jährigen mit dem spannungsgeladenen Titel „Der Feind aller Hausverwaltungen ist in Haft“ berichtet. Die Glaubwürdigkeit von Aussagen der Mitbewohner des Mannes, die das Magazin veröffentlichte, wird allerdings ebenso infrage gestellt wie die Veröffentlichung eines Bildes von der Festnahme – ebenfalls durch „Vice“.
In der Aufnahme wird der Verdächtige nämlich unverpixelt bzw. ohne den allseits bekannten schwarzen Balken vor dem Gesicht im Stiegenhaus nach seiner Festnahme gezeigt – was von Rechts wegen in Österreich so jedoch nur nach ausdrücklicher Erlaubnis des Betroffenen gestattet ist. „Interessant wie Vice den Anonymitätsschutz des Verdächtigen ‚Puber‘ missachtet und mit vollem Gesicht an den Pranger stellt (7a MedienG)“, kritisierte etwa „Falter“- Chefredakteur Florian Klenk auf Twitter die Vorgehensweise des Magazins.
Wollte Verdächtiger Bild veröffentlicht sehen?
Andere Twitter- Nutzer wollen wiederum den Aussagen der Mitbewohner des mutmaßlichen „Puber“ entnehmen, dass dieser ja bei seiner Festnahme selbst die Veröffentlichung des Bildes gefordert habe – da der Sprayer schließlich immer schon einen ausgeprägten Geltungsdrang hatte. Das entsprechende Zitat eines der WG- Bewohner lässt jedoch Raum für Interpretationen: „Wir sollten Kontakt zu seinem Vater und zu seiner Schwester aufnehmen, noch schnell ein Foto von ihm in Handschellen machen und dann zu euch („Vice“, Anm.) gehen, um ein paar Sachen über ihn klarzustellen.“
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Quelle: krone.at

Graffiti-Künstler Puber drohen fünf Jahre Haft (derstandard.at)

Sprayer am Donnnerstag in Wien festgenommen – Bei Geschäftstreibenden sorgte er für blanke Nerven
Fuchs, Hirschkalb, Biber und Hase in schwarz und weiß zieren seit Juni die großflächige Wand des Amerling-Gymnasiums in der Schadekgasse gegenüber des Haus des Meeres. Ihre Darstellung ist anatomisch präzise. Elisabeth K. bleibt davor stehen und bewundert die Arbeit: „Gerade auf einer Betonwand wie dieser sieht so ein Graffiti super aus.“ Das Werk stammt von dem belgischen Street-Art-Künstler Roa. Er arbeitet mit Genehmigung der Behörden und hat schon mehrere Wiener Häuserfassaden mit Abbildungen aus dem Tierreich geschmückt.
„Es gibt halt einen Unterschied zwischen Schmierereien und Graffiti“, sagt Anrainerin K. Sie hat einige Jahre in New York gelebt, wo „wirklich alles bemalt“ sei. Dort seien die Häuser aber nicht so schön renoviert wie in Wien. Auf frisch gestrichene Hauswände etwas hinzuschmieren findet K. „nervig“. Auch in ihrem Wohnhaus sei die Eingangstür erst vor Kurzem „vollgeschmiert“ worden. K. ist nicht die Einzige, der es so geht.
Bis zu fünf Jahre Haft
Gerade in Bezirken, wie dem sechsten oder siebten, in denen die Kreativszene beheimatet ist, gibt es kaum einen Straßenzug oder einen Hauseingang, die von „Tags“ – wie Namenszüge von Sprayern genannt werden – und anderen Kritzeleien verschont geblieben sind. Ein Name, der besonders häufig auftaucht, ist der des aus der Schweiz stammenden Sprayers Puber, der am Donnerstag festgenommen wurde. Auf Postkästen, Bänken, Fassaden und Rollläden: Puber hinterlässt seine Spuren überall. Puber wird nun schwere Sachbeschädigung vorgeworfen. Nach seiner Festnahme drohen Renato S. – so heißt Puber mit bürgerlichem Namen – nach Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft.
Denn im Strafgesetzbuch ist im § 126 geregelt: „Wer durch die Tat an der Sache einen 50.000 Euro übersteigenden Schaden herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.“ Der 29-jährige Schweizer aus dem Kanton Zürich soll mit seinen Sprayaktionen weit über 50.000 Euro an Schäden verursacht haben. In ersten Einvernahmen zeigte er sich laut Polizei schweigsam.
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Quelle: derstandard.at

Facebook-Gruppe will Sprayer „Puber“ befreien (heute.at)

Screenshot Facebook

Der Graffiti-Sprayer „Puber“, der am Donnerstag in Rudolfsheim-Fünfhaus in Wien festgenommen wurde, hat bei seinen Einvernahmen bisher jede Aussage verweigert. Im Internet formt sich indes Unterstützung für den Schweizer: eine Facebook-Gruppe fordert seine Freilassung.
Der 29-jährige Schweizer brasilianischer Abstammung aus dem Kanton Zürich soll mit Sprayaktionen in Wien einen Sachschaden von mindestens 50.000 Euro verursacht haben, teilte Polizeisprecherin Adina Mircioane mit.
Ein anonymer Hinweis führte die Polizei am Donnerstag Vormittag zu der Wohngemeinschaft, in der der Gesuchte lebte. Der Mann versteckte sich vor den Beamten auf einem Vordach des Hauses, wurde dort aber entdeckt und vorläufig festgenommen.
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Quelle: heute.at

Festnahme eines Graffiti-Sprayers in Wien Fünfhaus (Presseaussendung LPD Wien)

Festnahme eines Graffiti-Sprayers in Wien Fünfhaus – Klärung von mehr als 100 Fakten
Im Zuge umfangreicher Erhebungen konnte durch die Ermittler der Polizeiinspektion Kandlgasse eine mögliche Bezugsadresse des bereits seit einem Jahr gesuchten *S., – bekannt unter „PUBER“ – nach zahlreichen Sachbeschädigungen ermittelt werden. Die Beamten begaben sich am 06.03.2014 gegen 10.30 Uhr zur erhobenen Kontaktadresse in die Ullmanngasse, an der drei Bewohner angetroffen wurden, die jedoch angaben, den 29-jährigen *S. nicht zu kennen. Im Rahmen weiterer Erhebungen vor Ort konnten die Polizisten den Tatverdächtigen wahrnehmen, der soeben aus der Wohnung auf einem Flachdach im Hof zu flüchten versuchte. Er konnte rasch angehalten und festgenommen werden. Bei dem Beschuldigten konnten mehrere auf fremde Namen lautende Dokumente unter anderem auch eine gestohlene schweizer Identitätskarte, auf der das Lichtbild eine Ähnlichkeit mit dem Beschuldigten aufweist und offensichtlich von ihm bei Kontrollen verwendet wird, vorgefunden und sichergestellt werden. Des Weiteren wurden zahlreiche Graffiti-Utensilien, Spraydosen und ein Notebook, die in einem aufgelassenen Kamin deponiert waren, sichergestellt. Die anwesenden Bewohner der betreffenden Wohnung wurden wegen Begünstigung angezeigt. Der Tatverdächtige *S. verweigerte bei seiner Einvernahme jegliche Aussage zu den ihm angelasteten Sachbeschädigungen.
Presseaussendung
vom 07.03.2014, 12:05 Uhr
Quelle: polizei.gv.at
*Anmerkung: Name von der Redaktion entfernt.
Mehr dazu hier bei orf.at (Sprayer „Puber“ verweigert Aussage)

PUBER ist in Haft oder wie die VICE einen Sprüher de­nun­zie­ren will (ilovegraffiti.de)

Laut dem VICE Magazin wurde PUBER am gestrigen Donnerstag (06.03.) um 10.30 Uhr in Wien angeblich festgenommen
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Das was da in der VICE gestern veröffentlicht wurde belastet den jungen Mann welcher an diesem Donnerstag verhaftet wurde schwer. Die lokale Wiener Presse schreibt von der VICE uneingeschränkt ab (Tageszeitungen wie “derStandard.at” oder “Kurier”) und stellen klar: PUBER sitzt in Haft. Ob das tatsächlich der gesuchte PUBER ist und wer diese ominösen gesprächigen Mitbewohner sind bleibt völlig unklar. Ob sie das alles so gesagt haben und inwiefern eine Glaubwürdigkeit vorhanden ist stellen zumindest wir schwer in Frage. Man muss nicht alles was die VICE schreibt glauben. Das ist nicht erst seit gestern so.
PUBER hin oder her, wer auch immer der verhaftete junge Mann ist, das was da bei der VICE zusammengeschrieben wurde gehört sich nicht. Auch wenn PUBER dem Anschein nach geisteskrank und realitätsfremd sein soll, selbst in der Wiener Graffitiszene verteufelt wird und damit ein derartiger Artikel wohl gerechtfertigt sein soll: Einen jungen Mann mit zweifelbaren Aussagen unbekannter Mitbewohner schwer zu belasten um damit endlich die offensichtlich lang herbeigesehnte Headline “Der Feind aller Hausverwaltungen ist in Haft” zu veröffentlichen, hat nicht mal BILD Zeitung Niveau.
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Den kompletten Artikel gibt es hier bei ilovegraffiti.de
VIA ilovegraffiti.de