Die schnelle Beseitigung der Graffitis hat beim Bezirk Vorrang
OTTAKRING. Er ist einer der aggressivsten Sprayer der Szene: der Schweizer Tagger Puber. Nachdem er in Neubau die Kinderzeichnungen bei der Kirche Notre Dame de Sion übersprayt hatte, hat er nun auch in Ottakring zugeschlagen und an mehreren Stellen sein Markenzeichen, den Schriftzug „Puber“, hinterlassen.
Sofern die Stadt Wien zuständig sei, hätte die rasche Beseitigung von Graffitis „höchste Priorität“, so Bezirksvorsteher Franz Prokop. Flächen für Graffitis
„Wir versuchen auch, Graffiti-Künstlern freie Flächen zur Verfügung zu stellen, wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, damit solche Beschmierungen nicht vorkommen“, so Bezirksvorsteher Franz Prokop. In Ottakring gibt es solche Flächen am Yppenplatz und in der Paltaufgasse.
Norbert Siegl vom Institut für Graffiti-Forschung erklärt, warum es trotzdem immer wieder zu Graffitis abseits der dafür vorgesehenen Flächen kommt: „Graffiti-Sprayer halten sich an keine Regeln – das ist die grundlegende Idee.“ LINK
Graffiti-Sprayer haben in Wiener Neustadt zahlreiche Häuser verunstaltet.
Nach Angaben der NÖ Landespolizeidirektion wurden in der Nacht auf vergangenen Donnerstag Fassaden von Mehrparteienhäusern und Büros im Zentrum mit schwarzem und silbernen Lack mit den Schriftzeichen „MOJO“ und „2D4“ besprüht. Zehn Objekte waren betroffen. Sachdienliche Hinweise werden an die Polizeiinspektion Wiener Neustadt-Burgplatz unter der Telefonnummer 059133/DW3391 erbeten. LINK
Am Donnerstag wurden drei junge Männer beim Besprühen einer Wand bei der Urania beobachtet. Die Polizei konnte einen der Graffiti-Sprayer festnehmen.
Gegen 4.40 Uhr verständigte ein Zeige die Polizei, da er drei junge Männer beim Besprühen einer Wand eines Stiegenabganges bei der Urania beobachten konnte. Als die Polizisten eintrafen, flüchtete das Trio. Den Beamten gelang es jedoch einen der Männer anzuhalten und festzunehmen. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt. LINK