Bunter Schutz gegen die Sprayer

Die Haltestelle Salzburg-Süd wurde heuer schon zum zweiten Mal von Graffiti-Sprayern verunstaltet. Nun haben die ÖBB die Wände mit einem Graffiti-Schutzanstrich versehen, der das Abwaschen der Verunzierungen erleichtern soll.
Kosten: rund 30.000 Euro für 700 Quadratmeter Fläche.
Die ÖBB denken auch über den Einsatz von Videokameras auf Bahnsteigen nach, um Sprayer abzuhalten oder Täter rasch dingfest machen zu können. Die Bundesbahnen veranschlagen den Schaden, der ihnen im Vorjahr österreichweit durch illegale Sprayer entstanden ist, mit 1,2 Mill. Euro. Bilder: SN/ÖBB
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Straße wird zur grenzenlosen Galerie

Stadt als Leinwand: Die Streetart-Künstler David Maier, Lucas und Daniel Rachlé machen mit ihren jüngsten Werken Klagenfurt bunter.

Früher waren Graffiti als Schmierereien verpönt. Inzwischen ist Streetart gesellschaftsfähig geworden. So werden auch Klagenfurts Straßen um ein Stückchen bunter – legal in der Rosentaler Straße und auf dem Messegelände, illegal etwa in der Tarviser Straße.
Auf Wunsch der Stadt haben allerdings die Zwillinge Daniel und Lucas Rachlé den Bunker auf dem Kreuzbergl künstlerisch gestaltet. Dabei haben die beiden 24-Jährigen vor einem Jahr nicht die Spraydose zur Hand genommen, sondern den Pinsel. „Wir haben das Universum mit seiner Unendlichkeit und das Chamäleon mit seiner Wandelbarkeit illustriert“, sagt Daniel Rachlé, der sich an der Akademie der bildenden Künste in Wien beworben hat. Sein Bruder Lucas möchte hingegen in Klagenfurt die Idee von bemalten Kleidern im Streetartstyle verwirklichen. „Wir möchten ein kleines Geschäft aufmachen, vielleicht sogar einen Online-Shop“, sagt der junge, freischaffende Künstler.
Als Graffiti-Künstler ist auch David Maier alias Mase im öffentlichen Raum präsent. Etwa im Europapark, wo er gemeinsam mit Isa Ess das stille Örtchen verschönert hat. Vergangenes Wochenende besprühte Maier Holzwände bei der Veranstaltung „LendWG“.
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ESTHER FARYS

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