Von Christof Habres
Der Galerist Ernst Hilger präsentiert ein umfangreiches Street-Art-Projekt.Wien. Er wurde zum ersten Mal verhaftet, als er sich auf dem Weg zu seiner ersten Museumsausstellung befand. Kaum hatte er sich aus der Anonymität seiner Graffiti-Künstler-Identität, die für interessierte Eingeweihte lediglich durch seine Tags (Signaturkürzel, das als Pseudonym der Street-Artists verwendet wird) erkennbar war, gewagt und sich einer tradierten Präsentationsform innerhalb der anerkannten Kunstrezeption zugewandt, klickten auch schon die Handschellen.
Insgesamt wurde der amerikanische Künstler Shepard Fairy, der sich von seinen Anfängen in den 1990er Jahren bis heute als einer der international bekanntesten Street-Art-Künstler etabliert hat, 16 Mal verhaftet. Weitere Arretierungen nicht ausgeschlossen. Denn er, der nun schon regelmäßig auf Ausstellungen in Galerien und Kunsthallen verweisen kann und im Jahr 2008 das weltweit bekannte Obama-Sujet „Hope“ kreiert hat, wird sich auch weiterhin unter seinem Tag „Obey“ öffentliche Flächen suchen, an die er seine Arbeiten platzieren kann.
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Aufklärungsquote in Wien lediglich 4,9 %
Wien (OTS) – „Der 2012 bundesweit durch Graffiti entstandene Sachschaden betrug 3,5 Millionen Euro“, stellte FPÖ-Nationalratsabgeordneter Doppler anlässlich einer parlamentarischen Anfragebeantwortung zum Thema Sachbeschädigungen durch Graffiti durch die Innenministerin fest.
„Und dabei handelt es sich nur um angezeigte Fälle. Die Dunkelziffer ist weitaus höher, da die meisten Fälle dieser Art des Vandalismus nur selten öffentlich gemacht würden“, so der Salzburger FPÖ-Nationalratsabgeordnete. „Die Aufklärungsquote nach § 125 StGB (in diesem Fall Sachbeschädigung durch Graffiti) lag im letzten Jahr im Bundesdurchschnitt bei 19,6 %, wobei Wien lediglich eine Quote von peinlichen 4,9% aufweisen konnte.“
Den Löwenanteil der ermittelten Tatverdächtigen würde die Altersgruppe der 14 bis 18 Jährigen darstellen. „Diese miserablen Aufklärungsquoten der letzten Jahre (bundesweit 2010 18,5%, 2011 16,9%) sind bezeichnend für die Gleichgültigkeit, mit welcher das Innenministerium dieses Kriminalitätsfeld offensichtlich als Kavaliersdelikt ansieht“, so Doppler abschließend, der die Inneministerin aufforderte endlich im Sinne der Opfer tätig zu werden.
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In Graz sind zwei Waggons, ein Triebwagen und neun Straßenbahnen von unbekannten Tätern mit buntem Lack „verziert“ worden. Die Sprühaktionen fanden nach Angaben der Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag statt, die Graffitis verursachten einen großen Schaden.
Auf dem Gelände der Graz-Köflach-Bahn (GKB) in der Friedhofgasse wurden ein abgestellter Gelenkstriebwagen und zwei Waggons über eine Länge von rund 15 Metern mit Lack besprüht.
Großer Sachschaden
Die Sprayer dürften dann weiter in die Remise der Holding Graz in der Eggenbergerstraße gegangen sein und setzten dort die Sprühaktion an neun Straßenbahnwaggons, einem Container und einem Weichenstellkasten fort. Der Gesamtschaden beträgt rund 20.000 Euro.
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In der Nacht auf Sonntag tobten sich Graffiti-Sprüher in Graz aus. Durch die Sprühaktionen an öffentlichen Verkehrsmitteln entstand hoher Sachschaden.
Samstag kurz vor Mitternacht wurde am GKB-Bahnhof in der Friedhofgasse ein abgestellter Gelenktriebwagen und zwei abgestellte Waggons auf einer Länge von etwa 15 Metern mit Lack in verschiedenen Farben besprüht. Der Schaden wird auf 7000 Euro geschätzt.(…)
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Graz / Bezirke Gries und Lend – In der Nacht auf Sonntag, 19. Mai 2013, entstand durch Graffiti an öffentlichen Verkehrsmitteln hoher Sachschaden.
Samstag, 18. Mai 2013, wurden zwischen 21.00 und 23.30 Uhr am GKB-Bahnhof in der Friedhofgasse ein abgestellter Gelenktriebwagen und zwei abgestellte Waggons auf einer Länge von etwa 15 Metern mit Lack in verschiedenen Farben besprüht. Es entstanden etwa 7500 Euro Schaden.
Sonntag, 19. Mai 2013, wurden zwischen 00.15 und 06.00 Uhr in der Remise der Holding Graz in der Eggenberger Straße neun Straßenbahnwaggons, ein Container und ein Weichenstellkasten mit verschiedenen Farben besprüht. Die Schadenshöhe beträgt etwa 15.000 bis 20.000 Euro.
Presseaussendung
vom 20.05.2013, 09:36 Uhr
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