Die Skaterpark-Rampen von Sprayern beschmiert: Jetzt startet Stadt Offensive gemeinsam mit Szene.
OSTBUCHT (ka). Sportstadtrat Jürgen Pfeiler ist verärgert, denn der Skaterpark in Klagenfurt ist über den Winter erneut zum Opfer illegaler Graffiti-Sprayer geworden. Statt ausgefallener, gut überlegter Kunstwerke zieren aber undefinierbare, beschmierte Schriftzüge die Wände im Skaterpark und sogar die Rampe.
Rutschiger Lack gefährlich
Hier entsteht auch eine neue Gefahr für alle Skater, wie der Skaterpark-Verantwortliche der Stadt Klagenfurt, Thomas Anhell, zu berichten weiß: „Die Verletzungsgefahr steigt stark an, denn durch den Lack auf der Rampe, können die Skater leicht ins Rutschen kommen.“
Die Verantwortlichen der Stadt wollen nicht länger zusehen und starten jetzt eine gemeinsame Offensive mit Graffiti-Künstler Christian Wadl. „Wir überlassen dem Künstler und seinen Workshop-Teilnehmern etwa 100 Quadratmeter am Skaterpark, die für Graffiti-Kunst angedacht sind.“
Workshop angedacht
Im Rahmen eines Workshops soll Wadl, der kein Unbekannter in der Szene ist und nur auf legalen Flächen seine Kunstwerke hinterlässt, die Flächen gestalten. Tabu bleiben allerdings die Rampen, die jetzt erstmal in mühevoller Arbeit gereinigt werden müssen.
Wadl zeigt sich begeistert von der Bereitschaft der Stadt, die Szene einzubinden, schließlich „gibt es in der Stadt noch viel zu wenige Freiflächen. Somit kann man auch die illegalen Beschmierungen eindämmen“, hofft auch der 22-jährige Künstler, der darauf verweist, dass man durch diese neue Kooperation auch Talente entdecken könnte.
Motivauswahl
Über die Motive, die künftig den viel frequentierten Skaterpark im Europapark aufwerten sollen, will man sich in diesen Tagen Gedanken machen. Aber eines steht fest: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Zum Schluss, so Pfeiler, ein Hinweis an illegale Sprayer: „Sachbeschädigungen nehmen zu. Jetzt haben wir die Genehmigung, Kameras an bestimmten Stellen zu installieren.“ Wer illegal sprayt, muss mit einer Anzeige rechnen.
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„Street-Art in Wien findet sich eher im siebten Bezirk als in Kagran und eher auf freigegebenen Flächen als auf U-Bahnen und Werbemitteln. Die Tendenz geht klar weg vom Graffiti und hin zur Kunst im öffentlichen Raum.“
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„“Wir sind sozusagen ein bisschen Post-Graffiti“, kommentiert Margit Mössmer diesen Zustand, denn: „Graffiti spricht in Codes, die nur eine kleine Gruppe verstehen kann, während Street Art und Urban Hacktivism versuchen, möglicht voraussetzungsfrei lesbar zu sein. Das Spannungsfeld sieht heute also folgendermaßen aus: Die Leute kommen oft aus dem Graffiti, haben sich aber von den ästhetischen Formen, den Botschaften und manchmal auch den Szenen verabschiedet.“
Die Straße ist in der Galerie gelandet. Sie etabliert sich, man kann damit Geld verdienen. Für die Galeristen sind erfolgreiche Street-Artists trotzdem nur aufstrebende Künstler am Anfang ihrer Karriere.“
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