Graffiti in Wien – ein politisches Problem? (vienna.at)

Kein Kavaliersdelikt, sondern Sachbeschädigung seien Graffitis, so ÖVP-Sicherheitssprecher Wolfgang Ulm. Er findet, dass alle Gebäude, die in Besitz der Gemeinde sind, von Graffitis befreit werden sollten. Außerdem sei “ein klares Wort der Politik” angebracht.
“Die Graffiti-Schmierereien in Wien sind das Ergebnis der jahrelangen Laissez-faire Politik der Stadtregierung. Es handelt sich hierbei um kein Kavaliersdelikt, sondern um Sachbeschädigung. Ein klares Wort der Politik ist hier schleunigst angebracht”, so ÖVP Wien Sicherheitssprecher Wolfgang Ulm in einer Aussendung am Dienstag. “Anstatt für die Eindämmung zu sorgen, werden sogar noch seitens der Stadt Workshops zum Thema Sprayen gefördert. Die Gemeinde Wien sollte aber Vorreiter sein und die gemeindeeigenen Gebäude endlich reinigen lassen. Wien muss sich daher in diesem Zusammenhang ein Beispiel an der KASA – der Kölner Anti Spray Aktion nehmen”, so Ulm weiter.
Graffiti in Wien
Die KASA informiert und klärt auf,ist ein ständiger Ansprechpartner zum Thema Graffiti und setzt sich für die umgehende Entfernung ein. Ziel ist die Herbeiführung eines Bewusstseinswandels in der Bevölkerung. Die ÖVP Wien hat auch wiederholt ein Stadtverschönerungsgesetz gefordert um den Verwahrlosungstendenzen in der Stadt Herr zu werden. Die Stadtregierung ist aufgefordert im Sinne der Bürgerinnen und Bürger die notwendigen Schritte zu setzen”, so Ulm abschließend.
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LINK (Presseaussendung ÖVP)

Sprühendes Festival (leobennews.at)

Die Stadt Leoben veranstaltet gemeinsam mit „Future Icons“, Verein für junge, innovative Kunst und Kultur in Graz, das Graffiti Art Festival Styria. Dieses geht  nach  dem  erfolgreichen  Start  mit  dem  New Yorker Künstler Lin „Quik“ Felton im Jahr 2011 in seine zweite Runde und findet diesmal vom 15. bis 22. Oktober 2012 in Leoben und Fürstenfeld statt. Diesjähriger  Stargast  ist  der  international  renommierte  Graffiti-Künstler Mr. Puppet (Daniél Blomqvis) aus Schweden, der unter anderem als Designer für Marken wie Adidas und Nike arbeitet. Mr. Puppet wird nicht nur Workshop-Einheiten mit Jugendlichen und interessierten Erwachsenen abhalten, sondern auch in Leoben bei der LCS-Ausfahrt eine Fläche besprühen.
Das Festival steht unter der Leitung des Kunst- und Kulturmanagers Mag. Norbert Lipp, MBA, der nach Studienaufenthalten in den USA zahlreiche internationale Tourneen, Ausstellungen und Events veranstaltet.
„Mit dem Graffiti-Event betreten wir ein neues Terrain. Es war der Wunsch der Jugendlichen, dass etwas in diesem Bereich angeboten werden soll. Diesem sind wir natürlich gerne nachgekommen. Das Festival ist Teil unserer neuen Jugendkultur-Schiene ‚Leoben kreativ‘. Indem wir Mr. Puppet eine öffentliche Fläche zur Verfügung stellen, zeigen wird außerdem, dass Leoben eine jugendliche Stadt ist, die gerne neue Wege beschreitet“, so Kulturstadtrat Franz Valland.

„Die jungen Menschen sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass man ihre Kreativität fördert und ihre Ideen und Vorhaben unterstützt“, so Festivalleiter Mag. Norbert Lipp.
„Graffiti ist eine junge Kunstform. Sie entwickelt sich laufend weiter und wir wissen nicht, wo sie enden wird. Gaffitikunst kommt von den Jugendlichen. Und die Jugend ist für mich als Künstler sehr wichtig, denn nur so kann man sehen, was im Moment passiert. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten“, sagt Graffiti-Künstler Mr. Puppet.
In der Leobener Rathauspassage werden die Teilnehmer unter professioneller Anleitung von Mr. Puppet und dem österreichischen Street-Artist „Sand One“ ihre sprühenden Ideen umsetzen. Die Workshoparbeiten werden am Freitag, dem 19. Oktober 2012, in der Kunsthalle Leoben ausgestellt und eine Woche zu sehen sein. Um 19 Uhr findet die offizielle Eröffnung mit einer DJ- und Breakdance-Performance statt.
„Graffiti ist eine Bewegung, die lebt – von der Jugend und mit der Jugend. Ich finde es sehr positiv, wenn Städte beginnen, derartige Festivals ausrichten. Weil dann hört man auf die Jugend, was sehr gut ist. Es ist toll, wenn sich berühmte Leute hier zur Verfügung stellen und ihr Wissen weitergeben“, meint Street-Artist „Sand One“.
Information unter www.leoben-kreativ.at oder telefonisch unter 03842/4062-221.
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Nächtliche Schmieraktionen: Polizei fasst Graffiti-Bande (kurier.at)

 

Bad Vöslau – Sprayer trieben im Frühling dieses Jahres ihr Unwesen in der Kurstadt. In zwei Nächten verunstalteten die Schmierer ganze Straßenzüge, machten auch vor dem Gainfarner Pfarrhof nicht halt. 30.000 Euro betrug der Sachschaden. Nach umfangreichen Ermittlungen und Hinweisen aus der Bevölkerung forschten die Bad Vöslauer Kriminalisten zwei Verdächtige aus. Sie zeigen sich geständig und wollen den Schaden ersetzen.
Sachbeschädigungen im GG von Bad Vöslau nach Hinweisen aus der Bevölkerung geklärt / Bezirk Baden
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich
Wie bereits mit den Presseaussendungen vom 21. März 2012 und 25. April 2012 mitgeteilt, wurden in der Nacht zum 21. März 2012 15 Objekte sowie in der Nacht zum 25. April 2012 wiederum 15 Objekte durch Graffiti beschädigt – unter anderem Hauswände, Stromböcke, Rollläden, Container, Garagentore, Wegweiser und Verkehrszeichen. Die Tatorte lagen entlang von Straßenzügen zwischen dem Stadtzentrum von Bad Vöslau und dem Stadtteil Gainfarn.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro.
Aufgrund der Berichterstattung in den Medien langten zahlreiche Hinweise bei der Polizeiinspektion Bad Vöslau ein. Aufgrund dieser Hinweise und nach umfangreichen Ermittlungen forschten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten einen 28-Jährigen aus dem Bezirk Baden als Verdächtigen aus.
Am 22. Juni 2012 wurde eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen durchgeführt, wobei neben belastendem Material – Entwürfe der Graffitis – auch Suchtgift sichergestellt wurde. Der 28-Jährige war bei seiner Vernehmung geständig und gab den Namen seines Mittäters bekannt.
Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Baden wurde schließlich als weiterer Verdächtiger einvernommen und zeigte sich ebenfalls geständig.
Die Männer gaben an, die Sachbeschädigungen in einem durch Alkohol beeinträchtigen Zustand begangen zu haben. Sie sind zur Schadensgutmachung bereit.
Beide wurden auf freiem Fuß angezeigt.