Nächtliche Schmieraktionen: Polizei fasst Graffiti-Bande (kurier.at)

 

Bad Vöslau – Sprayer trieben im Frühling dieses Jahres ihr Unwesen in der Kurstadt. In zwei Nächten verunstalteten die Schmierer ganze Straßenzüge, machten auch vor dem Gainfarner Pfarrhof nicht halt. 30.000 Euro betrug der Sachschaden. Nach umfangreichen Ermittlungen und Hinweisen aus der Bevölkerung forschten die Bad Vöslauer Kriminalisten zwei Verdächtige aus. Sie zeigen sich geständig und wollen den Schaden ersetzen.
Sachbeschädigungen im GG von Bad Vöslau nach Hinweisen aus der Bevölkerung geklärt / Bezirk Baden
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich
Wie bereits mit den Presseaussendungen vom 21. März 2012 und 25. April 2012 mitgeteilt, wurden in der Nacht zum 21. März 2012 15 Objekte sowie in der Nacht zum 25. April 2012 wiederum 15 Objekte durch Graffiti beschädigt – unter anderem Hauswände, Stromböcke, Rollläden, Container, Garagentore, Wegweiser und Verkehrszeichen. Die Tatorte lagen entlang von Straßenzügen zwischen dem Stadtzentrum von Bad Vöslau und dem Stadtteil Gainfarn.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro.
Aufgrund der Berichterstattung in den Medien langten zahlreiche Hinweise bei der Polizeiinspektion Bad Vöslau ein. Aufgrund dieser Hinweise und nach umfangreichen Ermittlungen forschten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten einen 28-Jährigen aus dem Bezirk Baden als Verdächtigen aus.
Am 22. Juni 2012 wurde eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen durchgeführt, wobei neben belastendem Material – Entwürfe der Graffitis – auch Suchtgift sichergestellt wurde. Der 28-Jährige war bei seiner Vernehmung geständig und gab den Namen seines Mittäters bekannt.
Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Baden wurde schließlich als weiterer Verdächtiger einvernommen und zeigte sich ebenfalls geständig.
Die Männer gaben an, die Sachbeschädigungen in einem durch Alkohol beeinträchtigen Zustand begangen zu haben. Sie sind zur Schadensgutmachung bereit.
Beide wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Loomit: Der Mac Gyver der Graffitikünstler (kurier.at)

Der deutsche Sprayer Loomit mag das Sprayen und das Abenteuer, besprüht Wände aber hauptsächlich kommerziell. Kein Widerspruch, findet er.

Loomits erste Leinwand im Freien war ein Wasserturm in Buchloe, Ost-Allgäu. Die Stadt war ebenso klein, wie Loomits Ehrgeiz und Wille zum Abenteuer groß waren. So nimmt es nicht Wunder, dass Loomit 1983 nach München zog, Häuserfassaden und Züge verzierte, mehrfach vor Gericht stand, für Werbekampagnen angeheuert wurde, unter anderem in China, Indien sowie Brasilien sprayte und mittlerweile mit 44 Jahren zu den bekanntesten Graffitikünstlern weltweit zählt.
Im Rahmen des Waves Festivals sprühte der Münchner Künstler in fünfstündiger Arbeit einen Wolf für eine bekannte Wodkamarke auf die Außenwand der Pratersauna. Im KURIER-Gespräch erzählte Loomit alias Mathias Köhler von dem Dilemma zwischen Selbstverwirklichung und Selbsterhalt, Pfadfindertugenden und seiner kuriosen Begegnung mit der kommunistischen Partei in China.
KURIER: Loomit, wie stehen Sie dazu, dass Straßenkunst mittlerweile diesen „coolen“, kommerziellen Status genießt?
Loomit: Wir sind Mainstream, Straßenkunst ist nicht mehr Underground. Wenn man sich ansieht, wie viele Kampagnen über Graffiti und Streetart laufen, wie sehr das vor allem auch online gepusht wird, dann ist klar, dass diese Kunst nicht mehr länger eine Nische ist. Das ist wie bei Rock’n’Roll, der war früher eine Subkultur und heute verdient Mick Jagger Milliarden.

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kurier.at

Zentrum der Graffiti-Kunst (meinbezirk.at)

Die Stadt Fürstenfeld steht vom 16. bis 22. Oktober mit dem Graffiti Art Festival Styria 2012 im Mittelpunkt sprühender Kunst.
Das Kulturreferat der Stadtgemeinde Fürstenfeld veranstaltet mit „Future Icons“ das sprühende Kunst-Event. „Der Erfolg im Vorjahr hat uns bestärkt, das Festival wieder nach Fürstenfeld zu holen“, so Franz Majcen, Zweiter Landtagspräsident und Kulturreferent der Stadt. Festivalleiter Norbert Lipp ist es gelungen, den 42-jährigen schwedischen Graffiti-Star MR Puppet – mit bürgerlichem Namen Daniél Blomqvist – als künstlerischen Leiter zu gewinnen.
MR Puppet ist ein High Performance-Künstler und arbeitet unter anderem als Art-Director und Designer für Marken wie Adidas und Nike. Seine Kunstwerke sind in renommierten Galerien und Museen von Amsterdam über Paris bis Los Angeles zu sehen. Unter dem Pseudonym „Sand One“ wird ihm ein Künstler aus der professionellen österreichischen Graffiti-Szene assistieren.
Auf dem Programm stehen Workshops, Performances und Ausstellungen. Die Graffiti-Workshops finden von 16. bis 18. Oktober statt. Die Vormittagstermine (10 bis 13 Uhr) sind für Schulen reserviert. Anmeldungen zu für die Termine am Nachmittag sind unter www.future.icons.at. möglich. Die Teilnehmeranzahl pro Workshop, die in der Werkshalle der ehemaligen Tabakfabrik sowie im Grabherhaus über die Bühne gehen, ist auf maximal zwölf Teilnehmer beschränkt.
Zum Abschluss des Festivals gibt es zwei Ausstellungen am 20. Oktober.
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