Die Klagenfurterin „Frau Isa“ zählt zur Graffiti-Kunst-Elite.
Die gebürtige Klagenfurterin Isabella Ess alias „Frau Isa“ ist auf dem besten Weg eine namhafte internationale Graffiti-Künstlerin zu werden. Der WOCHE gab sie ein Interview.
WOCHE: Sie nennen sich „Frau Isa“ – Warum?
ISABELLA ESS: Mein ehemaliger Mitbewohner und guter Freund Paul hat irgendwann begonnen mich „Frau Isa“ zu nennen, weil ich so für ihn gesorgt habe wie eine Gouvernante oder Oma.
Wie sind Sie Graffiti-Malerin geworden?
Ich habe mit sechzehn Jahren spontan begonnen und bin dabei geblieben. Es hat mir Freude bereitet.
Worin liegt die Faszination für Graffiti?
Die Technik ist für mich das interessanteste an Graffiti. Man hat unendliche Möglichkeiten und fast keine Einschränkungen. Jeder Stil findet seinen Platz. Natürlich ist es auch reizvoll in diesen Dimensionen zu arbeiten und das auch noch im öffentlichen Raum. Das ist was anderes als auf Leinwand.
Wo ist die Grenze zwischen Vandalismus und Kunst?
Für mich ist es sofort Vandalismus wenn man etwas zerstört was einem nicht gehört. Manchmal kann Vandalismus auch Kunst sein aber das ist eine komplizierte Angelegenheit. Absolut unverständlich ist für mich das Beschädigen, und es ist definitiv eine Beschädigung, von historisch wertvollen Gebäuden.
Woher holen Sie sich die Anregungen und Ideen?
Die Einfälle kommen spontan, manchmal arbeitet man länger an Ideen. Inspiration kann man aber überall finden.
Wie hat sich die Szene in Klagenfurt bzw. Kärnten entwickelt? Gibt es überhaupt eine Graffiti-Szene?
Bei meinen Kärntenaufenthalten merke ich, dass sich nicht viel tut. Früher wars lebendiger.
Sie sind eine namhafte Künstlerin in Österreich und darüber hinaus. Es heißt immer, dass der Prophet in der eigenen Heimat nichts Wert ist – wie waren denn Ihre Anfänge in Klagenfurt?
Ich wurde in Klagenfurt von Anfang an akzeptiert. Wahrscheinlich deshalb weil ich mit meinen Bildinhalten nie provoziert habe. Im Ausland werde ich aber schon anders behandelt. Nennen wir es künstlerisch wertvoller vielleicht. Aber es wird auch in Österreich langsam besser, immerhin habe ich im November eine Ausstellung in Klagenfurt, im Artlane.
Welche Motive malen Sie am liebsten?
Mir geht es meistens mehr um die Stimmung als um die Motive selbst. Meine Bildinhalte werden aber oft als märchenhaft beschrieben. Und wie es in den Märchen meistens so ist, schwingt auch immer wieder was furchteinflösendes mit. Das machts ja so spannend…
An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Momentan arbeite ich viel mit meinem Kollektiv ,The Weird‘ – wir haben diese Tage eine große Ausstellung in Berlin. Das nächste große Projekt ist die Ausstellung in Klagenfurt mit meinem Verlobten. Zwischendurch beschäftige ich mich mit kleineren Arbeiten, Illustrationen und anderen Aufträgen.
Kann man Ihre Graffiti-Kunst auch kaufen bzw. kann man Sie „buchen“?
Ja, ich verkaufe Leinwände und auch Drucke, und man kann mich auch für Wandgestaltungen beauftragen.
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Saubermacher bietet als erstes Privatunternehmen auf einer firmeneigenen Anlage jungen Graffiti-KünstlerInnen eine Fläche zur Gestaltung an.
Der Murradweg hat eine Attraktion mehr zu bieten. Auf Höhe der Saubermacher Sortieranlage in der Puchstraße können sich Radler, Skater und Spaziergänger ab sofort über ein Stück Jugendkultur freuen. Ein internationales Team rund um das erste Grazer Graffiti Studio „Scrawl“ hat die vormals graue Halle über 60 m Länge und bis zu 9 m Höhe innerhalb einer Woche in eine bunte lebenswerte Zukunft verwandelt. Zu sehen ist im übertragenen Sinne, was hinter den hohen Mauern passiert. Die Metamorphose von Abfall in wertvolle Ersatzrohstoffe und damit eine blühende von jeglichem Abfall befreite Welt.
„Seit Jahren suche ich für die doch eher schmucklose Rückseite unserer Sortieranlage für die gelbe Tonne nach Ideen einer Verschönerung bzw. sinnvollen Nutzung. Dass es gleich eine Grafitti-Wand geworden ist, überrascht mich jetzt natürlich. Aber ich muss sagen, eine derart gelungene, zeitgemäße Darstellung unserer Tätigkeit freut mich doppelt,“ so Saubermacher Gründer Hans Roth bei der offiziellen Einweihung und Übergabe der Wand an die Öffentlichkeit. „Gemäß unseren Firmenwerten übernehmen wir Verantwortung für die Gesellschaft. Und dazu zählt für mich eben auch, der Jugend Raum zu geben, ihre Ideen auf legale Weise auszuleben“ so Roth weiter.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3419
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Scrawl Freewall Eröffnung, Heute ab 12:00
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Die komplette Stop The Buff #8 Preview findest du hier.
Waves Vienna startet am 4. Oktober
Das Waves Vienna Festival bietet mit über 100 Acts und Konzerten in ganz Wien einen idealen Rahmen für diese Aktion. Vom 4. bis 7. Oktober werden insgesamt zwölf Bühnen entlang des Wiener Donaukanals und der Praterstraße von talentierten neuen Musikern und bereits etablierten Acts bespielt. Zur gleichen Zeit feiert die Pratersauna den Kick-Off zum Waves Vienna Festival und lockt das Wiener Partyvolk unter anderem mit Rustie, Mike Polarny und Florian Blauensteiner.
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