Roa über die „Grüß Gott“-Gesellschaft (orf.at)

Während die altehrwürdigen Feuilletons diesseits und jenseits des Atlantiks Street-Art jüngerer Schule gerade in ihren kunsthistorisch approbierten Kanon berichtenswerter Themen einreihen, sind die Künstler selbst weiter der Verfolgung durch die Behörden ausgesetzt.
Es ist nicht Koketterie alleine, wenn Street-Artists wie Banksy und Roa nur durch ihre Werke erkannt werden wollen. Auch die Prominenz der Szene ist nicht vor Festnahmen gefeit. In der Öffentlichkeit wird nicht groß darüber gesprochen, in den einschlägigen Foren im Internet kann man sich jedoch rasch ein Bild machen. Roa sagt im Interview mit ORF.at: „Bei Street-Art weißt Du nie, was Dich erwartet. Das ist anders als im Atelier. Ich habe versucht, nicht zu viele Probleme zu haben. Trotzdem habe ich viele Polizeiautos gesehen, und ich war auf Polizeistationen.“
Unkontrollierbar wie ein Pilz
Die Strafen für Graffiti seien absurd. Es sage viel über unsere Gesellschaft aus, dass Graffiti-Writer oft härter bestraft würden als jemand, der Kinder missbraucht, so Roa. Street-Art sei sichtbar – das sei das Problem. Was hinter vier Wänden im Verborgenen geschehe, interessiere niemanden, solange die äußere Hülle in Ordnung sei. Roa erinnert an den „Fall Fritzl“ und sagt, es reiche, jeden Tag freundlich „Grüß Gott“ zu sagen, um die Nachbarn nicht weiter zu interessieren. So viel Österreichisch hat Roa bei seinem kurzen Aufenthalt schon gelernt.
Er hat sich im Lauf der Jahre eine Theorie zugelegt, warum das Bemalen von Wänden immer noch verfolgt wird. Das Problem sei, dass sich Street-Art dem Verständnis vieler Menschen entziehe, weil sie den Grundprinzipien der Gesellschaft zuwiderlaufe. Die Künstler bekämen dafür kein Geld – im Gegenteil, die Farbe koste sogar noch etwas. Man wisse nicht, wer sie seien. Graffiti würden Angst machen, weil sie sich nicht kontrollieren lassen wie ein Pilz.

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Simon Hadler, ORF.at

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Versuchter Handyraub durch Graffitisprayer (bmi.gv.at)

Presseaussendung der Bundespolizeidirektion Wien
Bereits am 24. Juli 2011 beobachtete ein 25-jähriger Bursche in der U-Bahn drei bislang unbekannte Täter beim Besprühen des U-Bahnwaggons. Als der junge Mann mit seinem Handy ein Foto von dem Trio machen wollte, stürzten sich die drei auf ihn und versuchten ihm das Mobiltelefon zu entreissen. Da sich das Opfer nach Kräften wehrte, flüchteten die Täter ohne Beute. Dieser „Sprayergruppe“ werden zahlreiche weitere Sachbeschädigungen im U-Bahnbereich beginnend mit Anfang Oktober 2010 aufgrund der charakteristischen Handschrift der Graffitizeichnungen zur Last gelegt.
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EDELEKEL – ABSTRAKT DYNAMISCHE VISIONEN

ARTLANE − Urban Art Gallery
Graffitikunst/Fineart – en gros en detail!!
Freitag, 9. September · 19:00 – 22:00
Unter dem Motto “ abstrakt dynamische visionen” präsentiert der gebürtige Klagenfurter Graffitisprüher seine Arbeiten auf Leinwand und diversen Objekten, aus dem letzten Jahr seines künstlerischen Schaffens.
Eröffnung und einführende Worte:
DDr. Curt E. Cervenka Mag. art. et Mag. phil.
Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend.
ARTLANE, Pfarrhofgasse 4H, 9020 Klagenfurt
Mehr Infos:
www.artlane.at
http://www.facebook.com/pages/ekelstudio/213425908692204

Graffiti-Jam in Gedenken an Levin Statzer

Am 10. September gedenkt man bei Wiens bekanntem Levin Jam erneut des viel zu früh verstorbenen Künstlers Levin Statzer.

In Gedenken an Levin Statzer, einem der bekanntesten Graffiti-Künstler Wiens, findet heuer bereits zum 6. Mal der Levin Jam statt. Am 10. September geht Wiens bekannter Graffiti Jam wieder an der Nordbrücke über die Bühne.
Zu Gast sind auch heuer einige große Namen aus der Szene. Die hochkarätigen Gäste sind CAT 22 aus Amsterdam, DIZER aus Paris, MASON aus Dortmund, MORON aus Amsterdam, NUG aus Stockholm, QUIK aus New York, RDKU aus Berlin, ROCKY aus Barcelona, SCHWARZ aus Berlin, SHER aus Amsterdam und VINO aus Barcelona.
Skero-Track für Levin
Außerdem gibt es eine sogenannte Rookie Wall auf der sich Anfänger ausprobieren dürfen. Wer sich noch schnell unter foundation@levin-statzer.at anmeldet, kann sich von einem Profi – heuer von QUIK aus New York – Tipps holen. Bitte unbedingt den vollen Namen und Alter angeben. Mindestalter: 10 Jahre.
Die ersten fünfzehn Anmeldungen malen bei dem Jam am 10. September mit, für die anderen gibt es in den darauffolgenden Tagen einen Mal-Workshop.
Der österreichische Hip-Hopper Skero ist selbst auch Street-Art-Künstler und hat seinem verstorbenen Freund Levin eine eigene Nummer gewidmet.
Levin Statzer Foundation
2005 kam der damals 30-Jährige bei einem Autounfall ums Leben. Freunde und Familie gründeten in Gedenken an ihn die Levin Statzer Foundation mit dem Ziel, junge KünstlerInnen und Projekte aus dem Street und Urban-Art-Bereich zu fördern.

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