Nachdem vergangene Woche der wohl berühmteste Graffiti-Sprayer des Landes, „Puber„, festgenommen worden war, sind der Polizei nun drei weitere Sprayer in die Hände geraten. Es handelt sich um eine dreiköpfige „Tagger-Crew“, bestehend aus einem Wiener und zwei Briten. Die drei Sprayer – und ein mittlerweile auf freiem Fuß angezeigter Mittäter – waren am Freitagabend beim Besprühen einer U-Bahngarnitur geschnappt worden. Hier gilt als Haupttäter ein 23-jähriger Brite, den die Polizei laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger sogar mit derzeit schon an die 350 Sachbeschädigungen durch Graffiti oder Flusssäureverätzungen von öffentlichem Eigentum in Verbindung bringt. Er soll seit mehr als zwei Jahren als Sprayer unterwegs gewesen sein, ein weiterer Engländer seit mindestens 2012. Mit den beiden vorerst festgesetzt wurde auch ein Wiener Krankenpfleger (17), ein dritter Engländer erhielt eine Anzeige. „Drei Beschuldigte wurden Samstagnacht in die Justizanstalt überstellt. Der Journalstaatsanwalt hat U-Haft verfügt“, berichtete der Polizeisprecher. Das Quartett soll in wechselnder Besetzung unzählige „Tags“ angebracht haben, u.a. die Schriftzüge „RIOTS“, „EXTRA“, „T-BAG“, „DONUT“ und „GNS“.
Quelle: heute.at
Der Graffiti-Sprayer „Puber“, der am Donnerstag in Rudolfsheim-Fünfhaus in Wien festgenommen wurde, hat bei seinen Einvernahmen bisher jede Aussage verweigert. Im Internet formt sich indes Unterstützung für den Schweizer: eine Facebook-Gruppe fordert seine Freilassung. Der 29-jährige Schweizer brasilianischer Abstammung aus dem Kanton Zürich soll mit Sprayaktionen in Wien einen Sachschaden von mindestens 50.000 Euro verursacht haben, teilte Polizeisprecherin Adina Mircioane mit. Ein anonymer Hinweis führte die Polizei am Donnerstag Vormittag zu der Wohngemeinschaft, in der der Gesuchte lebte. Der Mann versteckte sich vor den Beamten auf einem Vordach des Hauses, wurde dort aber entdeckt und vorläufig festgenommen. (…)
Quelle: heute.at
Wohl aus Langeweile dürfte ein 19-jähriger Jugendlicher am Wochenende zahlreiche Telefonzellen, Verkehrszeichen und Stromkästen in Neubau mit wirren Kritzeleien beschmiert haben. Der junge Mann, der mit rotem und schwarzem Filzstift sinnlose Botschaften wie „Drug“ hinterließ, wurde von Polizisten auf frischer Tat ertappt. Als sie ihn zur Rede stellten, beichtete er den Beamten weitere „Kunstwerke“ auf der Mariahilfer Straße, die ebenfalls aus seiner Feder stammten. Dem Täter konnte Sachbeschädigung in 54 Fällen nachgewiesen werden. Er wurde angezeigt. Clemens Oistric
Quelle: heute.at 54 Fälle von Sachbeschädigung
in Wien-Neubau
Polizeibeamte haben Freitagfrüh in Wien-Floridsdorf mit Schreckschüssen einen Graffiti-Sprayer gestoppt. Die Exekutive bekam um 4.12 Uhr einen Tipp, dass zwei Sprayer im Bereich des Bahnhofs Leopoldau gesichtet wurden. Die Beamten ertappten die Verdächtigen auf frischer Tat. Sie waren gerade dabei, eine Lärmschutzwand einer S-Bahnunterführung zu besprühen.
Als die Maskierten die Uniformierten sahen flüchteten sie über einen Notausgang. Die Polizisten verfolgten sie und gaben zwei Schreckschüsse in die Luft ab.
Einer der Verdächtigen blieb daraufhin stehen, er wurde festgenommen. Sein Komplize entkam unerkannt. Eine Dose mit Lackspray und Nachfüllflaschen wurden sichergestellt.
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Freispruch für jungen Kärntner (23). Das wird viele seiner „Kollegen“ freuen: Ein Graffiti- Sprayer muss keine Strafe zahlen, „da sein Werk die Funktion einer Stützmauer nicht beeinträchtigt“.
Und weil sich bereits zahlreiche andere Graffitis auf der Mauer befanden. Manuel B. (23) wurde beim Bemalen einer im Besitz der ÖBB befindlichen Mauer in Klagenfurt erwischt. Da er sich weigerte, eine Rechnung über 1.395 Euro zu bezahlen, zogen die ÖBB vor Gericht.
Dort rechtfertigte sich der Kärntner damit, dass an dieser Stelle „seit mehr als 20 Jahren“ gesprayt werde und die Mauer bereits „mehrere Schichten Farbe von dutzenden Graffiti“ trage. Richterin Margret Wenger sah das genauso: Der angeklagte Tatbestand der Sachbeschädigung sei nicht erfüllt, berichtet die „Kleine Zeitung“.
Quelle: heute.at