Der Prozess wegen 180 Graffiti an öffentlichen und Privathäusern, Kirchen, Lärmschutzwänden oder Zügen hat Dienstagabend mit einer Verurteilung geendet: vier Monate auf Bewährung für einen 19-Jährigen. Die vier anderen Angeklagten leisten gemeinnützige Arbeit.
Die Staatsanwaltschaft ging von 180 Graffiti mit einem Gesamtschaden von rund 150.000 Euro aus. Die Beschuldigten sollen von Ende 2010 bis Sommer 2013 Fassaden von öffentlichen und privaten Gebäuden, Kirchen, Lärmschutzwände, Trafohäuschen, Automaten, Züge und Busse besprüht haben. Sie verübten die Sachbeschädigungen der Staatsanwaltschaft zufolge vorwiegend in der Stadt Salzburg, nahmen aber auch Bahnhöfe in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Freilassing in Bayern ins Visier. Um die Täter ausfindig zu machen, bildete die Salzburger Polizei die „Soko Graffiti“.
In vielen Anklagenpunkten kein Nachweis möglich
Die Burschen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren stammen großteils aus der Stadt Salzburg. Sie waren hauptsächlich während der Nacht mit ihren Sprühdosen und Lackstiften unterwegs. Der Hauptangeklagte soll allein einen Schaden von rund 68.000 Euro verursacht haben. Verteidiger in dem Prozess betonten allerdings, dass ihre Mandanten weit weniger Graffiti zu verantworten hätten als in der Anklage aufgelistet wurde. Auch der Schaden sei viel geringer gewesen.
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– heute.at
– salzburg.com
– tt.com
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Der Schweizer Sprayer „Puber“ ist am Donnerstag wegen schwerer Sachbeschädigung zu 14 Monaten Haft, davon vier Monate unbedingt verurteilt worden. Er soll in Wien mehr als 230 Mal den Schriftzug „Puber“aufgesprüht haben.
In mühsamer Kleinstarbeit ist Richter Wilhelm Mende am zweiten Verhandlungstag von 9.30 Uhr bis zum späten Nachmittag alle Fakten akribisch durchgegangen, die dem Schweizer Graffiti-Sprayer zur Last gelegt werden. Kritisiert wurde vom Verhandlungsleiter die Arbeit der Ermittlungsbehörden: „Ich muss hier dreifache Buchführung machen, ist ja nicht so.“ Noch heute sollte ein Urteil gefällt werden.
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Urteilsverkündung
Renato S. ist schuldig, der Schaden übersteigt aber nicht die 50 000 Euro. Der Richter zäht nun die Schadensbeträge auf, was ziemlich langwierig ist.
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Margit Leidinger hat schon zahlreiche Malereien von diversen Mauern entfernen müssen. Im Vorjahr gab es österreichweit rund 4.500 Anzeigen. Die Expertin erklärt, ob sich die Graffiti-Szene in den vergangenen Jahren verändert hat.
Das Video dazu gibt es hier.

Alle Videos gibt es in der ORF Tvthek:
– Heute Mittag
– Heute Österreich
– Wien Heute
– Zeit im Bild
– ZIB 20
Der Sprayer aus Zürich bekennt sich teilweise schuldig. Er will in Wien etwa 20 bis 30 Mal „Puber“ gesprayt haben. Der Staatsanwalt bezeichnet die Schriftzüge als „Plage“. Die Verteidigung kritisiert „Fehler in der Anklage“.
Im Wiener Landesgericht sitzt heute Renato S. auf der Anklagebank. Er soll jener Sprayer sein, der in ganz Wien seinen Tag „Puber“ an Häuserwände gemalt haben soll. Insgesamt 232 Fakten finden sich in der Anklageschrift gegen Renato S., Staatsanwalt Berghammer spricht in seinem Eröffnungsplädoyer von der „Plage“ Puber, der sein „Unwesen“ treibe und „Hauseigentümer quäle“. Von diesen Hauseigentümern sind zahlreiche zum Prozess erschienen.
Berghammer wirft dem Sprayer vor, einen Schaden von mehr als 50.000 Euro verursacht zu haben, was ein Strafmaß zwischen sechs Monate und fünf Jahren Haft bedeute. Puber habe Wien „sicherlich seinen Stempel aufgedrückt“, sagt der Staatsanwalt.
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Der Sprayer „Puber“, der mit seinem Schriftzug in Wien unzählige Hauswände besprüht haben soll, steht ab heute wegen schwerer Sachbeschädigung vor Gericht. 232 Fakten sind angeklagt. Der 30-Jährige wird sich teilweise schuldig bekennen.
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weiterlesen auf orf.atEinen Livebericht gibt es auf derstandard.at
Ab Mittwoch steht der Sprayer „Puber“ vor Gericht. Er hinterließ seinen Schriftzug in Wien unzählige Male. Im Vorfeld rückt die Frage ins Zentrum, wann Graffiti Kunst und wann Kriminalität ist: ein Gespräch mit Wiens erfolgreichstem Sprayer Nychos.
Der Graffiti-Schriftzug „Puber“ begann ab Mai vergangenen Jahres in intensiver Weise das Wiener Stadtbild zu prägen. Im Szenejargon heißt dieses Anbringen von Schriftzügen in der Öffentlichkeit Taggen. „Getaggt wird meist mit der Absicht, dass so viele Leute wie möglich diesen Namen kennen“, erklärt der in Wien lebende Graffiti-Maler, Künstler und Illustrator Nychos im Gespräch mit der APA.
Ein 30-Jähriger Schweizer könnte dafür bis zu fünf Jahre Haft wegen schwerer Sachbeschädigung ausfassen, sollte er ab Mittwoch vor Gericht als Verursacher von zumindest einiger dieser „Puber“-Tags verurteilt werden. Ähnlich ist es vor 30 Jahren seinem Landsmann Harald Naegeli in der Schweiz ergangen, der mit seinen Strichfiguren als „Sprayer von Zürich“ bekannt wurde. Neun Monate Haft musste Naegeli absitzen – samt hoher Geldstrafe – inzwischen ist er ein international anerkannter Künstler.
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Sechs internationale Künstlergruppen sind derzeit im Rahmen der Ausstellung „Cash, Cans and Candy“ in Wien. Ihre Werke sind nicht nur in der Galerie Hilger zu besichtigen, es entstehen auch neue Kunstwerke auf Wänden, Mauern und Garagen.
Auf einer Mauer in der Argentinierstraße in Wien-Wieden entsteht etwa ein gemeinsames Experiment der Künsteler „Know Hope“ aus Israel und „2501“ aus Italien. „2501 hat zuerst die abstrakten Formen aufgemalt, ich schreibe jetzt dazu einen Text, eine Art Erzählung in Realzeit, dann wird er nochmals drübermalen und das dokumentieren wir in einer Art Videoshow“, erklärte dazu „Know Hope“ gegenüber „Wien heute“.
„Wir versuchen hier mit allen gemeinsam, die sich hier an der Wand verwirklicht haben, eine Geschichte zu erzählen, ich denke das ist eigentlich die Botschaft“, erklärte „2501“.
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