Einfach auf den Knopf drücken und los sprühen? So simpel ist die Graffiti-Kunst nicht. Im Schloss Mirabell arbeiten junge Sprayer seit zwei Tagen an großformatigen Auftragswerken für Büros der Stadtverwaltung.
Tamara Volgger, in der Szene bekannt als SOMA, lässt auf einer Riesenfläche aus vier Leinwänden ein „Spielbrett“ entstehen, auf dem die vielfältigen Aufgabenbereiche der Salzburger Stadtplanung an den Start gehen: Kinder setzen Spielplätze rein, junge Leute wollen Wohnungen, die einen breite Straßen und die anderen mehr Grün. „Die Interessen der Menschen in der Stadt sind so verschieden, und eigentlich muss man immer einen Kompromiss finden“, meint Tamara und hat sich zur Visualisierung dieser Grundidee, in Anlehnung an Monopoly, eine Art Spielbrett ausgedacht. Ihr Artwork wird zukünftig im Foyer der Planungsabteilung in der Schwarzstraße zu sehen sein.
Jugendbeauftragte Isabel Bojanovsky über das projekt „Roomservice“: „Wir wollten einmal klar machen, dass Graffiti eine ausdruckstarke Kunstform ist, und nicht irgendein jugendlicher Blödsinn. Deshalb geben wird den Artists und ihre Werken auch offiziell Raum.“ Das passiert nicht nur im Rahmen von „Roomservice“, sondern auch durch mittlerweile zwölf legale Flächen für Sprayer im Stadtraum, die sogenannten „Salzwände“. LINK
Burggasse: Der gesuchte Graffiti-Sprayer Puber überschmiert Zeichnungen bei einer Kirche.
NEUBAU. Er ist einer der aggressivsten Sprayer der Szene: der Schweizer Tagger Puber. Seine Schriftzüge sind in ganz Europa zu finden, nun hat er auch in Neubau zugeschlagen und Kinderzeichnungen bei der Kirche Notre Dame de Sion übersprayt. Der Aufschrei im Bezirk ist groß: „Zeichnungen von Kindern zu überschmieren ist das Letzte!“ steht auf einer Tafel, die Bezirkschef Thomas Blimlinger bei der Kirche anbringen ließ. „Für uns ist es wichtig, zwischen Graffiti-Kunst und Schmierereien zu unterscheiden“, betont Bezirksvize Gertrude Brindlmayer. „In diesem Fall müssen wir sagen: ‚Stopp, das geht nicht!'“
Norbert Siegl vom Institut für Graffiti-Forschung erklärt: „Graffiti-Sprayer halten sich an keine Regeln – das ist die Grundidee.“ Sprayer im Visier
Der Bezirk reagiert nun: „Wir haben alle Hausverwaltungen darüber informiert, was man in so einem Fall machen kann. Außerdem wird die Polizei verstärkt kontrollieren.“ LINK
Graz, Bezirk Gries – Unbekannte Täter besprühten in der Nacht zum Freitag zwei Eisenbahnwaggons. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Bislang unbekannte Täter begaben sich in der Nacht zum 2.8.2013 zwischen 00:00 und 05:00 Uhr auf den Bahnhof der Graz-Köflacher-Bahn in der Friedhofgasse und besprühten zwei Eisenbahnwaggons mit Lackfarbe. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Zweckdienliche Hinweise sind erbeten an: Polizeiinspektion Graz-Hauptbahnhof, 059133/6584
Presseaussendung
vom 02.08.2013, 13:40 Uhr
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