Unbekannte besprühten Baufahrzeuge (bmi.gv.at)

„Gössendorf/Bezirk Graz Umgebung
Presseaussendung der Sicherheitsdirektion Steiermark
Unbekannte haben am vergangenen Wochenende bei einer Baustelle Baufahrzeuge und -einrichtungen mit Farbe besprüht.
In der Zeit vom 03.06. zum 06.06.2011 haben unbekannte Täter die Baustelle des Murkraftwerkes betreten. Anschließend wurden zahlreiche Baufahrzeuge und Baueinrichtungen mit roter, grüner und blauer Lackfarbe und den Bezeichnungen „C“, „CRIPZ“, „MEXICO“ und „LAC“ besprüht. Durch die Sprühaktion entstand ein Sachschaden von 3.000 Euro.
Die PI Hausmannstätten ersucht um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 059/133/6139.“
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Sprayer im Raum Völkermarkt ausgeforscht (kleinezeitung.at / bmi.gv.at)

„Das ganze Frühjahr hindurch versuchten sich drei junge Burschen aus Völkermarkt als Graffiti-„Künstler“ und beschmierten insgesamt elf Hausfassaden im Stadtgebiet von Völkermarkt.
(…) “
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„Bezirk Völkermarkt
Sachbeschädigungen-Klärung
Presseaussendung der Sicherheitsdirektion Kärnten
Nach umfangreichen Erhebungen durch die Kriminalgruppe der Polizeiinspektion Völkermarkt konnten drei Jugendliche aus Völkermarkt, im Alter von 19, 19 und 15 Jahren, ausgemittelt werden, sie sind verdächtig in der Zeit von Jänner bis April 2011 im Stadtgebiet von Völkermarkt Außenfassaden und öffentliche Einrichtungen (insgesamt 12 Tatorte) durch GRAFFITI Zeichnungen beschmiert zu haben.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf ca. 1.800,-Euro.“
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Schuss wegen Sprayens

Sprayer können eine ziemliche Irritation sein, aber Schießen ist unverhältnismäßig
Graffiti sind cool, Ausdrucksmittel einer jungen Generation, können sogar eine Kunstform sein und/oder ein sozialer Protest. So sehen das manche.
Die anderen sehen in Graffiti vor allem einen Angriff auf zivilisiertes Zusammenleben in der Großstadt: Meist ist es ein aggressives, eher banales Gekrakel, mit dem ganze Straßenzüge in Wien verunstaltet werden.
In manchen Bezirken kann man die Spur der Sprayer kilometerweit verfolgen. Kein Mensch hält sich an die offiziell ausgewiesenen Graffiti-Flächen. Keine frisch renovierte Hausfassade ist sicher (wann wird wohl der erste Sprayer der strahlend weißen Fassade des Theseus-Tempels im Volksgarten nicht widerstehen können?).
Es handelt sich, wie gesagt, um eine Frage des sozialen Zusammenlebens. Die Stadt Wien hat da offenbar Handlungsbedarf erkannt: Im ersten Quartal dieses Jahres gab es 512 Festnahmen und Anzeigen wegen Graffiti.
Aber: Dass jetzt ein Polizist in Wien-Währing einen Warnschuss in die Erde abgegeben hat, weil die Funkstreife sonst drei jugendliche Sprayer nicht fassen hätte können, ist schon wieder jenseits. Die Sprayer können eine ziemliche Irritation sein, aber Schießen stellt eine unverhältnismäßige Gewalt dar.
Die Stadt setzt recht erfolgreich Mediatoren im Gemeindebau ein. Es müsste auch eine Strategie möglich sein, um das Sprayen einzudämmen. (RAU/DER STANDARD, Printausgabe, 4./5. Juni 2011)“
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