
Lukrezia möchte mit ihrer Kunst ein Zeichen setzen. Das geht am besten im öffentlichen Raum. Mit Schablonen gestaltet sie Schicht für Schicht Bilder aus ihrer feministischen Serie „angry girls“.
(Mo., 17.4.2023 | 19.45 Uhr)
Seit einigen Wochen verschönern zwei Grünspechte eine Hausfassade in der Linzer Industriezeile. Das riesige Wandgemälde, das im Fachjargon als „Mural“ bezeichnet wird, stammt von Julia Heinisch und ihrem Partner Frederic Sontag. Die beiden bilden das Street Art-Duo „Video.Sckre“ und sie haben sich auf Graffitis im großen Stil spezialisiert.
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Ein beeindruckendes Bild erwartet die Besucher der Brucker Marienkirche jährlich in der Fastenzeit: Den Hochaltar verhüllt dann nämlich ein Stück Graffiti-Kunst der Künstlerin Tamara „Soma“ Volgger.
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Das erste „Style-Writing“ wurde in Kärnten 1986 im Innenhof der Goldenen Gans gesprüht.
Ihren Namen hinterließen schon altägyptische Künstler auf Wänden. Das, was heute als Graffiti bezeichnet wird, hat seine Wurzeln jedoch in den USA der 1960er-Jahre, wo das moderne „Style-Writing“ entwickelt wurde. In Kärnten entstand so eines erstmals 1986 im Innenhof des Hauses „Goldene Gans“ am Alten Platz in Klagenfurt.
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Auch Wandbemalungen aus der frühen Vergangenheit und Gegenwart sind für die Wissenschaft interessant
Im Gastblog berichten Benjamin Wild und Jona Schlegel von einem Forschungsprojekt zu Graffiti am Donaukanal.
Menschen, wo auch immer sie sind, hinterlassen seit jeher Markierungen. Graffiti finden sich in den französischen Höhlen von Lascaux, als Gladiatorenabbildungen in den Straßen des römischen Pompeiis oder als Gefangenenritzungen des sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert im Beauchamp Turm in London. Damals wie heute gibt diese Art des kulturellen Erbes Einblicke in unsere Lebens- und Denkweisen. Der Umgang damit unterscheidet sich jedoch grundlegend.
Während Graffiti, die hunderte oder tausende von Jahren alt sind, mit größter Sorgfalt wissenschaftlich dokumentiert werden, geschieht dies bei modernen Graffiti kaum. Indigo, ein Graffiti-zentriertes Forschungsprojekt, versucht genau das zu ändern. Mittels modernster Methoden werden die Graffiti am Donaukanal dokumentiert, inventarisiert und bald der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht.
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Zwei Graffity-Sprayer aus Villach sind ausgeforscht worden. Das Duo soll über 15 Jahre lang Züge besprüht und dabei einen Gesamtschaden von über 500.000 Euro verursacht haben. Alleine im vergangenen Jahr erwischten die ÖBB österreichweit 32 Sprayer auf frischer Tat.
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ÖBB vermelden Schlag gegen illegale Sprayer in Kärnten. Zwei Männer sollen über einen Zeitraum von 15 Jahren einen Schaden von mehr als 500.000 Euro verursacht haben.
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Graffiti sind schon seit Langem kein Kavaliersdelikt mehr. Die illegalen „Kunstwerke“ verlieren bei Sprayern allerdings nicht an Beliebtheit. Gemeinsam mit der Polizei und modernster Technologie gelingt es der ÖBB immer öfter, Sprayer noch vor ihrer Straftat zu überführen. Zwei Graffiti-Sprüher in Villach hinterließen 15 Jahre lang ihre Kunstwerke auf Zügen. Jetzt müssen sie sich dafür verantworten.
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Anläßlich des 150. Geburtstages von Wiener Wasser hat die Künstlerin Frau Isa im Hubert-Feilnreiter-Hof in der Linken Wienzeile 72-76 ein Mural gestaltet. Markus Egger war vor Ort und hat der gebürtigen Kärntnerin bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut und mit ihr u.a. über ihre Anfänge in Klagenfurt, Kunst am Bau, das gute Wiener Wasser und warum der erste Tag zum Bemalen einer Wand oft der schwierigste ist, gesprochen.
Den Podcast gibt es hier.
2022 sind um 37 Prozent mehr Grafittis als im Vorjahr gemeldet worden. 32 Sprayer sind erwischt und angezeigt worden.
Vergangenes Jahr sind der ÖBB zwei ganz „dicke Fische“ ins Netz gegangen: Ein Duo in Villach hatte sich offenbar seit 15 Jahren dem Graffiti-Sprayen gewidmet, als „Leinwand“ diente Eigentum der ÖBB. Dem Duo konnte eine Rekordsumme von über 500.000 Euro durch Graffiti-Schäden nachgewiesen werden.
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