Bei einer Unterführung in Klagenfurt sind Graffiti links geduldet, rechts verboten. Ein 23-Jähriger muss sich nun wegen schwerer Sachbeschädigung vor Gericht verantworten. Von Esther Farys.
Legal, geduldet, verboten? Das ist die Frage, wenn es um das Besprühen der Graffiti-Fläche in der Tarviser Straße unterhalb der Bahn- und Autobahnzubringerbrücken geht. Denn seit den 1990er-Jahren sind die Pfeiler der Unterführung an der Lend beliebtes Ziel von Graffiti-Künstlern. Mehrere hundert Schichten liegen dort bereits übereinander. Beiträge in Zeitungen und Online-TV dokumentieren das.
Zurück zur eigentlichen Frage: Geht es nach den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist das Besprühen der Pfeiler unterhalb der Bahnbrücke zumindest seit Januar 2013 verboten. Da wurde ein Krumpendorfer angezeigt. „Seit Jahren habe ich dort immer wieder gesprüht und auch mit Polizisten, die mich angesprochen haben, darüber geredet. Nie war das ein Problem und auf einmal muss ich über 1000 Euro Strafe zahlen. Das ist sehr viel Geld“, sagt der 23-Jährige.
Das Groteske: Hätte er nur wenige Meter weiter Richtung Osten seine Schriftzüge aufgebracht, wäre ihm nichts passiert. Denn dieses Stück der zweiteiligen Unterführung – es ist der Autobahnzubringer von der August-Jaksch-Straße in Richtung Krumpendorf – gehört zur Hälfte dem Land und der Stadt. „In der Tarviser Straße werden die Graffiti toleriert, sofern sie keine offensichtliche Sichtbehinderung, keine Obszönitäten, rassistische Äußerungen oder Beleidigungen darstellen“, sagt Landesverkehrsreferent Gerhard Köfer (TS). Auch für Bürgermeister Christian Scheider (FPÖ) gilt Ähnliches: „Graffiti sind dort zwar nicht erlaubt, aber wir dulden sie. Sollte sich die Fläche weiter ausbreiten, müssen wir über Maßnahmen nachdenken.“ Er ist auch der Meinung, dass für die zweigeteilte Unterführung dringend eine Lösung her muss.
„Diese Stelle ist eine verzwickte Situation“, sagt auch ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch. „Aber wir haben bei der ÖBB so viele Probleme mit Vandalismus und damit verbunden hohe Kosten, dass wir ausnahmslos jeden erwischten Sprayer anzeigen.“ Er lässt jetzt prüfen, ob ein Verbotsschild an jener Stelle für Klarheit sorgen könnte. Hoffen auf Freispruch
Das nutzt dem jungen Künstler nichts mehr. Er steht am kommenden Dienstag wegen schwerer Sachbeschäftigung vor dem Bezirksgericht. „Ich habe es darauf ankommen lassen und die ÖBB-Rechnung nicht gezahlt. Ein Richter meinte zu mir, dass ein zerbrochener Krug nicht noch einmal zerbrochen werden kann“, erklärt der Krumpendorfer, der auf einen Freispruch hofft. „In Berlin wurden Sprayer nicht verurteilt. Das Gericht hat entschieden, dass sie für eine bereits besprühte Fläche trotz eigenes Graffito nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.“
Eines der zurzeit beliebten Fotomotive an den Pfeilern der Unterführungen ist im Übrigen der Schriftzug „Enjoy Life“. Dieser verläuft über die Pfeiler der ÖBB, Stadt und des Landes. Hier könnte quasi dem unbekannten Graffiti-Künstler eine Anzeige von der ÖBB ins Haus flattern. Von Stadt und Land bleibe er verschont.
Quelle: kleinezeitung.at
Innenstadt: Die Essiggasse ist komplett vollgeschmiert „Fuck“, „Homo“ oder „Drecksau“ – etliche Gassen rund um das Lugeck werden derzeit von diesen und noch deutlicheren Wörtern geziert.
Graffiti-Sprayer toben sich in der Blut-, Essig- oder Jesuitengasse aus. Bezirkschefin Ursula Stenzel (VP) ärgert sich über die Verunstaltung ihres Vorzeigebezirks. Sie gibt die Schuld dem Publikum „gewisser Jugendlokale“: „Da verkehren seltsame Leute, die enorme Schäden verursachen.“
Auch in Neubau gibt es vermehrt Probleme mit Sprayern, darum hat Grünen-Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger eine Initiative gestartet: Hauseigentümer können sich noch bis Oktober gratis beraten lassen. Anna Thalhammer
Quelle: heute.at
25/08/2013 – Die grosse Sommerlochsendung
Zeitlich passend zum Ende des Sommers werden die wichtigen anarchistischen Sommerlochthemen des diesjährigen Sommers besprochen und analysiert. Unter anderem wird dabei über Graffiti und das Œuvre des momentan bedeutensten und wichtigsten Künstlers Wiens – PUBER – gesprochen. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die nun erstmals präsentierte, in unregelmässigen Abständen wiederkehrende, neue Sportrubrik des anarchistischen Radios dar. Darüber hinaus kommt ein Studiogast zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Kraftwerksbau an der Schwarzen Sulm in der Steiermark sowie den daran anknüpfenden Ökologieprotesten zu Wort.
Die Sendung gibt es hier als Podcast.
(LINK)
Bregenz. Zum Ende des Sommerprogramms im Stadtteil Mariahilf organisierte das Jugendservice Bregenz einen kreativen Graffiti – Workshop für die Bregenzer Jugendlichen.
25 interessierte und sprayfreudige Kids planten unter der Leitung von Alexander Kramer und Justin Kohler vorerst ihre Motive und zeichneten diese möglichst detailgetreu als Vorlage auf. Nach hilfreichen Tipps und einigen Beispielen aus der mitgebrachten Graffitimappe gingen die Jugendlichen daran, die Graffiti Wand „Hall of Fame” mit blauer Farbe zu grundieren, um eine optimale Sprayfläche zu erhalten. Dann begann der heißersehnte Augenblick, und jeder der jungen Künstler konnte seine Idee auf der Graffiti Wand neben dem Bahnhof Riedenburg verwirklichen. Neben der kreativen Betätigung und dem reichlich Spaß an der Sache dürfen die jungen Künstler jetzt stolz auf ihr Werk sein, das auch von vielen Fahrgästen vom Zug aus bewundert werden kann. LINK
Der Mieterbeirat der Frauen-Werk-Stadt I sorgt für einen kräftigen Impuls für das gute Miteinander im Gemeindebau in der Donaufelder Straße 99. Die große Gemeinschafts-Dachterrasse wird noch einladender gestaltet. Blickfang ist ein Graffiti des bekannten Spray-Künstlers Norbert Wabnig, das am 29. August im Rahmen eines Terrassen-Fests offiziell präsentiert wurde.
Mietervertreter Alois Seiz hat ein erklärtes Ziel: die Dachterrasse soll ein bestens frequentierter Ort der Begegnung werden. Ein Treffpunkt, der in der warmen Jahreszeit zum Plaudern, für Veranstaltungen, aber auch für Mieterbeiratssprechstunden genützt werden soll. Dazu hat der engagierte Mieterbeirats-Vorsitzende bereits die Renovierung der Terrasse, die Verlegung eines Wasseranschlusses sowie die in Kürze erfolgenden Neubegrünung der Pergola organisiert. Nun folgte das Highlight der Revitalisierung: ein zwei Mal neun Meter großes Graffiti-Kunstwerk.
Zahlreiche MieterInnen folgten der Einladung zum Fest anlässlich der Eröffnung des Kunstwerks und zeigten sich begeistert. „Die Neugestaltung der Terrasse und das Kunstwerk kommen super an. Ich möchte mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken, allen voran bei Wohnbaustadtrat Dr. Ludwig, bei wohnpartner und dem 21. Bezirk, die das Projekt tatkräftig unterstützt haben, und natürlich bei Künstler Norbert Wabnig, der für uns ein tolles Kunstwerk kreiert hat“, freute sich Alois Seiz. Auch Bezirksvorsteher Heinz Lehner, Brigitta Müllner von Wiener Wohnen und Josef Cser, wohnpartner-Leiter ließen es sich nicht nehmen, das dreidimensional wirkende Kunstwerk zu bewundern.
Insgesamt drei Tage benötige Norbert Wabnig für das Kunstwerk auf einer vormals eintönigen Terrassenmauer. Die Einladung des Graffiti-Künstlers und Fotografen an die BewohnerInnen, ihm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und live bei der Entstehung des Kunstwerks dabei zu sein, wurde vor allem von den Jüngeren wahrgenommen. Dabei wurde auch so manche kreative Idee ausgetauscht, denn Graffiti-Entwürfe lassen sich auch im kleinen Format umsetzen, so z.B. auf T-Shirts, die damit zum Unikat werden. LINK
Mit einem Workshop für angehende Sprüh-Künstler wurde am Dienstag eine weitere legale Graffiti-Fläche, eine „Salzwand“, in der Stadt Salzburg eröffnet.
Zur Verfügung gestellt wird die zehnte sogenannte „Salzwand“ von den Pfadfindern an ihrem Haus in der Fürstenallee. Rund 15 junge Leute haben die Gelegenheit genutzt, um bei den Sprayern Afok und Muck die Grundlagen des künstlerischen Handwerks mit der Sprühdose zu erlernen – das heißt am Anfang auch mal Theorie und Skizzen zeichnen. An den nächsten Sonnentagen geht es weiter mit der Umsetzung der Entwürfe im Großformat.
Mittlerweile läuft das Projekt „Salzwand“ des Jugendbüros seit sechs Jahren. Angefangen hat die Sache im Stölzlpark und am Spielplatz Rauchenbichl: Hier gab die Stadt Salzburg im Sommer 2007 die beiden ersten Flächen zum legalen Sprayen frei – und damit erstmals grünes Licht für die zahlreichen jungen Graffiti-Künstler der Stadt.
Mittlerweile sind zehn Wände bzw. Fassaden im öffentlichen Stadtraum mit dem blauen Logo als „Salzwand“ deklariert und werden intensiv genutzt, außerdem gibt es mobile Wände für Workshops. Die Jugendlichen werden auch selbst für ihre Sache aktiv, zum Beispiel mit dem neuen Verein für urbane Jugendkultur WOA, den Sprayer Muck (alias Michael Töpfer) ins Leben gerufen hat. LINK
FOTO: SN/jugendbüro
Mit einem Workshop für angehende Sprüh-Künstler wurde am Dienstag eine weitere legale Graffiti-Fläche in der Stadt Salzburg eröffnet. Zur Verfügung gestellt wird die zehnte so genannte “Salzwand” von
Rund 15 junge Leute haben die Gelegenheit genutzt, um bei den Sprayern Afok und Muck die Grundlagen des künstlerischen Handwerks mit der Sprühdose zu erlernen – das heißt am Anfang auch mal Theorie und Skizzen zeichnen. An den nächsten Sonnentagen geht es weiter mit der Umsetzung der Entwürfe im Großformat. Schon seit 2007 legale Graffiti-Flächen
Mittlerweile läuft das Projekt “Salzwand” des Jugendbüros seit sechs Jahren. Angefangen hat die Sache im Stölzlpark und am Spielplatz Rauchenbichl: Hier gab die Stadt Salzburg im Sommer 2007 die beiden ersten Flächen zum legalen Sprayen frei – und damit erstmals grünes Licht für die zahlreichen jungen Graffiti-KünstlerInnen der Stadt. Zehn Wände zum legalen Bemalen in Salzburg
Mittlerweile sind zehn Wände bzw. Fassaden im öffentlichen Stadtraum mit dem blauen Logo als “Salzwand” deklariert und werden intensiv für Graffitis genutzt, außerdem gibt es mobile Wände für Workshops. Die Jugendlichen werden auch selbst für ihre Sache aktiv, zum Beispiel mit dem neuen Verein für urbane Jugendkultur WOA, den Sprayer Muck (alias Michael Töpfer) ins Leben gerufen hat. LINK
„Bereits seit mehr als 15 Jahren sammelt der Klagenfurter Stefan Wogrin Fotos von den verschiedensten Graffiti aus ganz Kärnten. Am Freitag eröffnete der Student die Ausstellung seiner Sammlung mit Michael Groinig, David Maier, Stefan Pschernig und Jojo Vidic. Das laut Wogrin älteste Graffito Klagenfurts prangt ums Eck der Artlane-Galerie, in der Eggergasse: Es ist der Schriftzug „Schnee ist das Blut der Geister“. Die Ausstellung läuft noch bis 19. September. Die Bilder sind Donnerstag bis Samstag von 16 bis 22 Uhr zu bewundern.“
Quelle: LINK
Gut, krakelige Genitalien und vor Rechtschreibfehlern strotzende Parolen haben noch niemanden begeistert. Doch es gibt in Wien eine Szene, die mit dem selben Werkzeug arbeitet wie die gelangweilten Rotzlöffel, dabei aber echte Kunst erschafft.
Denn echte „Street-Art“ ist weit mehr als das, was man gemeinhin als Graffiti oder Häus’l-Schmiererei abtut. Sie macht die Stadt bunter und lebendiger, schafft Faszinationspunkte durch das kunstvolle Verzieren toter Hausmauern, denen sie neues Leben einhaucht. Ob Hauswände, Straßenschilder oder Brückengeländer: Street Art- und Graffiti-Künstler verwenden die grauen Wände als Leinwand und machen trostlose Flecken wieder sehenswert. Street Art entstand Ende der 1980er Jahre. Künstlerinnen und Künstler begannen ihre selbst gestalteten grafischen Arbeiten wie Bilder in der urbanen Landschaft zu verteilen. Die verwendeten Designs und Materialien sind dabei äußerst vielseitig: Plakate, Aufkleber, Schablonengraffiti, Wandmalereien und andere Objekte, wie Holzplatten oder Styroporskulpturen. Betonblumen verzieren die Stadt
Die Kunsthalle im Museumsquartier war eine der ersten großen Institutionen, die sich der Street-Art annäherten. So findet man am hinteren Eingang des Museumsquartiers ein blau-schwarzes Mosaik, das bei genauerer Betrachtung ein 3D-Bild ergibt. Ebenso wird man bei einem Spaziergang entlang des Donaukanals von einer Vielzahl an bunten Graffitis begleitet, die vom Stadtbild kaum mehr wegzudenken sind. Ein permanentes Zuhause hat die Straßenkunst in der „Street Art Passage Vienna“ gefunden, die sich passenderweise „Betonblumen“ nennt. Sie wurde im September 2008 auf Initiative des quartier21 eröffnet. Zugänglich von der Breite-Gasse ist sie die Brücke vom Spittelberg zum 90.000 m2 großen Kulturareal des MuseumsQuartiers. Neben der permanenten Gestaltung der Passage durch den französischen Künstler „Invader“ lebt dieser öffentliche Raum von seinem wechselnden Ausstellungsprogramm internationaler und lokaler Street Art- und Graffiti-Künstler. Magazine aus dem Automaten
Street Art richtet sich an die gesamte Öffentlichkeit und kann daher auch von Menschen wahrgenommen werden, die sonst mit Kunst nichts zu tun haben, oder keinen Zugang zu ihr finden.
Damit macht das Quartier21 Kunst im öffentlichen Raum für alle erlebbar. Zusätzliches Highlight: der skurrile Automat, aus dem man sich das Street-Art-Magazin „betonblumen“ wie dazumal den Kaugummi herausdrücken kann. Das Heft wird von den ausstellenden Künstlern gestaltet und kann direkt vor Ort an zwei eigens integrierten Blumenautomaten erworben werden.“
Quelle: LINK
„Den interessierten Aktiven und passiven Aufmerksamen ist die hiesige Wiener-Sommerloch-Diskussion rund um den Zürcher Graffiti Writer Puber nicht entgangen. Nachdem es nicht der erste Touri ist, der im Sommer seine Spuren in der Innenstadt hinterlässt (und das vermutlich auf Einladung zumindest einer österreichischen Crew), dachte ich ja, man könne sich wichtigeren Dingen zuwenden.
Wenn aber meine Lieblingsantijournalisten von TheGap von „rechten ULFS“ (mittlerweile revidiert und angeschmiert ^^) und „Pimperkram“ reden, sich der Bezirksvorsteher der Neubau-Grünen Thomas Blimlinger bei der heimischen Szene entschuldigt, weil die in ein schlechtes Licht gerückt werde, beim Kurier „Keiner übermalt Werke des anderen – und bitte keine Schmierereien und politischen Sprüche an Hausmauern.“ zu lesen ist und man beim Falter zur Feststellung gelangt, dass den eigenen Namen zu taggen „weder besonders kreativ noch mutig oder politisch“ ist, muss ich doch ein bisschen lachen. Ich glaub‘, ihr verwechselt da was.
Nur weil die berufsjugendlichen Hipster-Bobos Wiens Streetartists wie Banksy, ROA und Shepard Fairey in den letzten Jahren feiern wie pubertierende Mädchen Abnehmpillen, die Stadt Wien mittlerweile zwecks Verschönerung (bzw. Kaschierung von unliebsamen Bauprojekten) ein paar Tausender in die Hand nimmt und Auftragsarbeit bezahlt, nur weil diverse jugendorientierte Werbe-Sujets (unauthorisiert) Bilder vom Donaukanal oder der Nordbrücke enthalten, hat Graffiti noch lange keinen Image-Boost erfahren. Und Writer spielen auch nicht nach irgendwelchen eingebildeten Regeln, nur weil man sie ab und an heranzitiert, um eine Geschäftsfassade zu lackieren.
Wenn wir vom Anti-Style als „Pimperkram“ reden wollen, bitte, Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich gebe nur zu bedenken, dass so ziemlich jeder Stil seine Kritiker findet. Ahja, ich vergaß, DAS ist ja keine Kunst, sondern Vandalismus *kicher*. Aber wer bestimmt das eigentlich?
Die hiesige Graffiti-Szene, die Blimlinger zufolge sehr kooperativ und verlässlich mit öffentlichen Stellen zusammenarbeite, wird sich den sprichwörtlichen Haxen ob der verstärkten Polizeipräsenz ausfreuen, die Pubers Crossing des Million-$$$-Kindergartenmalprojekts nun folgt, nachdem das „nette“ Taferl-Aufstellen nix gebracht hat (auch das wurde sogleich verziert). Das ist dann zwar mit Kanonen auf Spatzen schießen (die nächste Kindergartengruppe malt bestimmt auch gern die Hauswand an), aber ihr könnt‘ ja Pause machen und auf andere Bezirke ausweichen, bis der 7. wieder sicher ist. Dem Thomas tut’s eh leid.
Die vom Kurier und einem Kenner der Graffiti-Szene verbreitete Spielregel, dernach man die Werke anderer aus Respekt nicht übermalt werden, ist mir neu. Ich hab‘ mir ja sagen lassen, von Kennern der Graffiti-Szene *hust*, dass auch in Wien durchaus noch gecrosst wird – oft aus Platzmangel, meist aus bewusster Respektlosigkeit – wofür man im schlechtesten Fall auch mal Watschen kassiert (so primitiv, echt he!). Sicher, schade um das ROA Bild, aber im Ernst jetzt: Streetart im öffentlichen Raum – merkt ihr was? Das hat nun wirklich keinen Anspruch auf Permanenz. Wenn Banksy das Bild übermalt hätte, der Streetart mitunter auch gerne noch illegal macht, wär‘ alles gut, oder?
Besonders herzig fand ich aber den Falter, der auf der Sinnsuche „Wieso steht plötzlich überall ‚Puber‘?“ zur Erkenntnis kam, dass dem Name-Tagging nichts Kreatives, Mutiges oder Politisches anheim sei. Ah eh. Muss es das denn? Wisst ihr eigentlich, worüber ihr redet? Weil’s hier vermutlich jeder weiß, erspar‘ ich mich jetzt die history lecture und schreib‘ euch dafür 4 Buchstaben und 3 Zahlen auf (falls ihr beim Falter schon googlet). TAKI183.“
Text: Lou_E
Quelle: LINK