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Category Archives: Presse

Sprühendes Festival (leobennews.at)

Die Stadt Leoben veranstaltet gemeinsam mit „Future Icons“, Verein für junge, innovative Kunst und Kultur in Graz, das Graffiti Art Festival Styria. Dieses geht  nach  dem  erfolgreichen  Start  mit  dem  New Yorker Künstler Lin „Quik“ Felton im Jahr 2011 in seine zweite Runde und findet diesmal vom 15. bis 22. Oktober 2012 in Leoben und Fürstenfeld statt. Diesjähriger  Stargast  ist  der  international  renommierte  Graffiti-Künstler Mr. Puppet (Daniél Blomqvis) aus Schweden, der unter anderem als Designer für Marken wie Adidas und Nike arbeitet. Mr. Puppet wird nicht nur Workshop-Einheiten mit Jugendlichen und interessierten Erwachsenen abhalten, sondern auch in Leoben bei der LCS-Ausfahrt eine Fläche besprühen.
Das Festival steht unter der Leitung des Kunst- und Kulturmanagers Mag. Norbert Lipp, MBA, der nach Studienaufenthalten in den USA zahlreiche internationale Tourneen, Ausstellungen und Events veranstaltet.
„Mit dem Graffiti-Event betreten wir ein neues Terrain. Es war der Wunsch der Jugendlichen, dass etwas in diesem Bereich angeboten werden soll. Diesem sind wir natürlich gerne nachgekommen. Das Festival ist Teil unserer neuen Jugendkultur-Schiene ‚Leoben kreativ‘. Indem wir Mr. Puppet eine öffentliche Fläche zur Verfügung stellen, zeigen wird außerdem, dass Leoben eine jugendliche Stadt ist, die gerne neue Wege beschreitet“, so Kulturstadtrat Franz Valland.

„Die jungen Menschen sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Es ist wichtig, dass man ihre Kreativität fördert und ihre Ideen und Vorhaben unterstützt“, so Festivalleiter Mag. Norbert Lipp.
„Graffiti ist eine junge Kunstform. Sie entwickelt sich laufend weiter und wir wissen nicht, wo sie enden wird. Gaffitikunst kommt von den Jugendlichen. Und die Jugend ist für mich als Künstler sehr wichtig, denn nur so kann man sehen, was im Moment passiert. Es ist ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten“, sagt Graffiti-Künstler Mr. Puppet.
In der Leobener Rathauspassage werden die Teilnehmer unter professioneller Anleitung von Mr. Puppet und dem österreichischen Street-Artist „Sand One“ ihre sprühenden Ideen umsetzen. Die Workshoparbeiten werden am Freitag, dem 19. Oktober 2012, in der Kunsthalle Leoben ausgestellt und eine Woche zu sehen sein. Um 19 Uhr findet die offizielle Eröffnung mit einer DJ- und Breakdance-Performance statt.
„Graffiti ist eine Bewegung, die lebt – von der Jugend und mit der Jugend. Ich finde es sehr positiv, wenn Städte beginnen, derartige Festivals ausrichten. Weil dann hört man auf die Jugend, was sehr gut ist. Es ist toll, wenn sich berühmte Leute hier zur Verfügung stellen und ihr Wissen weitergeben“, meint Street-Artist „Sand One“.
Information unter www.leoben-kreativ.at oder telefonisch unter 03842/4062-221.
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Nächtliche Schmieraktionen: Polizei fasst Graffiti-Bande (kurier.at)

 

Bad Vöslau – Sprayer trieben im Frühling dieses Jahres ihr Unwesen in der Kurstadt. In zwei Nächten verunstalteten die Schmierer ganze Straßenzüge, machten auch vor dem Gainfarner Pfarrhof nicht halt. 30.000 Euro betrug der Sachschaden. Nach umfangreichen Ermittlungen und Hinweisen aus der Bevölkerung forschten die Bad Vöslauer Kriminalisten zwei Verdächtige aus. Sie zeigen sich geständig und wollen den Schaden ersetzen.
Sachbeschädigungen im GG von Bad Vöslau nach Hinweisen aus der Bevölkerung geklärt / Bezirk Baden
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich
Wie bereits mit den Presseaussendungen vom 21. März 2012 und 25. April 2012 mitgeteilt, wurden in der Nacht zum 21. März 2012 15 Objekte sowie in der Nacht zum 25. April 2012 wiederum 15 Objekte durch Graffiti beschädigt – unter anderem Hauswände, Stromböcke, Rollläden, Container, Garagentore, Wegweiser und Verkehrszeichen. Die Tatorte lagen entlang von Straßenzügen zwischen dem Stadtzentrum von Bad Vöslau und dem Stadtteil Gainfarn.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro.
Aufgrund der Berichterstattung in den Medien langten zahlreiche Hinweise bei der Polizeiinspektion Bad Vöslau ein. Aufgrund dieser Hinweise und nach umfangreichen Ermittlungen forschten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten einen 28-Jährigen aus dem Bezirk Baden als Verdächtigen aus.
Am 22. Juni 2012 wurde eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen durchgeführt, wobei neben belastendem Material – Entwürfe der Graffitis – auch Suchtgift sichergestellt wurde. Der 28-Jährige war bei seiner Vernehmung geständig und gab den Namen seines Mittäters bekannt.
Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Baden wurde schließlich als weiterer Verdächtiger einvernommen und zeigte sich ebenfalls geständig.
Die Männer gaben an, die Sachbeschädigungen in einem durch Alkohol beeinträchtigen Zustand begangen zu haben. Sie sind zur Schadensgutmachung bereit.
Beide wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Loomit: Der Mac Gyver der Graffitikünstler (kurier.at)

Der deutsche Sprayer Loomit mag das Sprayen und das Abenteuer, besprüht Wände aber hauptsächlich kommerziell. Kein Widerspruch, findet er.

Loomits erste Leinwand im Freien war ein Wasserturm in Buchloe, Ost-Allgäu. Die Stadt war ebenso klein, wie Loomits Ehrgeiz und Wille zum Abenteuer groß waren. So nimmt es nicht Wunder, dass Loomit 1983 nach München zog, Häuserfassaden und Züge verzierte, mehrfach vor Gericht stand, für Werbekampagnen angeheuert wurde, unter anderem in China, Indien sowie Brasilien sprayte und mittlerweile mit 44 Jahren zu den bekanntesten Graffitikünstlern weltweit zählt.
Im Rahmen des Waves Festivals sprühte der Münchner Künstler in fünfstündiger Arbeit einen Wolf für eine bekannte Wodkamarke auf die Außenwand der Pratersauna. Im KURIER-Gespräch erzählte Loomit alias Mathias Köhler von dem Dilemma zwischen Selbstverwirklichung und Selbsterhalt, Pfadfindertugenden und seiner kuriosen Begegnung mit der kommunistischen Partei in China.
KURIER: Loomit, wie stehen Sie dazu, dass Straßenkunst mittlerweile diesen „coolen“, kommerziellen Status genießt?
Loomit: Wir sind Mainstream, Straßenkunst ist nicht mehr Underground. Wenn man sich ansieht, wie viele Kampagnen über Graffiti und Streetart laufen, wie sehr das vor allem auch online gepusht wird, dann ist klar, dass diese Kunst nicht mehr länger eine Nische ist. Das ist wie bei Rock’n’Roll, der war früher eine Subkultur und heute verdient Mick Jagger Milliarden.

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kurier.at

Zentrum der Graffiti-Kunst (meinbezirk.at)

Die Stadt Fürstenfeld steht vom 16. bis 22. Oktober mit dem Graffiti Art Festival Styria 2012 im Mittelpunkt sprühender Kunst.
Das Kulturreferat der Stadtgemeinde Fürstenfeld veranstaltet mit „Future Icons“ das sprühende Kunst-Event. „Der Erfolg im Vorjahr hat uns bestärkt, das Festival wieder nach Fürstenfeld zu holen“, so Franz Majcen, Zweiter Landtagspräsident und Kulturreferent der Stadt. Festivalleiter Norbert Lipp ist es gelungen, den 42-jährigen schwedischen Graffiti-Star MR Puppet – mit bürgerlichem Namen Daniél Blomqvist – als künstlerischen Leiter zu gewinnen.
MR Puppet ist ein High Performance-Künstler und arbeitet unter anderem als Art-Director und Designer für Marken wie Adidas und Nike. Seine Kunstwerke sind in renommierten Galerien und Museen von Amsterdam über Paris bis Los Angeles zu sehen. Unter dem Pseudonym „Sand One“ wird ihm ein Künstler aus der professionellen österreichischen Graffiti-Szene assistieren.
Auf dem Programm stehen Workshops, Performances und Ausstellungen. Die Graffiti-Workshops finden von 16. bis 18. Oktober statt. Die Vormittagstermine (10 bis 13 Uhr) sind für Schulen reserviert. Anmeldungen zu für die Termine am Nachmittag sind unter www.future.icons.at. möglich. Die Teilnehmeranzahl pro Workshop, die in der Werkshalle der ehemaligen Tabakfabrik sowie im Grabherhaus über die Bühne gehen, ist auf maximal zwölf Teilnehmer beschränkt.
Zum Abschluss des Festivals gibt es zwei Ausstellungen am 20. Oktober.
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Einstige Vandalen wurden salonfähig (vol.at)

Götzis. (hapf) „Flint lebt“, mit diesem auf Wände, Mauern und Brücken gesprühten Slogan machte Vorarlberg 1971 seine ersten Graffiti-Erfahrungen. Ausdruck einer Zeit, in der sich die Jugend anschickte, gegen Verbote aufzubegehren und zaghaft begann, wider den Stachel zu löcken.
„Flint war 1970 das erste Open-Air-Festival in Vorarlberg und galt als jugendkultureller Aufbruch. Als die Zweitauflage des Festivals auf der Ruine Neuburg bei Götzis verboten wurde, war noch jahrelang der Slogan ‚Flint lebt’ auf Wänden, Mauern und Brücken zu lesen“. Für Landesrat Siegi Stemer eines der ersten Graffiti, mit denen Vorarlberg in Berührung kam.
Wanko fotografiere seit 40 Jahren Graffiti: „Seine Sammlung reicht damit zurück bis in jene Zeit, in der die Spray-Aktionen in unseren Breitengraden fast ausschließlich als Vandalismus wahrgenommen wurden.“ Die im Laufe der Zeit erfolgte starke Veränderung der Wahrnehmung dieser Kunstform belegte LR Stemer am Beispiel des als „Zürcher Sprayer“ bekannt gewordenen Harald Naegele. „Seine bis heute unverwechselbar gebliebenen Strichmännchen im öffentlichen Raum brachten ihm in den 1970er Jahren eine Haftstrafe ein. Heute ist Nagele ein international anerkannter Künstler und seine Werke stehen unter dem offiziellen Schutz der Stadt Zürich.“
Beliebte Artikulationsform
Graffiti seien eine der beliebtesten Artikulationsformen jugendlicher Strömungen. Aus politischer Sicht seien sie immer wieder Ausdruck von Protesthandlungen im Zusammenhang mit Diskriminierung, Rassismus und den unterschiedlichen Formen eingeschränkter Freiheit. Durch die Bereitstellung von Freiflächen würden heute Graffiti vom Geruch des Strafbaren befreit. Auch wenn dabei vielleicht der Nervenkitzel des Verbotenen fehle, rückten sie doch wichtige Motive jugendlicher Ausdruckskraft ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Etwa das Streben nach positiver Veränderung, der spielerisch bewältige Ausdruck von Gefühlen, die Suche nach Lebenssinn oder die Sehnsucht nach Gruppenerlebnissen.
Wanko entwickelt unfassbare Dynamik
„Es ist unfassbar, mit seinen fast 70 Jahren entwickelt Dietmar Wanko eine Dynamik wie ein junger Mann und bereist nach wie vor die Welt, um immer wieder neue Graffiti aufzuspüren und zu dokumentieren“, so Stemer. Wanko selber ist bereits wieder mit Vorbereitungen für die nächstjährige Show befasst. Hier werden Graffiti aus London, Liverpool, dem englischen Seebad Brighton, Berlin-Kreuzberg, Prag mit der berühmten John-Lennon-Wand, Budapest, Marburg, Graz und Wien zu sehen sein. Für kommendes Jahr plant Wanko zudem Aufenthalte in Mannheim, München, Barcelona und New York, um das neueste aus der Graffiti-Szene festzuhalten.
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Schlag gegen die gut vernetzte Graffiti-Szene (kleinezeitung.at)

Sie sprühten für die Anerkennung: Grazer Polizeibeamte legten fünf Sprayern das Handwerk. Gegen weitere Personen – darunter Jugendliche – wird noch ermittelt.
Bereits vor drei Jahren schlossen sich zwei Schüler und zwei Studenten aus Graz zusammen, und beschlossen gemeinsame Sprayaktionen. Rasch schlossen sich der Gruppe weitere Personen im Alter von 16 bis 25 Jahren an. Drei Jahre lang konnten die Sprayer ihr Unwesen treiben. Sie besprühten Hausfassaden, Dachvorsprünge, Eingangstüren, Elektrokästen, Fassaden von E-Werken, Bahnanlagen, Bushaltestellen, Brücken und Züge der Österreichischen Bundesbahnen. Der Schaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro. „Mir ist aufgefallen, dass die Besprühungen in letzter Zeit zugenommen haben“, erzählt Patrick Dremel von der Polizeiinspektion Karlauerstraße. „Ich habe mit meinen Kollegen gesprochen und wir haben uns entschlossen, der Sache nachzugehen.“
Beweismittel gefunden
Intensive Ermittlungen und Tatortabgleiche bestätigten, dass Sprayaktionen in Graz, Graz-Umgebung, Weiz, Bruck/Mur, Wien und sogar im Ausland zusammenhängen. Die Polizisten stießen auf den Kern der Grazer Szene. Bei Hausdurchsuchungen konnte Datenträger als Beweismittel sichergestellt werden. Auf Fotos sind die Männer bei ihren Aktionen zu sehen. Dazu kommen rund eine Million Bilder von Graffitis sowie Skizzen und Landkarten von Tatorten. Dennoch ist nur einer geständig, die Übrigen im Alter von 21 bis 23 Jahren leugnen.
Gegen weitere Personen, darunter zahlreiche Jugendliche, wird noch ermittelt, versichern die Polizisten, die inzwischen einen tiefen Einblick in die Graffiti-Szene bekommen haben. „Die Gruppen sind gut vernetzt“, so Dremel. „Auch die Gruppierung, die wir zerschlagen konnten, pflegte Kontakt mit slowenischen und mit Wiener Sprayern. Auch nach Deutschland gab es Verbindungen.“ Entweder seien die Grazer nach Marburg oder Laibach gefahren, oder die Slowenen seien nach Graz gekommen, um das Vorgehen zu besprechen. Ähnlich lief es zwischen den Grazern, Wienern und den Deutschen. Außerhalb von Österreich konnten in Slowenien, Deutschland und sogar auf Mallorca Taten festgestellt werden, bei denen die Grazer Gruppe mitgewirkt hatte.
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Sprayer verursachten Schaden von mehreren hunderttausend Euro (regionews.at)

Die fünf verdächtigen Grazer waren in vier steirischen Bezirken und in Wien ‚aktiv‘
GRAZ. Fünf Grazer haben seit 2009 durch Graffitis in vier steirischen Bezirken und in Wien einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht. Die Verdächtigen konnten nun ausgeforscht werden, umfangreiches Beweismaterial wurde sichergestellt.

Drei Beamte der Polizeiinspektion Karlauerstraße konnten in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Graz fünf Grazer Sprayer im Alter zwischen 21 und 23 Jahren ausforschen, die seit 2009 bis Juli 2012 in vier steirischen Bezirken und im Stadtgebiet Wien durch Graffitis einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht haben.
Vier der ausgeforschten Täter, zwei Schüler und zwei Studenten, haben sich 2009 zusammengeschlossen, um gemeinsame Sprayaktionen zu begehen. Dabei haben sie Hausfassaden, Dachvorsprünge, Eingangstüren, Elektrokästen, Fassaden von E-Werken, Bahnanlagen, Bushaltestellen, Brücken, Zuggarnituren der ÖBB und der Wiener Linien mit Lackfarbe besprüht. In der Folge schlossen sich noch weitere bereits ausgeforschte Täter, Schüler, Arbeiter und ein Arbeitsloser im Alter von 16 bis 21 Jahren, dem Quartett an. Diese Personen agierten während der Aktionen entweder als Sprayer oder auch als Aufpasser, um die Sprayer vor herannahenden Personen und Fahrzeugen zu warnen.
Im Zuge der gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchungen konnten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, wie rund eine Million Bilder, Videomaterial, Skizzen und Landkarten mit den Tatorten sicherstellen. Die Auswertung des Beweismaterials wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Ebenso wird noch gegen weitere Verdächtige ermittelt.
Die Ermittler ersuchen Geschädigte, die bisher noch keine Anzeige erstattet haben, anhand der veröffentlichten Bilder sich unter der Telefonnummer 059/133/6585 zu melden.
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Sprayer verursachten enormen Schaden (kleinezeitung.at)

Polizei
Polizei
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Fünf Grazer haben seit 2009 durch Graffitis in vier steirischen Bezirken und in Wien einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht. Die Verdächtigen konnten nun ausgeforscht werden, umfangreiches Beweismaterial wurde sichergestellt.

Drei Beamte der Polizeiinspektion Karlauerstraße konnten in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Graz fünf Grazer Sprayer im Alter zwischen 21 und 23 Jahren ausforschen, die seit 2009 bis Juli 2012 in vier steirischen Bezirken – in Graz, Graz Umgebung, Weiz und Bruck – und im Stadtgebiet Wien durch Graffitis einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht haben.

Vier der ausgeforschten Täter, zwei Schüler und zwei Studenten, haben sich 2009 zusammengeschlossen, um gemeinsame Sprayaktionen zu unternehmen. Dabei haben sie Hausfassaden, Dachvorsprünge, Eingangstüren, Elektrokästen, Fassaden von E-Werken, Bahnanlagen, Bushaltestellen, Brücken und Zuggarnituren der ÖBB und der Wiener Linien mit Lackfarbe besprüht. In der Folge schlossen sich noch weitere bereits ausgeforschte Täter, Schüler, Arbeiter und ein Arbeitsloser im Alter von 16 bis 21 Jahren, dem Quartett an. Diese Personen agierten während der Aktionen entweder als Sprayer oder als Aufpasser, um die Sprayer vor herannahenden Personen und Fahrzeugen zu warnen.

Im Zuge der gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchungen konnten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, wie rund eine Million Bilder, Videomaterial, Skizzen und Landkarten mit den Tatorten sicherstellen. Die Auswertung des Beweismaterials wird noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Ebenso wird noch gegen weitere Verdächtige ermittelt.

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Fotos: Polizei
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Die „Frau Isa“ sprüht nur so vor Kreativität

Die Klagenfurterin „Frau Isa“ zählt zur Graffiti-Kunst-Elite.
Die gebürtige Klagenfurterin Isabella Ess alias „Frau Isa“ ist auf dem besten Weg eine namhafte internationale Graffiti-Künstlerin zu werden. Der WOCHE gab sie ein Interview.
WOCHE: Sie nennen sich „Frau Isa“ – Warum?
ISABELLA ESS: Mein ehemaliger Mitbewohner und guter Freund Paul hat irgendwann begonnen mich „Frau Isa“ zu nennen, weil ich so für ihn gesorgt habe wie eine Gouvernante oder Oma.
Wie sind Sie Graffiti-Malerin geworden?
Ich habe mit sechzehn Jahren spontan begonnen und bin dabei geblieben. Es hat mir Freude bereitet.
Worin liegt die Faszination für Graffiti?
Die Technik ist für mich das interessanteste an Graffiti. Man hat unendliche Möglichkeiten und fast keine Einschränkungen. Jeder Stil findet seinen Platz. Natürlich ist es auch reizvoll in diesen Dimensionen zu arbeiten und das auch noch im öffentlichen Raum. Das ist was anderes als auf Leinwand.
Wo ist die Grenze zwischen Vandalismus und Kunst?
Für mich ist es sofort Vandalismus wenn man etwas zerstört was einem nicht gehört. Manchmal kann Vandalismus auch Kunst sein aber das ist eine komplizierte Angelegenheit. Absolut unverständlich ist für mich das Beschädigen, und es ist definitiv eine Beschädigung, von historisch wertvollen Gebäuden.
Woher holen Sie sich die Anregungen und Ideen?
Die Einfälle kommen spontan, manchmal arbeitet man länger an Ideen. Inspiration kann man aber überall finden.
Wie hat sich die Szene in Klagenfurt bzw. Kärnten entwickelt? Gibt es überhaupt eine Graffiti-Szene?
Bei meinen Kärntenaufenthalten merke ich, dass sich nicht viel tut. Früher wars lebendiger.
Sie sind eine namhafte Künstlerin in Österreich und darüber hinaus. Es heißt immer, dass der Prophet in der eigenen Heimat nichts Wert ist – wie waren denn Ihre Anfänge in Klagenfurt?
Ich wurde in Klagenfurt von Anfang an akzeptiert. Wahrscheinlich deshalb weil ich mit meinen Bildinhalten nie provoziert habe. Im Ausland werde ich aber schon anders behandelt. Nennen wir es künstlerisch wertvoller vielleicht. Aber es wird auch in Österreich langsam besser, immerhin habe ich im November eine Ausstellung in Klagenfurt, im Artlane.
Welche Motive malen Sie am liebsten?
Mir geht es meistens mehr um die Stimmung als um die Motive selbst. Meine Bildinhalte werden aber oft als märchenhaft beschrieben. Und wie es in den Märchen meistens so ist, schwingt auch immer wieder was furchteinflösendes mit. Das machts ja so spannend…
An welchem Projekt arbeiten Sie zurzeit?
Momentan arbeite ich viel mit meinem Kollektiv ,The Weird‘ – wir haben diese Tage eine große Ausstellung in Berlin. Das nächste große Projekt ist die Ausstellung in Klagenfurt mit meinem Verlobten. Zwischendurch beschäftige ich mich mit kleineren Arbeiten, Illustrationen und anderen Aufträgen.
Kann man Ihre Graffiti-Kunst auch kaufen bzw. kann man Sie „buchen“?
Ja, ich verkaufe Leinwände und auch Drucke, und man kann mich auch für Wandgestaltungen beauftragen.
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