Sprayer sein – und das legal

Graffitikunst. Markus Huber ist Student. Er greift gern zur Dose, besprüht Wände und handelt nicht selten im öffentlichen Auftrag.
othmar behr salzburg (SN). Blitzschnell aus der Deckung zur Stelle sein, Kapuze über den Kopf stülpen, sprayen und beim ersten Motorgeräusch wegsprinten – es könnte die Polizei im Anmarsch sein. So kennen wir alle aus Filmen den typischen Sprayer. Es gibt diese Leute auch in der Wirklichkeit, wie es besprühte Wände in fast jedem Ort beweisen. Zu Gesicht bekommt diese Sprayer selbst die Polizei nur ganz selten. Bei Markus Huber ist es anders. Er sprüht ohne Tarnung und sagt: „Ja, es wäre sogar möglich, mit Sprayen den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn es sich um Graffitikunst handelt. Der Student an der Fachhochschule Salzburg in Urstein, Fach „MultiMediaArt“ findet im legalen Sprayen die größere Erfüllung, als im ständigen Auf-der-Flucht-Sein. Markus Huber: „Legales Sprayen macht mehr Spaß, weil ich länger Zeit habe, die Inhalte zu überlegen und auszuführen.“
Nach (psst) illegalen Versuchen war Huber oft an der mittlerweile von Graffiti gesäuberten Wand für legales Sprayen in der Glockengasse anzutreffen. In öffentlichem Auftrag arbeitete er bei der Bahnunterführung Clemens-Krauss-Straße und bei einem Pegelhäuschen am Ufer der Salzach.
In dieser Woche gestaltet Huber eine Wand im Fußgänger-Bahntunnel Parsch, die so oft von illegalen Sprayern ver(un)ziert wird. Um die zweite Wand kümmert sich der Künstler Markus Waltenberger. Die Idee des Auftraggebers Stadtteilverein Parsch: Wandmalerei mit Anspruch soll illegale Sprayer fern halten. Huber ist überzeugt, dass die Rechnung aufgeht. Gute Arbeit wird in Sprayerkreisen geschätzt. ”
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