„Hausfassaden, Lkw, Autos, Linienbusse – nichts war vor den Sprayern sicher. Mit Lackdosen und vermummt machten, die „Zombie Patrol“-Bande seit Monaten die Umgebung rund um Mödling (NÖ) unsicher. Zwei von ihnen schossen sogar auf einen 43-Jährigen.“
Seit März klemmten sich die Mödlinger Beamten hinter den Fall und fanden schnell bis zu 150 Tatorte. Immer wieder wurden Worte wie „Smoker“ oder „Lipi“ auf Wände und Fahrzeuge geschmiert. „Der Schaden beläuft sich vorerst auf 50.000 Euro“, berichtet ein Kriminalist. Vorläufig deshalb, weil viele der Großgeschädigten immer noch keine Schadenssumme ermitteln konnten.
Drei Täter konnten die Polizisten ausfindig machen. Bei einer Hausdurchsuchung fanden sie bei einem 20- Jährigen im Keller gleich 219 Spraydosen, einschlägige Literatur mit Graffitis und Skizzen sowie eine Luftdruckpistole mit Munition. Schnell stellte sich heraus:(…)
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„Zwei junge Burschen aus Ungarn waren extra nach Österreich eingereist, um sich neues Material für ihr „Graffiti-Hobby“ zu besorgen. Doch bezahlen wollten sie nicht dafür. Also steckten sie in einem Baumarkt in Favoriten die Spraydosen in ihren Rucksack. Als sie von Detektiv Gabor B. erwischt wurden, drehten die Täter durch: Einer der beiden prügelte auf B. wüst ein.
In betont höflichem Ton forderte der Detektiv eines Baumarktes an der Triester Straße die beiden Ladendiebe auf, ihren Rucksack zu öffnen. Doch sie dachten gar nicht daran. „Stattdessen warf sich einer der beiden auf mich und schlug wild auf mich ein“, so das Opfer zur „Krone“. Auch als der 50- Jährige mit blutenden Wunden an den Armen und am Kopf auf dem Boden lag, hörten die Ungarn nicht auf, ihn zu attackieren.
Doch der mutige Detektiv krallte sich so lange an einem Täter fest, bis ihm seine Kollegen zu Hilfe kamen. Gabor B.: „Ich wollte schlichtweg, dass diese skrupellosen Räuber bestraft werden. Ich bin auch Ungar und schäme mich, wenn meine Landsleute in Österreich zu Kriminellen werden.“
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Eine vierköpfige Sprayerbande hat die Polizei erst unlängst aus dem Verkehr gezogen. Ein toller Erfolg, aber vermutlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Allein auf Amtshäusern und Gemeindebauten verursachen illegale Graffiti-Schmierer Mega-Schäden.
Fast eine halbe Million Euro musste die Stadt in nur drei Jahren aufbringen, um die Fratzen und Zeichen (teils rassistisch oder sexuell anstößig) wieder von den Wänden zu bekommen. Mehr als 100- mal mussten öffentliche Gebäude gereinigt werden. Das geht aus einem Schreiben des Rathauses hervor. Noch gar nicht mitgerechnet sind dabei Verunstaltungen von Trafostationen oder Umspannwerken.
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„Eine Graffiti-Spur haben fünf Jugendliche von Ende Jänner bis Ende Februar durch Stockerau (Bezirk Korneuburg) gezogen. Die fünf 13- und 14-Jährigen sollen im Anfang des Jahres eine „Gang“ mit den Initialen „SCG“ gegründet haben, die lediglich den Zweck gehabt haben dürfte, die Sprühaktionen durchzuführen. 29 Objekte – Hausfassaden, Mauern, Jalousien, etc. – wurden so „verschönert“. Der Schaden beträgt über 16.000 Euro.
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„Buben ausgeforscht
Jugendliche Graffiti-Schmierer haben in Neuhofen an der Krems im Bezirk Linz-Land einen Schaden von zumindest 26.000 Euro angerichtet. Die Polizei hat die neun mutmaßlichen Täter im Alter von zwölf bis 17 Jahren nach ein Jahr dauernden Ermittlungen ausgeforscht.
Die Beamten waren aktiv geworden, nachdem immer wieder Graffiti- Sprühereien angezeigt wurden. Die Schmierereien verschandelten unter anderem Bahnhöfe und andere öffentliche Einrichtungen, eine Brücke über die Krems, das Lagerhaus und zahlreiche Privathäuser.
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„21 Schmierereien
Beamte der Polizeiinspektion Eggenburg (Bezirk Horn) haben am vergangenen Freitag zwei Wiener Jugendliche als mutmaßliche Graffiti-Sprayer ausgeforscht. Den 16-Jährigen werden 21 Sachbeschädigungen angelastet. Der Schaden beträgt vermutlich mehrere Tausend Euro. Die Beschuldigten wurden angezeigt.
Nachdem eine Anzeige wegen Sachbeschädigung durch unbekannte Täter mittels Graffiti erstattet worden war und Beamte weitere Tatorte festgestellt hatten, wurde die Nachschau über das Stadtzentrum ausgeweitet. Letztlich waren es 21 Fälle, die eruiert wurden.(…) “
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„Aus purer Langeweile
Um sich die Zeit zu vertreiben, sollen jugendliche Sprayer in Weiz enormen Schaden angerichtet haben. Überall in der Stadt wurden Hausmauern, Verkehrszeichen und andere Objekte mit Farbe verschandelt. In mühevoller Ermittlungsarbeit konnte die Polizei nun sechs Verdächtige ausforschen.
„Diese Sprühaktionen sind ja nichts Neues, aber vor 14 Tagen haben die Sprayer in Weiz eine Offensive gestartet“, berichtete ein Beamter der Polizeiinspektion Weiz, die gemeinsam mit der Stadtpolizei erfolgreich ermittelte.
Über 30 Tatorte
Innerhalb dieser kurzen Zeit hatten es die Beamten mit mehr als 30 Tatorten zu tun, wobei es sich nicht nur um die üblichen Schmierereien handelte – es wurden auch grüne Hakenkreuze auf Wände gesprüht: „Aus reiner Dummheit, Neonazis sind diese Buben nicht.“
Nachdem ein Lehrer beobachtet hatte, wie die Sporthallen des Gymnasiums und der Hauptschule mit Farbe verschandelt wurden, kamen die Ermittler den selbst ernannten „Graffiti- Künstlern“ auf die Spur. Bisher gibt es sechs Verdächtige: Eine Vierergruppe, einen Solosprayer (die Jugendlichen sind 15 und 16) sowie eine 19- Jährige, die(…)
„Bande gelingt Flucht
Ihrem großen Frust auf die Wiener Linien haben offenbar mehrere U-Bahn-Hasser am Sonntagmorgen in Ottakring freien Lauf gelassen. Die Bande besprühte zwei Waggons mit ihren sogenannten Graffiti-„Tags“, berichtete die Polizei am Montag.
Ein Mitarbeiter der Wiener Linien ertappte die „Schmierfinken“ auf frischer Tat, diese ergriffen daraufhin unerkannt die Flucht.(…)“
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„10.000 Euro Schaden
Nachdem erst am Dienstag ein 20-jähriger Graffiti-Sprayer von der Grazer Polizeiinspektion Finanz gefasst werden konnte, ist jetzt der nächste „Künstler“ geschnappt worden. Der von ihm verursachte Schaden beträgt mindestens 10.000 Euro.
Der 26- Jährige ist Mitglied der sogenannten „Backe Kuchen Crew“ (BKC), die aus ihm und dem 20- Jährigen bestand. Er soll im Zeitraum von Jänner bis Juni des vergangenen Jahres Objekte im Grazer Stadtgebiet mit der Aufschrift „Cake“ (Bild) „verschönert“ haben.
„50.000 Euro Schaden
Ein Graffiti-Sprayer aus Graz ist nun von der Polizei ausgeforscht worden. Der Verdächtige soll von April bis Dezember des vergangenen Jahres hauptsächlich im Stadtgebiet von Graz, in Gössendorf und Hausmannstätten aktiv gewesen sein. Mit seinen „Kunstwerken“ (siehe Bild) wollte der 20-Jährige laut eigenen Angaben die Erinnerung an einen verstorbenen Freund mit dem Spitznamen „Tomson“ aufrechterhalten.
Den umfangreichen Ermittlungen der Polizeiinspektion Finanz ist es zu verdanken, dass der Bursche am Dienstagvormittag ausgeforscht werden konnte. Der Verdächtige ist geständig, kann sich aber nicht mehr an alle Tatorte erinnern.
Bisher sind 25 Geschädigte bekannt. Die Beamten gehen aber von mindestens 100 Opfern aus.(…)
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