Category Archives: Kurier

Millionenschaden durch Graffiti-Kunst (kurier.at)

Nur jeder Fünfte wird in Österreich von der Polizei geschnappt.
Für manche ist es Kunst, für viele ist es Sachbeschädigung. Graffiti und Schmierereien verursachen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Am meisten davon in Wien, wie eine aktuelle Anfragebeantwortung des Justizministeriums, die dem KURIER vorliegt, zeigt.

1991 Anzeigen wegen Sachbeschädigung gab es im Vorjahr in der Bundeshauptstadt, dazu kommen 82 wegen schwerer Sachbeschädigung. Diese liegt dann vor, wenn der Sprayer mehr als 3000 Euro Schaden verursacht. Insgesamt wurde in Österreich ein Schaden von knapp 3,5 Millionen Euro angerichtet. Damit liegen die Zahlen zwar im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Schaden aber um mehr als 300.000 Euro. Die Aufklärungsquote ist allerdings gering: Österreichweit wurden 2012 nur 20 Prozent aller Fälle geklärt, in Wien waren es gar nur fünf Prozent.
Beschmierte Züge
Leidtragende sind vor allem die Verkehrsbetriebe. Der Schaden für die ÖBB ist im Vorjahr um 100.000 Euro auf 1,2 Millionen gestiegen. „Das reicht vom Gekritzel mit Lackstift bis zu großflächigen Bildern“, erklärt ÖBB-Sprecher Michael Braun. Die Deutsche Bahn will nun den Sprayern mit Überwachungsdrohnen, ausgestattet mit Kameras, den Kampf ansagen. „Das ist derzeit bei uns nicht geplant. Wir werden uns das Ergebnis aber genau ansehen“, sagt Braun. Stattdessen patrouillieren Sicherheitsdienste. Wer erwischt wird, der muss zahlen. „Wir können die Beschmierungen nicht tolerieren.“
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Mutprobe ging nach hinten los: Junger Sprayer nach Verfolgung gefasst (kurier.at)

Mutprobe in Payerbach ging nach hinten los.

Payerbach. Den ÖBB entsteht Jahr für Jahr ein Millionenschaden durch meist junge „Künstler“, die sich mit ihren Graffiti-Schmierereien auf Zügen verewigen. In den meisten Fällen bleiben die Täter unerkannt und die Bahn auf den Kosten der teuren Reinigung sitzen.
Dienstagnachmittag konnte die Polizei in Payerbach, Bezirk Neunkirchen, einen Sprayer nach einer Verfolgungsjagd schnappen. Der 16-jährige Wiener war von Freunden dazu gedrängt worden, eine Mutprobe zu bestehen. Er sollte sich auf einem Zug verewigen. Der junge Mann fackelte nicht lange. Mit den nötigen Farbdosen im Gepäck stieg er in Wien in einen Zug Richtung Süden. Bereits auf der Fahrt verunstaltete er an mehreren Stellen die Waggons mit Farbspray.
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Sprayer machen auch vor der Polizei keinen Halt (kurier.at)

Jeden Tag werden rund 33 Autos in Wien beschädigt, manchmal auch Streifenwagen.
Für steirische Polizisten ist die Bundeshauptstadt ein heißes Pflaster: Mittwochfrüh fanden sie ihren Streifenwagen vor dem Hotel „Urania“ in Wien-Landstraße übel zugerichtet vor. Auf den Scheiben des Wagens hatten Unbekannte mit einem silberfarbenen Spray Kreissymbole aufgemalt, die mit etwas Fantasie der Anarcho-Szene zugeordnet werden können. Zudem hatten die Vandalen auch alle vier Reifen aufgestochen. Dass Streifenwagen der Polizei absichtlich beschädigt werden, kommt „nicht oft“ vor, bestätigt Thomas Keiblinger von der Wiener Polizei.
89 Autos am Tag
Normalbürger laufen dagegen öfter Gefahr, das Opfer von Vandalen zu werden. Im Durchschnitt wurden in Österreich im vergangenen Jahr täglich 89 Autos beschädigt – etwa 33 davon alleine in Wien. Nur in 13 Prozent der Fälle werden die Täter ausgeforscht. „Die Klärung solcher Delikte gestaltet sich sehr schwierig“, sagt Keiblinger.

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Drei Tschechen wollten ÖBB-Züge „verzieren“ (kurier.at)

Mistelbach.
Im Stadtteil Hüttendorf fielen in der Nacht auf Donnerstag einem Anrainer drei Männer auf, die mit einem in der Tschechischen Republik zugelassenen Pkw unterwegs waren und sich „verdächtig“ verhielten. Der Mistelbacher verständigte die Polizei. Minuten später gelang es den Beamten, das verdächtige Trio im Bereich der neuen Park&Ride-Anlage zwischen Hüttendorf und Mistelbach anzuhalten.

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Kurier, 04.01.2013

Rechnitz – Sprayer von Polizei ausgeforscht

Die Rechnitzer Polizei konnte zwei Jugendliche dingfest machen. Sie hatten elf Häuser mit obszönen Worten beschmiert.
In Rechnitz trieben Sprayer Ende November ihr Unwesen, der KURIER hat berichtet. Nun konnte die Polizei die Täter ausforschen. Jugendliche sollen den Schaden von mehreren tausend Euro verursacht haben. Sie wurden jetzt wegen Sachbeschädigung angezeigt.
Die Bilanz der Nachtstunden vom 30. November kann sich sehen lassen. Elf besprühte Hausfassaden und drei mit Lack verunstaltete Autos. Auf die Fassaden wurden obszöne Wörter – mit gut 60 Zentimeter großen Buchstaben – gesprüht.
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Nächtliche Schmieraktionen: Polizei fasst Graffiti-Bande (kurier.at)

 

Bad Vöslau – Sprayer trieben im Frühling dieses Jahres ihr Unwesen in der Kurstadt. In zwei Nächten verunstalteten die Schmierer ganze Straßenzüge, machten auch vor dem Gainfarner Pfarrhof nicht halt. 30.000 Euro betrug der Sachschaden. Nach umfangreichen Ermittlungen und Hinweisen aus der Bevölkerung forschten die Bad Vöslauer Kriminalisten zwei Verdächtige aus. Sie zeigen sich geständig und wollen den Schaden ersetzen.
Sachbeschädigungen im GG von Bad Vöslau nach Hinweisen aus der Bevölkerung geklärt / Bezirk Baden
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich
Wie bereits mit den Presseaussendungen vom 21. März 2012 und 25. April 2012 mitgeteilt, wurden in der Nacht zum 21. März 2012 15 Objekte sowie in der Nacht zum 25. April 2012 wiederum 15 Objekte durch Graffiti beschädigt – unter anderem Hauswände, Stromböcke, Rollläden, Container, Garagentore, Wegweiser und Verkehrszeichen. Die Tatorte lagen entlang von Straßenzügen zwischen dem Stadtzentrum von Bad Vöslau und dem Stadtteil Gainfarn.
Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf mindestens 30.000 Euro.
Aufgrund der Berichterstattung in den Medien langten zahlreiche Hinweise bei der Polizeiinspektion Bad Vöslau ein. Aufgrund dieser Hinweise und nach umfangreichen Ermittlungen forschten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten einen 28-Jährigen aus dem Bezirk Baden als Verdächtigen aus.
Am 22. Juni 2012 wurde eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen durchgeführt, wobei neben belastendem Material – Entwürfe der Graffitis – auch Suchtgift sichergestellt wurde. Der 28-Jährige war bei seiner Vernehmung geständig und gab den Namen seines Mittäters bekannt.
Ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Baden wurde schließlich als weiterer Verdächtiger einvernommen und zeigte sich ebenfalls geständig.
Die Männer gaben an, die Sachbeschädigungen in einem durch Alkohol beeinträchtigen Zustand begangen zu haben. Sie sind zur Schadensgutmachung bereit.
Beide wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Loomit: Der Mac Gyver der Graffitikünstler (kurier.at)

Der deutsche Sprayer Loomit mag das Sprayen und das Abenteuer, besprüht Wände aber hauptsächlich kommerziell. Kein Widerspruch, findet er.

Loomits erste Leinwand im Freien war ein Wasserturm in Buchloe, Ost-Allgäu. Die Stadt war ebenso klein, wie Loomits Ehrgeiz und Wille zum Abenteuer groß waren. So nimmt es nicht Wunder, dass Loomit 1983 nach München zog, Häuserfassaden und Züge verzierte, mehrfach vor Gericht stand, für Werbekampagnen angeheuert wurde, unter anderem in China, Indien sowie Brasilien sprayte und mittlerweile mit 44 Jahren zu den bekanntesten Graffitikünstlern weltweit zählt.
Im Rahmen des Waves Festivals sprühte der Münchner Künstler in fünfstündiger Arbeit einen Wolf für eine bekannte Wodkamarke auf die Außenwand der Pratersauna. Im KURIER-Gespräch erzählte Loomit alias Mathias Köhler von dem Dilemma zwischen Selbstverwirklichung und Selbsterhalt, Pfadfindertugenden und seiner kuriosen Begegnung mit der kommunistischen Partei in China.
KURIER: Loomit, wie stehen Sie dazu, dass Straßenkunst mittlerweile diesen „coolen“, kommerziellen Status genießt?
Loomit: Wir sind Mainstream, Straßenkunst ist nicht mehr Underground. Wenn man sich ansieht, wie viele Kampagnen über Graffiti und Streetart laufen, wie sehr das vor allem auch online gepusht wird, dann ist klar, dass diese Kunst nicht mehr länger eine Nische ist. Das ist wie bei Rock’n’Roll, der war früher eine Subkultur und heute verdient Mick Jagger Milliarden.

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kurier.at

Bedingte Haftstrafe für Sprayer (kurier.at)

Zehn Monate bedingt, nicht rechtskräftig: 24-Jähriger Südburgenländer soll durch Graffiti eine Schaden von 20.000 Euro verursacht haben.

Wochenlang beschäftigten die Graffitis auf Schaltkästen, Hausfassaden sowie an Autobahnbrücken im Sommer des Vorjahres die Bevölkerung im Bezirk Oberwart. So wurde  vermutet, dass es sich dabei um Zeichen von Einbrechern handeln könnte oder dass Rechtsextreme ihr Unwesen treiben. Doch diese Befürchtungen hatten sich letztendlich nicht bestätigt. Die mutmaßlichen Täter wurden jedoch geschnappt. Während einer der beiden 24-jährigen  Sprayer bereits im März zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt worden war (der KURIER berichtete), wurde am Montag auch der gleichaltriger, mutmaßlicher Mittäter wegen schwerer Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Das Urteil – zehn Monate bedingte Haft – ist nicht rechtskräftig.

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Eitelkeit verriet fünf Graffiti-Sprayer (kurier.at)

Eitelkeit verriet fünf Graffiti-Sprayer
Sie sehen sich als Künstler, die ihre Weltanschauung mit der Spraydose zum Ausdruck bringen. Der volkswirtschaftliche Schaden, den sie anrichten, geht jedoch Jahr für Jahr in die Millionen. Der Wiener Neustädter Polizei ist jetzt ein Schlag gegen in Ostösterreich agierende Graffiti-Sprayer gelungen. Fünf junge Wiener sollen dabei an 280 verschiedenen Tatorten in Wien und NÖ in den vergangenen drei Jahren einen Schaden von 900.000 Euro verursacht haben.
Besprüht wurden vorwiegend Züge, Straßenbahnen, U-Bahn-Waggons und Busse von ÖBB, den Wiener Linien und den Wiener Verkehrsbetrieben.
Seit der Nacht zum Heiligen Abend 2010 laufen die Ermittlungen in der Sprayer-Szene. Damals wurden zwei Burschen der fünfköpfigen Gruppierung nach einer Sprayaktion auf dem Wiener Neustädter Bahnhof von Beamten der Polizeiinspektion Burgplatz festgenommen. „Durch einen DNA-Treffer konnte einem Täter eine weitere Straftat in Wien zugeordnet werden“, erklärt Chefinspektor Johannes Eisinger. Dies führte die Ermittler mit Unterstützung vom Landeskriminalamt Wien in die Graffiti-Szene und zu den anderen mutmaßlichen Sprayern, alle im Alter zwischen 18 und 22 Jahren.
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Sprayer schlugen wieder zu: 15.000 Euro Sachschaden (kurier.at)

Bad Vöslau – In der Nacht auf Mittwoch zogen unbekannte Sprayer eine Spur der Verwüstung durch die Kurstadt. Wie bereits Ende März verunstalteten die „Graffiti-Künstler“ auch diesmal Fassaden, Verkehrszeichen und Garagentore in Bad Vöslau und Gainfarn. „Wir gehen von der gleichen Tätergruppe wie im letzten Monat aus“, schildert ein Beamter. Die aufgesprühten Symbole weisen eine hohe Ähnlichkeit mit den bereits bekannten Motiven auf. Und auch der angerichtete Sachschaden liegt in der selben Größenordnung.
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Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Bad Vöslau  059/133-3302.
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