„GRAFFITI / Zuerst begingen indische „Künstler“ einen Tankbetrug, dann entdeckten Polizisten Spraydosen in ihrem Auto.
LEOBERSDORF / An der Autobahntankstelle in Guntramsdorf hatte ein Fahrzeuglenker am 6. Oktober vollgetankt und war danach ohne zu bezahlen davongefahren. Eine Polizeistreife des Postens Leobersdorf entdeckte gegen 21.40 Uhr das gesuchte Fahrzeug auf einem Parkplatz in Leobersdorf. Die Beamten führten sofort eine Personen- und Fahrzeugkontrolle durch – und fanden Spraydosen en masse.
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Category Archives: Presse
„Bez. Mödling, Wr. Neustadt und Wien
Presseaussendung der Sicherheitsdirektion Niederösterreich
Am 06.10.2010, gegen 21.40 Uhr, konnte von einer Streife der Polizeiinspektion Leobersdorf bei einem Parkplatz in 2544 Leobersdorf ein PKW wahrgenommen und angehalten werden, nach welchem wegen eines kurz zuvor begangenen Tankbetruges auf der A2 Autobahntankstelle in 2353 Guntramsdorf, gefahndet wurde. Folglich wurde eine Lenker-, Fahrzeug- und Personenkontrolle durchgeführt.
Bei den kontrollierten Personen handelte es sich um zwei indische Staatsbürger im Alter von 23 und 26 Jahren, aus dem Bezirk Mödling.
Im Fahrzeug konnten mehrere Spraydosen und ein Laptop mit verschiedenen Bildern von beschmierten Zugsgarnituren vorgefunden und sichergestellt werden.
Im Zuge der durchgeführten Nachforschungen und Erhebungen, welche von der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Leobersdorf geführt wurden, konnten dem 23-Jährigen 16 Beschädigungen, durch Graffiti, an U-Bahn Garnituren, 2 Beschädigungen, ebenfalls durch Graffiti, an Zugsgarnituren, sowie der Tankbetrug in Guntramsdorf nachgewiesen werden.
Die Sachschäden dürfte der Beschuldigte im Zeitraum von März bis Anfang Oktober 2010 in Wien bzw. 2700 Wr. Neustadt verübt haben.
Durch die diversen Sachbeschädigungen ist ein Schaden in der Höhe von etwa 20.000,– Euro entstanden.
Bei der Vernehmung zeigte sich der 23-Jährige teilweise geständig und bezeichnete sich selbst als „Künstler“, welcher Züge, U-Bahngarnituren und Gebäude mit Graffiti verziere.
Die beiden indischen Staatsbürger wurden vorläufig festgenommen und anschließend auf freiem Fuß angezeigt.
Bei der Personenüberprüfung des 23-jährigen Beschuldigten wurde festgestellt, dass sich dieser unrechtmäßig im Bundesgebiet aufhält. In weiterer Folge wurde er in das Polizeianhaltezentrum Hernals eingeliefert.
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„Nach einem Tankbetrug auf der A2 in Guntramsdorf (Bezirk Mödling) haben die Polizeibeamten einem der beiden gefassten Verdächtigen mehr als ein Dutzend Sachbeschädigungen in Form von Graffitis nachgewiesen. Der selbsternannte 23-jährige „Künstler“ führte die Beweise sogar im Pkw mit – die Exekutive entdeckte bei der Fahrzeugkontrolle mehrere Spraydosen und einen Laptop mit Bildern von beschmierten Waggons, so die Sicherheitsdirektion am Freitag.
Bereits Anfang Oktober wurde das Duo im Alter von 23 und 26 Jahren nach dem Tankbetrug gefasst. Der Stolz auf seine „Kunstwerke“ wurde dem Jüngeren der beiden schließlich zum Verhängnis – durch die selbst geschossenen Beweisfotos konnten ihm 16 Graffitis an U- Bahn- Garnituren in Wien und zwei weitere Schmierereien an Zugwaggons in Wiener Neustadt nachgewiesen werden.
Der 23- Jährige zeigte sich bei der Einvernahme teilweise geständig. Durch die Graffitis sei ein Schaden von etwa 20.000 Euro entstanden, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Bei der Personenüberprüfung wurde außerdem festgestellt, dass sich der Inder illegal in Österreich aufhält, er wurde daher ins Polizeianhaltezentrum Hernals eingeliefert.“
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„Nach einem Tankbetrug auf der Autobahntankstelle Guntramsdorf (Bezirk Mödling) sind auf der A2 in Leobersdorf (Bezirk Baden) zwei Männer gestellt worden, die sich als Graffiti-„Künstler“ erwiesen.
Die indischen Staatsbürger (23 und 26) sollen an U-Bahn-und Zuggarnituren etwa 20.000 Euro Schaden angerichtet haben, berichtete die Sicherheitsdirektion. Der Jüngere soll sich überdies unrechtmäßig in Österreich aufhalten.
Bei der Kontrolle des Wagens hatten die Beamten einer Polizeistreife mehrere Spraydosen und einen Laptop mit verschiedenen Bildern von beschmierten Zuggarnituren vorgefunden und sichergestellt. In der Folge wurden den Männern neben dem Tankbetrug zahlreiche Beschädigungen durch Graffiti nachgewiesen. 16 betrafen laut den Ermittlern Wiener U-Bahn-, zwei weitere Zuggarnituren in Wiener Neustadt. Der Tatzeitraum erstreckte sich von März bis Anfang Oktober.
Der 23-Jährige zeigte sich laut Polizei teilweise geständig und bezeichnete sich als „Künstler“.(…)“
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„Vier junge „Graffiti-Künstler“, die sich an 101 Objekten in Graz und Graz-Umgebung ausgetobt haben sollen, sind nun von der Polizei ausgeforscht worden. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 48.000 Euro.
Die Jugendlichen im Alter von 14 und 15 Jahren waren laut Polizei im Zeitraum von Jänner bis April aktiv und „verzierten“ Mauern, Post- und Stromkästen. Als dann einer der mutmaßlichen Täter ausgeforscht wurde, riss die Serie der mit entsprechenden Signaturen versehenen Werke ab.
„Künstler“ um Schadensbegrenzung bemüht
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Artikel über JUNEK (SC) aus Stuttgart im australischen Magazin COP.
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„48.000 Euro Schaden durch Graffitis
Die Polizei in Kumberg (Bezirk Graz-Umgebung) hat vier Jugendliche ausgeforscht, die durch Graffitis einen Schaden von etwa 48.000 Euro verursacht haben sollen. Die vier Burschen besprühten in Graz und Umgebung 101 Objekte.
Mauern, Postkästen und Zäune besprüht
Die vier Jugendlichen sind im Alter zwischen 14 und 15 Jahren. Sie sollen laut Polizei zwischen Jänner und April im Norden von Graz und in Stattegg Mauern, Wände, Stromverteilerkästen, Postkästen und Zäune mit Graffitis besprüht haben.
Zwei Burschen machten Schaden gut
Die Burschen wurden nach langwierigen Erhebungen ausgeforscht. Zwei von ihnen sind geständig, sie haben einen Teil den Schadens bereits wieder gut gemacht und die Graffitis weggeputzt.
Die zwei anderen Jugendlichen weisen jeden Zusammenhang mit den Sprühaktionen von sich. Alle vier wurden wegen schwerer Sachbeschädigung auf freiem Fuß angezeigt.“
orf.at
„SCHÄRDING. Schrille Farben und starke Linien prägen seine Kunstwerke. Für unsere Region ungewöhnliche Kunstwerke. Graffiti-Künstler Thomas „Tom“ alias „Case“ zeigt die positive Seite der oftmals umstrittenen Kunst auf.
Schärdinger Volkszeitung: Graffiti wird von vielen Leuten als Schmiererei empfunden, wie sehen Sie das?
Case: Natürlich ist es verständlich, wenn sich ein Hausbesitzer über „unleserliche Schmierereien“ an seiner Hausfassade aufregt. Es gibt aber auch legale, qualitativ hochwertige Bilder mit vielen Farben, einem schönen Hintergrund und Figuren, in die die Künstler viel Zeit und Geld investieren. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass solche Produktionen in der Bevölkerung durchwegs positive Resonanz erhalten. Als bestes Beispiel hierfür dient der Donaukanal in Wien. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Freiluftgalerie entwickelt, die von den Wiener Spaziergängern größtenteils mit viel Interesse angenommen wird.
Volkszeitung: Wie sehen Sie illegales Graffiti?
Case: Nun ja, Graffiti hat sich ursprünglich aus der Illegalität heraus zu einer mittlerweile sehr beachtlichen Subkultur entwickelt. Demnach lässt sich legales und illegales Graffiti kaum trennen. Im Endeffekt ist und bleibt beides Graffiti. Es gibt Sprüher, die ausschließlich legale Bilder malen und andere, die wiederum nur illegal malen. Ich denke, man kann das nicht pauschal erklären. Jeder Sprüher wird, für das was er macht, wohl seine eigenen, sehr individuellen Beweggründe haben.
Volkszeitung: Kann man Ihre Ausstellung als Beweis sehen, dass Graffiti nicht zwangsweise negativ behaftet sein muss?
Case: Ja, sicher! Warum nicht? Ich denke, dass jede Ausstellung, die sich mit diesem Thema beschäftigt, als Beweis dafür gesehen werden kann. Vielleicht können so Vorurteile gegenüber Graffiti abgebaut werden. Graffiti hat sich in den letzten zehn Jahren rasant weiterentwickelt und ich finde es toll. dass es mittlerweile auch in den Galerien angekommen ist.
Volkszeitung: Wie sind Sie zu dieser Kunstform gekommen?
Case: Das erste Mal wahrgenommen habe ich Graffiti bei einer Zugfahrt nach München. Ich war damals vielleicht neun, zehn Jahre alt und als der Zug Richtung Bahnhof rollte, fielen mir die vielen bunten Bilder entlang der Zugstrecke auf. Ich war sofort begeistert von den Farben und Motiven und beschloss, dass ich das später auch machen will. Allerdings sollte das noch eine Weile dauern.
Volkszeitung: Sind die Farbdosen nicht recht teuer?
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„Jugendprojekt für schönere Stadt
Da machte auch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny mit: Zusammen mit Jugendlichen und Graffiti-Künstlern gestaltete er die Wände des Trafohäuschens in Floridsdorf bunt.“
HEUTE, 7.10.2010
www.heute.at
„Urban & Street Art: das BLK River Festival in Wien
Stadt und Straße als Kunstort boomt. Mit und ohne Auftrag, legal und illegal, wird gesprüht, installiert und interveniert, dass es eine helle Freude ist. Begriffe wie Street Art oder Urban Art kursieren für diese Form der Kunst im öffentlichen Raum, die auch ein klassisches Graffiti sein kann und seit Banksy von so manchem abgeschlagen und zu Geld gemacht wurde.
Galerien (in Wien: www.inoperable.at) sorgen für größere Bekanntheit der Street-Artisten, Ausstellungen zeichnen das Phänomen seit Basquiat (Street and Studio, Kunsthalle Wien, bis 10. 10.) nach oder zeigen, wie sich die Guerilla-Attitüde auf Werke für den White Cube auswirkt (Escape the golden Cage, ab 1. 10., Vordere Zollamtsstraße 3).
Street Art vs. White Cube titelt auch ein Symposium (18. 9.: Kunsthalle Wien, 19-21 Uhr). Es diskutieren neben dem Street-Art-Künstler Brad Downey und Kulturwissenschafter Vitus Weh u. a. auch Sydney Ogidan vom Wiener BLK River Festival. Letzteres heuer zum zweiten Mal veranstaltete Event zeigt feinste Kunst aus Sprühdosen vom Vorgartenmarkt über den Donaukanal bis zum Alberner Hafen. (kafe/ DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.9.2010)
Bis 6.10.; 19. 9.: Film Opening Night, Bellaria Kino, 19.00; 25. 9.: Radtour zu allen Schauplätzen, 13.00.“


